Luftwaffe

Kriegsgräberfürsorge – Arbeit für den Frieden

Kriegsgräberfürsorge – Arbeit für den Frieden

  • Offizierschule der Luftwaffe
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Fürstenfeldbruck
Lesedauer:
2 MIN

Soldaten und Vertreter der Stadt Fürstenfeldbruck haben Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt, um die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft weiterhin pflegen zu können.


Eine Frau steckt Geld in die Sammelbüchse, die Brigadegeneral Michael Traut hält. Daneben steht Oberbürgermeister Erich Raff.

Brigadegeneral Michael Traut und Oberbürgermeister Erich Raff im Gespräch mit einer Bürgerin

Bundeswehr/Michael Schrank
Passanten am Waldfriedhof stecken Geld in die Sammelbüchse eines Soldaten.

Ein Soldat der Schule für Geophysik der Bundeswehr sammelt Spenden auf dem Waldfriedhof

Bundeswehr/Michael Schrank

Die Spendensammlung für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge hat in Fürstenfeldbruck eine lange Tradition. Auch in diesem Jahr haben Oberbürgermeister Erich Raff und der Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe, Brigadegeneral Michael Traut, es sich nicht nehmen lassen, für die Gräber der Opfer beider Weltkriege gemeinsam um Spenden zu bitten. Unterstützt wurden sie von Soldaten verschiedener Dienststellen im Fliegerhorst und Abgeordneten des Stadtrats.

Soldaten engagieren sich, um Respekt zu zollen

Bereits in den Wochen zuvor hatten sich Offiziersanwärterinnen und -anwärter der Offizierschule der Luftwaffe mit Sammelbüchsen auf den Weg gemacht, um in Fürstenfeldbruck Spenden für den Volksbund zu sammeln. Diese finanzielle Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger ist eine wichtige Hilfe. Unter anderem wird dadurch erst die Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräberstätten überhaupt erst ermöglicht.

Was viele nicht wissen ist, dass sich meist freiwillige Helfer bei der Grabpflege engagieren, oft auch während ihres Jahresurlaubs. Auch Soldaten und Reservisten der Bundeswehr beteiligen sich an dieser freiwilligen Arbeit. Man hört von ihnen immer wieder, dass sie damit den Menschen, die ihre letzte Ruhestätte fernab der Heimat gefunden haben, Respekt zollen wollen und mit dafür sorgen wollen, dass diese nicht vergessen werden.

Vier Bundeswehrsoldaten bei der Arbeit auf einer Kriegsgräberstätte.

Soldaten der Bundeswehr als freiwillige Helfer im Arbeitseinsatz für den Volksbund

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

100 Jahre im Dienst für Frieden und Versöhnung

Der Volksbund wurde 1919 gegründet. Er betreut seitdem Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft im Ausland. Zudem hilft er Angehörigen bei der Gräbersuche und entwickelt die Kriegsgräberstätten weiter zu Lehrorten der Geschichte.

Der Volksbund betreut heute mehr als 830 Kriegsgräberstätten mit 2,7 Millionen Kriegsgräbern in 46 Ländern. Diese Zahlen zeigen, wie viel Leid und Elend der Krieg geschaffen hat. Im Inland sind die Kommunen für die Anlage und Pflege der Kriegsopferstätten zuständig. Der Volksbund berät und unterstützt sie dabei.

Die Kreuze auf dieser Kriegsgräberstätte sind alle mit einem Vergissmeinnicht geschmückt.

Eine durch den Volksbund neu angelegte Kriegsgräberstätte. Das Vergissmeinnicht gilt als Symbolblume der Erinnerung

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

„Bürgerinitiative für den Frieden“

In einer Anzeige in überregionalen Zeitungen, unter der Überschrift „Gemeinsam für den Frieden in Europa“, würdigte der Bundespräsident, der auch Schirmherr des Volksbunds ist, das Engagement als eine Bürgerinitiative für den Frieden. Es wird daran erinnert, dass Frieden in Europa nicht selbstverständlich ist und dass wir über unsere Grenzen hinweg gemeinsam der Opfer der Kriege gedenken sollen. Dieser Austausch trägt auch dazu bei, die Perspektive der anderen besser zu verstehen, Freundschaften zu stiften und das Bewusstsein für ein friedliches Miteinander zu schärfen.


von Michael Schrank