Luftwaffe
Tag des Objektschutzes der Luftwaffe

Nebelgranaten, Nahkampf und Scharfschützen

Nebelgranaten, Nahkampf und Scharfschützen

Datum:
Ort:
Fürstenfeldbruck
Lesedauer:
3 MIN

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Störsender, Nebelgranaten, Maschinengewehre, Nahkampf, Rettungsketten und Scharfschützen: Der Objektschutz bei der Luftwaffe ist vielseitig und anspruchsvoll. Das demonstrierten rund 100 Soldatinnen und Soldaten aus neun Verbänden am Tag des Objektschutzes an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Rund 600 Offizieranwärterinnen und -anwärter kamen, um sich von ihren künftigen Aufgaben ein Bild zu machen.

Gruppenfoto der Soldatinnen und Soldaten mit Fahrzeugen und einer CH-53.

Die fast 100 Unterstützungskräfte sorgten für ein unvergessliches Erlebnis bei den Offizieranwärterinnen und -anwärtern.

Bundeswehr/Eduard Wagner

Es war ein kalter und sonniger Morgen im März, als die Offizieranwärterinnen und -anwärter der Offizierschule der Luftwaffe zum ehemaligen Flugbetriebsbereich im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck strömten. Ein Tag, an dem neun Verbände aus ganz Deutschland zusammenkamen, um das gesamte Fähigkeitsprofil der Infanterie der Luftwaffe darzustellen.

Dieser Objektschutztag der Luftwaffe an der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) war schon lange geplant, doch die Corona-Pandemie hatte das Projekt bisher verhindert. Und nur dem Engagement der teilnehmenden Verbände ist es zu verdanken, dass trotz des Kriegs in der Ukraine und der anhaltenden Pandemie ein solches Großprojekt mit vielen Stationen jetzt realisiert werden konnte.

Action von Anfang an

Bewaffnete Soldaten bewegen sich durch die vom Nebel der Nebelgranaten eingehüllte Landschaft.

Unter Einsatz von Nebelgranaten und Maschinengewehren führen Soldaten der Sicherungsstaffel aus Büchel einen Angriff auf einen Luftfahrzeug-Shelter durch

Bundeswehr/Eduard Wagner

Während Teile der Sicherungsstaffel aus Büchel einen Angriff auf einen Luftfahrzeug-Shelter unter Einsatz von Nebelgranaten und Maschinengewehren durchführten und damit gleich zu Beginn des Tages für viel Action sorgten, erklärten die Scharfschützen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 mit mehreren Waffenschauen ihr tägliches Handwerk und beantworteten die vielen Fragen der Lehrgangsteilnehmenden.

Nur wenige Meter weiter moderierte ein Offizier der Infanterieschule der Bundeswehr die Vorführungen des militärischen Nahkampfs. Hier bekamen die jungen Anwärter einen Eindruck der verschiedenen Techniken sowie die dazugehörende Erläuterung zum Aufbau der Ausbildung. Höhepunkt dieser Station war die Vorführung an einem Kleinfahrzeug, bei der die ausgebildeten Soldaten aus Hammelburg die Scheibe einschlugen, um einen renitenten Fahrzeuginsassen unter Anwendung des Gelernten aus dem Fahrzeug zu holen.

Ein Soldat schlägt mit seiner Waffe die Scheibe eines Kleinwagens ein.

Wenn es gefährlich wird: Soldaten der Infanterieschule demonstrieren, was sie in Hammelburg gelernt haben

Bundeswehr/Eduard Wagner

Vielseitiges Aufgabenspektrum der Verbände

Das Luftwaffenausbildungsbataillon aus Germersheim zeigte unter anderem die Anwendung der Nachtsehhilfe Lucie beim Durchschreiten eines Dunkelgangs und demonstrierte, wie Nahaufklärung durch die Drohne DJI Matrice funktioniert.

An diesem Tag war aber nicht nur die Infanterie der Luftwaffe dabei. Die Kampfretter des Hubschraubergeschwaders 64 (HSGHubschraubergeschwader 64) sowie Soldatinnen und Soldaten des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr aus Bischofswiesen ließen die Zuschauer eine Rettungskette miterleben. Vor allem das Material und die Ausrüstung sowie das vielseitige Aufgabenspektrum der Verbände fesselte den Offiziersnachwuchs.

Über die Vielfalt der künftigen Aufgaben der Offizieranwärterinnen und -anwärter informierte auch der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum aus Kleinaitigen an seinem Ausstellungsstand. Zu sehen gab es unter anderem Counter-Geräte, die das Auslösen funkferngesteuerter Sprengsätze verhindern und die persönliche tätigkeitsbezogene Schutzausstattung, ebenso Hightech-Störsender, sogenannte Mini-Jammer, die den Wert der elektronischen Kampfführung zeigen.

Anfassen und ausprobieren

Die Brandschützer der Feuerwache und die Männer der Flugplatzstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Lechfeld hatten Großgerät wie das Feuerwehr-Großtanklöschfahrzeug FlKfz 3500, den Fahrzeugkran FKM und den Radlader Ahlmann mitgebracht. Die konnten die Besucher nicht nur anschauen, sondern auch anfassen und unter Anleitung der Experten selbst ausprobieren.

Ein Hubschrauber vom Typ CH-53 fliegt dicht über dem Boden.

Demonstrationsflug einer CH-53 mit Bordschützen im Verteidigungsmodus

Bundeswehr/Eduard Wagner

Ein weiterer Höhepunkt des Tages waren die zwei Vorführungen eines Transporthubschraubers des Typs CH-53 aus Laupheim. Nicht nur für die fast 100 Unterstützungskräfte der neun teilnehmenden Verbände war dieser Tag des Objektschutzes ein voller Erfolg – auch für die 600 Besucherinnen und Besucher, denn sie erhielten einen sehr lebendigen Einblick in ihre kommenden Aufgaben.

von Frank Kerwien  E-Mail schreiben

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.