RSC2026
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Hamburg ist Deutschlands größter Seehafen und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Norden. Hafenanlagen, Schienenwege, Autobahnen und Flughafen verbinden die Hansestadt mit Deutschland, Europa und der Welt. Was im Alltag für Handel und Mobilität von Bedeutung ist, wird im Krisen- oder Verteidigungsfall auch für die Verlegung und Versorgung militärischer Kräfte entscheidend. Die Hansestadt übernimmt damit eine wichtige Funktion innerhalb der Drehscheibe Deutschland. Wenn im Bündnisfall große Mengen an Personal, Fahrzeugen und Material durch Deutschland in Richtung NATO-Ostflanke verlegt werden müssen, treffen militärische Anforderungen auf zivile Infrastruktur. Verkehrswege müssen nutzbar bleiben, Transporte koordiniert, kritische Infrastruktur geschützt und Verwundete versorgt werden.
Genau dieses Zusammenspiel stand bei Red Storm Charlie 2026 im Mittelpunkt. Vom 24. bis 26. September 2026 übten in Hamburg rund 1.700 Menschen aus Bundeswehr, Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen gemeinsam. Etwa 500 Soldatinnen und Soldaten und rund 1.200 zivile Kräfte waren beteiligt. Rund 60 zivile Partner wirkten an der Übung mit. Dabei wurden verschiedene Szenarien beübt: Drohnen bedrohen einen militärischen Transport im Hafen, ein Gefahrstoffaustritt fordert Rettungskräfte, ein Zug wird sabotiert, Verwundete erreichen per Hubschrauber den Hamburger Flughafen und ein SAR-Hubschrauber wird zum Ziel eines Sabotageversuchs.
Was wie eine Reihe einzelner Einsatzlagen erscheint, hatte ein gemeinsames Ziel: militärische und zivile Abläufe so miteinander zu verzahnen, dass sie in der Krise funktionieren. „Das Besondere an dieser Übung ist, dass uns die zivilen Teilnehmenden in der Anzahl mittlerweile überholt haben“, sagte Kapitän zur See Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, während der Übung.