Luftwaffe

Soldaten unter gefechtsmäßigen Bedingungen zum Lehrsoldat ausgebildet

Soldaten unter gefechtsmäßigen Bedingungen zum Lehrsoldat ausgebildet

  • Ausbildung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Germersheim
Lesedauer:
2 MIN

Im Luftwaffenausbildungsbataillon (LwAusbBtl) in der Südpfalz-Kaserne wurden in der Ausbildung eingesetzte Mannschaftsdienstgrade zum Lehrsoldat ausgebildet. Zusätzlich können sie als Kategoriepersonal zur Ergänzung des Einsatz- und Wirkungsverbund Objektschutz Luftwaffe eingesetzt werden.

Vor Ausbildungsbeginn führt ein Trainingsteilnehmer eine Funktionsprüfung am Funkgerät durch.

Die Funktionsprüfung ist der erste Schritt bei jedem Gerät vor der Benutzung

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Methodik und Didaktik bildeten die Grundlagen

In einem dreiwöchigen Pilottraining wurde diese Ausbildung erstmalig in Germersheim unter Federführung der 4. Kompanie des LwAusbBtl durchgeführt. Die Ausbildung gliederte sich hierbei in drei größere Teilbereiche. In der ersten Ausbildungswoche standen die Grundlagen der Ausbildungslehre auf dem Dienstplan. Hierbei ging es hauptsächlich um die Methodik und Didaktik der Ausbildung. Das Erlernte mussten die Trainingsteilnehmer in Form einer Lehrprobe anwenden.

Ein Soldat steht vor einer Flipchart und führt eine Lernzielkontrolle durch.

Der Unterricht endet mit der Lernzielkontrolle

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Vom Hörsaal ins Gelände

In der zweiten Woche schloss sich die praktische Ausbildung an, in der die angehenden Lehrsoldaten ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzten mussten. Schwerpunkt war hier die Waffen- und Schießausbildung sowie die Ausbildung am Schießsimulator für Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen. Als Abschluss folgte in der dritten Woche die Schieß- und Gefechtsausbildung. Diese beinhaltete neben dem Schulschießen auf der Standortschießanlage mit Maschinengewehr auch die Ausbildung und Einsatz als Aufsicht beim Schützen. Des Weiteren mussten sich die angehenden Lehrsoldaten als stellvertretender Gruppenführer im Gelände beweisen. Das Highlight der Woche war die Nachtausbildung mit einer Nachtlehrvorführung, einem Nachtmarsch sowie dem Bau eines Biwaks unter Beachtung der Eigensicherung.

Mehrere Trainingsteilnehmer liegen hinter einem Maschinengewehr und führen die Ladetätigkeiten durch.

Der Sichere Umgang mit den Waffen ist Pflicht

Bundeswehr/Frank Wiedemann
Ein Soldat bekommt auf der Schießbahn durch die Aufsicht beim Schützen eine Einweisung in die Schießübung.

Vor dem Schuss erfolgt die Einweisung in die Schießübung

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Mit dem Sonnenaufgang in die Gefechtsausbildung

Am frühen Morgen, noch vor Sonnenaufgang, ging es für die Ausbildungsgruppe ins Gelände zur Gefechtsausbildung. Als erstes mussten die Waffen, Munition und Funkgeräte empfangen und vorbereitet werden, bevor der Marschbefehl ausgegeben wurde. Ziel dieses Ausbildungstages war das gefechtsmäßige Verhalten während eines Marsches sowie das Gewinnen eines zugewiesenen Verfügungsraumes.

Dazu musste der eingeteilte stellvertretende Gruppenführer die Gruppe organisieren und die notwendigen Maßnahmen überwachen. Mit Karte und Kompass galt es dann, den befohlenen Geländeabschnitt zu gewinnen und stets unter eigener Sicherung nicht aufgeklärt zu werden. Ein sogenanntes Feindkommando hatte es hierbei auf die Gruppe abgesehen und versuchte immer wieder, die Gruppe mit verschiedenen Mitteln und Taktiken anzugreifen und somit ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dabei war der Gruppenführer immer wieder gefordert und musste auf die verschiedenen Szenarien reagieren und die Gruppe dabei zusammenhalten. 

Oberleutnant Alexander Hiery, Hörsaalleiter der Trainingsteilnehmer, war sehr zufrieden mit den bisher gezeigten Leistungen „Ich war sehr positiv überrascht über die Motivation und Mitarbeit aller Trainingsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Das ist die wichtigste Voraussetzung für langanhaltende Lernerfolge und hat zu einer guten Ausbildungsatmosphäre beigetragen.“

Die Trainingsteilnehmer bauen einen Kampfstand für das Maschinengewehr auf Lafette.

Letzte Tarnmaßnahmen an einem Kampfstand für das Maschinengewehr auf Lafette

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Nachtlehrvorführung läutete die Nachtausbildung ein

Langsam brach die Dunkelheit an und für die Trainingsteilnehmer ging es nun in die Nachtausbildung. Bereits am Tag wurden die vorbereiteten Maßnahmen für die Nacht getroffen. Die Wege zu den Kampfständen mussten markiert werden, die Wirkungsbereiche der Waffen wurde festgelegt, die Grundtarnung wurde angepasst und die Nachtsehhilfsmittel wurden auf Funktion geprüft. Mit einer Nachtlehrvorführung wurden die Trainingsteilnehmer auf die Nacht eingestimmt und mussten die dabei gezeigten Techniken und Verfahren selbst in der Nacht für sich umsetzen und anwenden.

Ein Trainingsteilnehmer verbessert im Biwak seine Gesichtstarnung für die Nacht.

Eine Gute Tarnung ist im Gefechtsdienst unerlässlich

Bundeswehr/Frank Wiedemann
Am Himmel sieht man die Vorfeldbeleuchtung vor einem Waldstück mit einem Lichtblitz.

Mit entsprechender Vorfeldbeleuchtung wird ein Geländeabschnitt ausgeleuchtet

Bundeswehr/Frank Wiedemann

Nach dem dreiwöchigen Training konnten alle Teilnehmer auf eine erfolgreiche und gewinnbringende Ausbildung zurückblicken und voller Stolz den erfolgreichen Abschluss für sich genießen.

von Frank Wiedemann