Waldbrand im Gebirge: Die Bundeswehr unterstützt bei Löscharbeiten in Bayern
- Datum:
- Ort:
- Ruhpolding
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Seit dem vergangenen Wochenende brennt es auf dem Saurüsselkopf nahe dem bayerischen Ruhpolding auf einer Fläche von mehr als 50 Hektar. Das Feuer bedroht auch ein Trinkwasserschutzgebiet in der Region. Die Bundeswehr hilft bei den Löscharbeiten.
Symbolbild: Ein Transporthubschrauber CH-53 fliegt mit einem gefüllten Wasserbehälter Smokey zur Waldbrandbekämpfung
Bundeswehr/Anne WeinrichAufgrund des schwer zugänglichen Geländes kann der Waldbrand nur aus der Luft bekämpft werden. Die Bundeswehr unterstützt seit dem 5. Mai 2026 die Löscharbeiten in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Bergrettung und weiteren Blaulichtorganisationen. Derzeit sind mehrere Hubschrauber CH-53 aus Laupheim und NH-90 aus Niederstetten im Einsatz. Sie bringen Löschwasser dorthin, wo die Einsatzkräfte am Boden an ihre Grenzen stoßen. Das Ziel: Die Flammen einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Voraussetzung für die Hilfe der Bundeswehr nach Artikel 35 des Grundgesetzes ist ein Amtshilfeantrag der zuständigen Behörde. Das Landratsamt Traunstein hatte diesen am gestrigen Montag beim Landeskommando Bayern gestellt. Nach einer rechtlichen Prüfung und der Abfrage verfügbarer Ressourcen wurde das Ersuchen noch am Abend im Operativen Führungskommando der Bundeswehr genehmigt und gleichzeitig die angeforderte Unterstützung innerhalb der Bundeswehr beauftragt.
Die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr bei den Löscharbeiten erfolgen unter Federführung der lokalen zivilen Einsatzkräfte. Denn die Zuständigkeit für den Katastrophenschutz und den Brandschutz liegt bei den Ländern und Kommunen. Die Bundeswehr darf aus verfassungsrechtlichen Gründen nur nach einem Amtshilfeersuchen der zivilen Behörden tätig werden und hält auch keine speziellen Ressourcen für Amtshilfeeinsätze bereit.
von Franziska Dietrich