Inhalt
Unterstützungsbereich
An Autos und Panzern

Das Y-Kennzeichen der Bundeswehr-Fahrzeuge

Ausrüstung und Technik

Das Y-Kennzeichen der Bundeswehr-Fahrzeuge

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Auf Autokennzeichen steht M für München, L für Leipzig, Z für Zwickau – und Y für Bundeswehr. B schied ja aus wegen Berlin. Aber warum nicht BW? Warum ist es ausgerechnet das Y geworden?

Ein Militärfahrzeug mit Y-Kennzeichen steht bei einer Übung eingereiht im Gelände.

Eindeutig: Militärfahrzeuge mit einem Y auf dem Kennzeichen gehören zur Bundeswehr. BW war bei der Gründung der Truppe schon vergeben.

Bundeswehr/Lars Koch

Die meisten Fahrzeuge der Bundeswehr fallen nicht nur durch ihre Farbe oder Größe, sondern auch durch ihre Kennzeichen im öffentlichen Straßenverkehr auf. Denn alle führen den Buchstaben Y und eine meist sechsstellige Zahlenkombination auf dem Nummernschild.

X oder Y? Die Geschichte des Bw-Kennzeichens

Als die Bundeswehr im Jahr 1955 gegründet wurde, brauchten die neuen Militärfahrzeuge eine einheitliche Kennzeichnung. Das naheliegende „BW“ war da aber schon vergeben, nämlich an die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der spätere Brigadegeneral Kurt Vogel, der als Kfz- und Instandsetzungsexperte zu den Gründervätern der Truppe gehörte, hatte die Wahl zwischen dem X und dem Ypsilon. Seine Entscheidung fiel dann auf das Letztere.

Ausgegeben werden alle diese Schilder bis heute zentral durch das Zentrum für Kraftfahrwesen der Bundeswehr in Rheindahlen, einem Stadtteil von Mönchengladbach. Die sechsstellige Zahlenkombination hinter dem „Y“ wird absolut willkürlich und rein fortlaufend zugeteilt. Somit lassen die Kennzeichen weder Rückschlüsse auf den Fahrzeugtyp noch auf die Einheit oder den Standort zu. Einstellige Sonderkennzeichen sind hingegen den Inspekteuren vorbehalten. So ist der Generalinspekteur der Bundeswehr als ranghöchster Soldat traditionell mit dem Kennzeichen Y-1 unterwegs.

Y-Kennzeichen mit taktischen Besonderheiten

Die Kennzeichen der Bundeswehr, insbesondere die der taktischen Einsatzfahrzeuge, weisen noch einige weitere Besonderheiten auf. Zu Tarnungszwecken sind die Schilder matt und reflektieren kein Licht in der Dunkelheit. Außerdem haben Bundeswehr-Kennzeichen auf der linken Seite die deutschen Nationalfarben anstelle des auf zivilen Fahrzeugen üblichen Europabanners. Auch die Plakette der Haupt- und Abgasuntersuchung sucht man bei Bundeswehr-Fahrzeugen vergebens. Die technische Überprüfung liegt in der Hand der Bundeswehr selbst, und die entsprechende Plakette kommt direkt von der Bundeswehr-Zulassungsstelle. Lediglich bei den handelsüblichen Dienst-Pkw vom Fuhrparkdienstleister der Bundeswehr sind auch reguläre Prüfplaketten möglich.

Eine Grafik in der das Y Kennzeichen der Bundeswehr erklärt ist
Bundeswehr

Ein weiterer Unterschied betrifft die Schriftart. Während seit dem 1. November 2000 alle neu zugelassenen zivilen Fahrzeuge in Deutschland die sogenannte fälschungserschwerende FE-Schrift tragen, werden die Y-Kennzeichen weiterhin nach der alten, markanten DIN-1451-Schriftart geprägt. Das „X“, das es 1955 nicht auf die Bundeswehr-Nummernschilder geschafft hat, wurde schließlich trotzdem vom Militär genutzt. Es wird mit einer vierstelligen Zahlenfolge für Fahrzeuge von internationalen Hauptquartieren der NATO mit Sitz in Deutschland verwendet.

von Dennis Püschel

Das Y-Kennzeichen der Bundeswehr-Fahrzeuge

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Mehr zum Thema

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung