Keen Sword – Rettungskette im Indo-Pazifik
Deutsche Sanitätskräfte üben mit Japan und weiteren Partnern die Versorgung und Evakuierung Verwundeter von Okinawa bis Tokio.
Das Luftlanderettungszentrum (LLRZ) Spezialeinsatz war innerhalb weniger Stunden auf der Iruma Air Base aufgebaut. Vom Röntgenbild bis zur OP können in der dort betriebenen Role 2 Verwundete intensivmedizinisch und chirurgisch erstversorgt werden.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Neben Verwundetendarstellerinnen und -darstellern kommen auch Übungspuppen zum Einsatz, an denen Behandlungen durchgeführt werden können. Die Puppen werden dafür professionell präpariert und können echte Symptome und Verletzungen simulieren.
Bundeswehr/Roland Alpers
Auf den ersten Blick unauffällig, aber von lebenswichtiger Relevanz: Alle Verwundeten haben eine NATO Field Medical Card, auf der Verletzungsmuster und bereits erfolgte Behandlungen dokumentiert sind. So gehen wichtige Informationen nicht verloren.
Bundeswehr/Roland Alpers
Die Role 2 verfügt über ein eigenes Röntgengerät. Die entsprechenden Bilder können direkt auf einem Laptop ausgewertet und so beispielsweise innere Verletzungen ausgeschlossen oder bestätigt werden. Diese Informationen können im Zweifel Leben retten.
Bundeswehr/Roland Alpers
Von Kitteln und Masken bis Pflaster und Verbände: Während einer Übung – und auch im Ernstfall – werden große Mengen an Verbrauchsmaterial benötigt, um auch über einen längeren Zeitraum sicher und hygienisch arbeiten zu können.
Bundeswehr/Roland Alpers
Gute Lichtverhältnisse sind bei der Verwundetenversorgung wichtig. Im Luftlanderettungszentrum Spezialeinsatz werden dafür Lichtteppiche mit LED-Leuchten verwendet. Sie sind leicht, energiesparend und lassen sich einfach verpackt transportieren.
Bundeswehr/Roland Alpers
Besteht der Verdacht einer Kontamination mit einem biologischen Kampfstoff, kommt der oder die Verwundete in den Isolator. So wird verhindert, dass ein Erreger nach außen dringt – während gleichzeitig eine intensivmedizinische Versorgung möglich ist.
Bundeswehr/Roland Alpers
Im Labor können Blut und andere Proben entnommen und unmittelbar ausgewertet werden. So kann etwa eine lebensrettende Entgiftung zeitnah eingeleitet werden.
Bundeswehr/Roland Alpers
In der sogenannten Glove Box können potenziell gefährliche biologische Proben sicher und steril bearbeitet werden. Dafür hat die Box eine Schleuse und Handschuheingriffe, über die die Probe untersucht und inaktiviert werden kann.
Bundeswehr/Roland Alpers
Die ShinMaywa US-2 ist ein amphibisches Such- und Rettungsdienstflugzeug, das auch von der japanischen Marine genutzt wird. Sie kann auf dem Wasser landen und Verwundete aufnehmen oder an ein Rettungsboot auf dem Wasser übergeben.
Bundeswehr/Roland AlpersVon der taktischen Verwundetenversorgung im Gefecht bis zur lebensrettenden Operation: Zur multinationalen Übung Keen Sword in Japan brachten die Kräfte des Sanitätsdienstes der Bundeswehr einige Tonnen an Material aus Deutschland mit. Die Ausstattung reichte von einfachen Verbänden über medizinische Instrumente bis zu hochsensiblen technischen Geräten.