Seelsorge im Verteidigungsfall
Ökumenisches Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall
Seelsorge für Soldaten und ihre Familien, unabhängig von formaler Mitgliedschaft in einer Kirche – das leistet die Evangelische Militärseelsorge.
Bedarfsstudie Evangelische Militärseelsorge
Mehr erfahrenZurzeit arbeiten ca. 100 Militärgeistliche in ebenso vielen evangelischen Militärpfarrämtern an den Standorten.
Mehr erfahrenZurzeit arbeiten etwa 100 Geistliche in ebenso vielen evangelischen Militärpfarrämtern an den Standorten.
Mehr erfahrenDie Evangelische Militärseelsorge ist für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein vertrauensvoller Ansprechpartner und fester Anker im Dienstalltag. Unser Leitbild: Begleiten, ermutigen, verkündigen, orientieren.
Diese vier Begriffe beschreiben die zentralen Aufgaben der Militärseelsorge, darunter die vertrauliche Seelsorge – etwa bei Einsatzbelastungen, familiären Konflikten oder Lebenskrisen. Das Angebot der evangelischen Militärpfarrämter umfasst Gottesdienste, Rüstzeiten und den Lebenskundlichen Unterricht der Bundeswehr, in dem die Soldatinnen und Soldaten ethische, gesellschaftliche und persönliche Fragestellungen reflektieren.
Unser Angebot der Beratung und Seelsorge steht allen in der Bundeswehr offen, unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Dienstgrad. Da Familien die Last des militärischen Dienstes oft mittragen, bieten wir Seelsorge auch für Angehörige von Soldatinnen und Soldaten an.
Die evangelischen Militärpfarrerinnen und Militärpfarrer verpflichten sich bei ihrer Arbeit zur absoluten Verschwiegenheit, auch gegenüber Kameraden und Vorgesetzten.
Die Geschichte der Militärseelsorge begann 1957 mit dem Militärseelsorgevertrag der Bundesrepublik und der Evangelischen Kirche Deutschlands, der die rechtliche Basis für die Religionsausübung in der Truppe legte. Als Lehre aus der Vergangenheit stehen Militärgeistliche in Deutschland außerhalb der militärischen Befehlskette, tragen weder Waffen noch einen Dienstgrad. Diese Unabhängigkeit macht sie zu „Outstanding Insidern“: Sie sind enge Vertraute der Soldatinnen und Soldaten, ohne Teil des militärischen Systems zu sein.
Hier finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Fragen, die uns erreichen. Schauen Sie sich gern um – vielleicht ist Ihre Frage schon beantwortet.
Ein Termin für ein Seelsorge-Gespräch lässt sich unkompliziert und kurzfristig vereinbaren. Sie können Ihren zuständigen Militärgeistlichen direkt persönlich, telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Die Kontaktdaten aller Standorte finden Sie über unsere Dienststellensuche.
Niemand. Alles, was Sie mit einer Militärpfarrerin oder einem Militärpfarrer besprechen, unterliegt der seelsorglichen Schweigepflicht. Diese gilt uneingeschränkt und ohne Ausnahmen – auch gegenüber Dienststellenleitung, Vorgesetzten oder Kameraden.
Wir stehen Ihnen bei persönlichen, familiären oder dienstlichen Herausforderungen zur Seite. Typische Themen sind unter anderem Einsatz- und Dienstbelastungen, familiäre Konflikte, Einsamkeit, Trauerfälle oder akute Lebenskrisen. Manchmal hilft es auch einfach, ein vertrauliches Gespräch ohne jegliche Bewertung zu führen.
Ja. Militärgeistliche helfen unabhängig von Ihrer Religionszugehörigkeit oder Konfession. Das Ziel der Gespräche ist nicht Missionierung, sondern eine verlässliche Begleitung, Unterstützung und Orientierungshilfe in allen Lebenslagen.
Ja. Der Dienst in den Streitkräften fordert immer die gesamte Familie. Daher ist die Seelsorge für Angehörige fest im Angebot verankert. Partner, Kinder oder Eltern von Soldatinnen und Soldaten können die Beratungsangebote der evangelischen Militärpfarrämter ebenso kostenfrei und streng vertraulich in Anspruch nehmen. Sowohl im normalen Dienstalltag als auch bei Übungen und Einsätzen.
Gottesdienste werden regelmäßig an den Standorten und in Auslandseinsätzen gefeiert – in Kasernenkapellen, nahegelegenen zivilen Kirchen oder „Open Air“ unter dem Birkenkreuz. Die genauen Termine hängen vom jeweiligen Standort ab. Sie hängen in den Kasernen aus oder können im Militärpfarramt erfragt werden.
Rüstzeiten sind mehrtägige, von den evangelischen Militärpfarrämtern organisierte Veranstaltungen, die als dienstliche Bildungsmaßnahmen anerkannt sind. Sie stehen allen Soldatinnen und Soldaten des jeweiligen Standorts und ihren Familien offen. Im Fokus stehen Austausch, ethische Reflexion und Erholung abseits des Dienstalltags. Die Anmeldung erfolgt über das zuständige Standortpfarramt und erfordert die Genehmigung der Vorgesetzten, wenn Sie für die Teilnahme Sonderurlaub in Anspruch nehmen wollen.
Der LKU befasst sich mit ethischen, moralischen und gesellschaftlichen Fragestellungen des Soldatenberufs. Er ist kein kirchliches Angebot, wird jedoch in der Praxis von Militärgeistlichen erteilt, die als staatliche Lehrkräfte agieren. Alle Soldatinnen und Soldaten nehmen am Lebenskundlichen Unterricht teil – unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft.
Unsere Militärpfarrerinnen und Militärpfarrer begleiten die Truppe in die Einsatzgebiete der Bundeswehr. Sie sind im Camp erreichbar, feiern Gottesdienste unter Einsatzbedingungen und stehen rund um die Uhr für vertrauliche Gespräche bereit. Auch nach der Rückkehr unterstützen wir bei der Nachbereitung im Heimatland.
Militärgeistliche sind zivile Bundesbeamte mit einem kirchlichen Auftrag. Sie tragen im Dienstalltag in der Heimat bewusst keine Uniform und keinen Dienstgrad, weil sie in keiner militärischen Befehlskette stehen. Diese Sonderstellung macht sie zu „Outstanding Insidern“: Sie kennen den Dienstalltag der Truppe genau, stehen aber außerhalb des militärischen Systems.
Von El Paso in Texas bis Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern, von Flensburg in Schleswig-Holstein bis Sigonella auf Sizilien: Die evangelische Militärseelsorge ist immer da, wo Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst leisten. Alle Dienststellen der Evangelischen Militärseelsorge finden Sie auf der Übersichtskarte und gleich darunter verlinkt.
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