ORION23: Hochintensive Gefechte in Ostfrankreich
Bei ORION23 üben 12.000 Soldatinnen und Soldaten das hoch intensive Gefecht und den Bewegungskrieg. Auch Bundeswehrangehörige sind dabei.
Multinational, anspruchsvoll und realistisch: An der multinationalen Großübung Orion 26 nehmen erstmals Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 teil. Deutschland trainiert vom 8. bis zum 21. Februar 2026 gemeinsam mit Frankreich und weiteren europäischen Partnern für Europas Sicherheit. Katar ist als weitere Partnernation vertreten.
Das Taktische Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel ist bei der Übung Orion 26 mit dabei. Der Kontingentführer tauscht sich mit einem anderen Teilnehmer der Übung aus. Kommunikation ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.
Bundeswehr/Francis HildemannWeite Ebenen, Pinienwälder bis zum Horizont, lange Startbahnen und frühe Sonnenaufgänge über dem Rollfeld prägen das Bild. Die Umgebung erinnert an klassische Fliegergeschichten aus dem Kino und bietet ideale Bedingungen für eine der größten Luftwaffenübungen Europas. Deren Ziel ist es, moderne Luftoperationen unter realistischen Bedingungen zu erproben. Als Host Nation stellt Frankreich die Infrastruktur und den Übungsrahmen.
Orion 26 zeigt, wie Nationen im Bündnisfall zusammenarbeiten können. Während der Übung werden Planungen abgestimmt, Entscheidungen vorbereitet und Einsätze gemeinsam koordiniert. So entsteht aus vielen nationalen Beiträgen ein geschlossenes Vorgehen im multinationalen Verbund.
Deutschland beteiligt sich erstmals mit Tornado-Jets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 aus Büchel an der Übung. Das ist ein wesentlicher Schritt für die Integration des Verbandes in multinationale Luftoperationen sowie für die Einsatzbereitschaft im Bündnisrahmen.
Orion 26 ermöglicht es den deutschen Besatzungen und Unterstützungsanteilen, Verfahren im multinationalen Umfeld weiterzuentwickeln und Erfahrungen in einer komplexen Luftkampagne zu sammeln. Dabei arbeiten sie mit europäischen Partnern ebenso zusammen wie mit weiteren Nationen, darunter Katar.
Das Üben von Tiefflügen gehört zur Aufgabenstellung des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 aus Büchel auf der Base aérienne 118 Mont-de-Marsan
Bundeswehr/Francis HildemannDer Tornado ist nach wie vor ein leistungsfähiges Waffensystem. Durch kontinuierliche technische Weiterentwicklungen, moderne Sensorik und bewährte Einsatzverfahren bleibt er ein wichtiger Bestandteil der Luftwaffe. Seine Vielseitigkeit und die Erfahrung der Besatzungen haben sich in zahlreichen Übungsvorhaben und internationalen Kooperationen bewährt.
Das zweistrahlige Mehrzweckkampfflugzeug zeichnet sich durch seine Schwenkflügel-Technologie aus, die ihm sowohl hohe Geschwindigkeiten als auch hervorragende Eigenschaften im Langsamflug ermöglicht. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über Mach zwei und seiner Fähigkeit zum Tiefflug unter schwierigen Wetterbedingungen hat sich der Tornado seit seiner Einführung in den 1980er-Jahren als äußerst zuverlässig erwiesen. Seine Rolle umfasst Luftnahunterstützung, Aufklärung und präzise Luftangriffe. Genau diese Fähigkeiten sind bei der Landes- und Bündnisverteidigung besonders gefordert und auch Bestandteil von Orion 26.
Orion 26 steht exemplarisch für die enge militärische Kooperation innerhalb Europas sowie mit weiteren Partnerstaaten, mit denen die Luftwaffe bereits in früheren Übungsvorhaben zusammengearbeitet hat – unter anderem bei Desert Flag mit Katar.
Für die Beteiligten bedeutet die Übung Orion Tage voller Briefings, gemeinsamer Planung und enger Abstimmung mit den Partnern aus mehreren Nationen – und anschließend Starts und Landungen in enger Taktung auf einer betriebsamen Luftwaffenbasis. Gemeinsam mit Deutschland zeigen die beteiligten Nationen, wie eng Bündnispartner heute zusammenarbeiten. Orion 26 macht diesen Schulterschluss sichtbar – in der Luft und am Boden.
von Thomas Skiba