Luftwaffe
Temporäre Verlegung

In der alten Heimat: Tornados kehren zurück nach Nörvenich

In der alten Heimat: Tornados kehren zurück nach Nörvenich

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Datum:
Ort:
Nörvenich
Lesedauer:
2 MIN

Zwölf Jahre ist es her, dass der Tornado den Fliegerhorst in Nörvenich verlassen hat: Nun ist das Kampfflugzeug in die alte Heimat vor den Toren Kölns zurückgekehrt.

Im knapp 115 Kilometer entfernten Büchel muss der Fliegerhorst des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 renoviert werden – es ist die eigentliche Heimat des Tornados. Allerdings müssen dort die Oberflächen von Startbahn und Rollwegen erneuert werden. Ebenso muss an der Elektrik der Beleuchtung und an der Abwasserinfrastruktur geschraubt werden.

Um weiterhin einen sicheren Flugbetrieb aus Büchel gewährleisten zu können, sind die Reparaturen dringend notwendig. Somit fliegt der „Klappdrachen“, wie der Tornado wegen seiner verstellbaren Flügel auch genannt wird, ab Juni wieder vom Fliegerhorst in Nörvenich.

Einsatzbereitschaft bleibt gewährleistet

Bei der Suche nach Lösungen wurde sorgfältig abgewogen: Eine Einstellung des Flugbetriebs des Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 war vor dem Hintergrund des Einsatzes zur Landes- und Bündnisverteidigung keine Option.

Eine Verlegung von Teilen des Büchelaner Geschwaders nach Nörvenich hingegen ist möglich und hält den personellen und logistischen Aufwand möglichst gering.

3. Ein graues Kampfflugzeug startet mit Nachbrenner

Ein Tornado aus Büchel startet mit Nachbrenner

Bundeswehr/ Dr. Andreas Zeitler

Ab Juni startet der Tornado aus Nörvenich

Insgesamt finden damit 25 Tornados und 450 Soldatinnen und Soldaten ebenso wie zivile Angestellte ab dem 1. Juni in Nörvenich ihre vorübergehende Heimat. Die Reparaturen in Büchel werden voraussichtlich bis zum Jahr 2026 andauern. In dieser Zeit wird der Flugbetrieb der Tornado und Eurofighter in Nörvenich gemeinsam erfolgen.

So soll der Fluglärm geringgehalten werden

Derweil wurden etliche Pläne erarbeitet, um den Fluglärm in und um Nörvenich für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. So wurden für den Tornado beispielsweise flexible Verlegemöglichkeiten auf andere Flugplätze geprüft.

Nun ist eine Reduzierung des Tornado-Flugbetriebs am Fliegerhorst Nörvenich von bis zu 20 Prozent ab dem zweiten Halbjahr 2022 möglich. Zudem hat man unterschiedliche Anpassungen der An- und Abflugverfahren unter Sichtflugbedingungen zum Lärmschutz in niedrigen Höhen erarbeitet.

Ein graues Kampfflugzeug wird in einen Schutzbau geschoben

Ein Tornado wird nach einem Flug zurück in seinen Schutzbau geschoben

Bundeswehr/ Dr. Andreas Zeitler

Die erhebliche Reduzierung des nicht-militärischen Flugbetriebs in Nörvenich ist ein weiterer Baustein zum Lärmschutz. Die damit verbundenen Flugbewegungen in Platznähe wurden ab diesem Jahr um bis zu zwei Drittel im Vergleich zu 2019 reduziert. Außerdem werden die Flüge der Tornados an die Umläufe der Eurofighter angebunden, um möglichst kurze Phasen des Fluglärms zu erreichen.

von David Joliet