Bundeswehr bei Olympia 2026
Berichterstattung zu den XXV. Olympischen Winterspielen und den 76 Athletinnen und Athleten der Spitzensportförderung der Bundeswehr.
Wenn am 6. März 2026 die XIV. Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo eröffnet werden, ist auch die Bundeswehr wieder mit dabei. Denn zur nationalen Spitzensportförderung gehört auch der paralympische Sport. Gefördert werden nur Sportlerinnen und Sportler, sondern auch die begleitenden Guides.
Die Bundeswehr unterstützt Team Deutschlands bei den XIV. Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Sechs Sportsoldatinnen und -soldaten der Bundeswehr treten als Guides an.
IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Behindertensport auf Weltklasseniveau ist nur in einem starken Team möglich: Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium der Finanzen realisiert die Bundeswehr die „Duale Karriere-Individualförderung“ (DK-IDuale Karriere-Individualförderung) für den nationalen paralympischen Sport. Mit bis zu 30 Förderplätzen leistet die Bundeswehr einen bedeutenden Beitrag.
Im Verteidigungsressort werden über die DK-IDuale Karriere-Individualförderung bisher nur paralympische Athletinnen und Athleten in Sommersportarten gefördert. Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen können sie nicht als Soldatinnen und Soldaten eingestellt werden, sondern erhalten eine monatliche finanzielle Zuwendung. Als Teil der Spitzensportförderung der Bundeswehr und damit im Soldatenstatus werden jedoch sogenannte Guides für sehbehinderte Athletinnen und Athleten in den Sportarten Ski Nordisch und Ski Alpin gefördert. Auch einsatzgeschädigte Soldatinnen und Soldaten werden gefördert, beispielsweise in der Sportart Schießen.
Voraussetzungen für die Aufnahme in die DK-IDuale Karriere-Individualförderung-Förderung sind ein A-Bundeskaderstatus (Medaillenaspirant Paralympische Spiele, Platz 1 bis 8 bei Weltmeisterschaften) und die sportfachliche Befürwortung der Förderungswürdigkeit durch den Deutschen Behindertensportverband gegenüber dem Bundeskanzleramt. Die Förderung mit Jahresverträgen folgt einer Bestenauslese. Die DK-IDuale Karriere-Individualförderung-Ressorts leisten somit einen wesentlichen gesamtstaatlichen Beitrag für verbesserte Rahmenbedingungen des Sports von Menschen mit Behinderung.
Bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo treten insgesamt sechs Bundeswehrsportlerinnen und -sportler als Guides an. Die zwei Sportsoldatinnen und vier Sportsoldaten begleiten blinde Para-Athletinnen und -Athleten im Nordischen Skisport und Ski Alpin. Ohne die Guides geht es nicht, denn sie führen sehbehinderte Spitzensportlerinnen und Spitzensportler über die Wettkampfstrecke. Sie sind langjährige Trainingspartner und Vertraute.
Langlaufweltmeister und Feldwebel Robin Wunderle der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau nimmt in der Funktion als Guide und Begleitläufer bereits zum zweiten Mal an den Paralympischen Winterspielen teil. Vor vier Jahren in Peking startete er im Duo mit Nico Messinger und beendete mit ihm alle vier Wettbewerbe im Langlauf und Biathlon mit Top-10-Platzierungen. Diesem Winter soll der Sprint aufs Podium drin sein.
Die Guides der Bundeswehr spielen in Mailand und Cortina eine zentrale Rolle. Sie führen sehbehinderte Parasportler über die Wettkampfstrecke. Ohne diese Teamarbeit wäre eine Teilnahme der Parasportlerinnen und -sportler nicht möglich.
IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Marcus HartmannDie XIV. Paralympischen Winterspiele sind das bedeutendste sportliche Großereignis für Menschen mit körperlicher Behinderung. 2026 werden sie vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d’Ampezzo ausgetragen. Sie feiern damit nicht nur ihr 50-jähriges Bestehen, sondern finden nach Turin 2006 auch zum zweiten Mal in Italien statt.
Gut 670 Athletinnen und Athleten des internationalen Behindertensports kämpfen in 79 Wettbewerben in den sechs Sportarten Ski-Alpin, Skilanglauf, Biathlon, Snowboardfahren, Rollstuhlcurling und Para-Eishockey um Medaillen. Das „Team D Para“ ist mit rund 40 Athletinnen und Athleten fast doppelt so stark aufgestellt wie bei den letzten Winterspielen 2022 in Peking. Deutschland wird an allen Wettbewerben bis auf Rollstuhlcurling teilnehmen. Die zahlreichen Qualifikationen sind schon jetzt ein Achtungserfolg.
| Funktion | Name | Vorname | Dienstgrad | Sportfördergruppe | Parasportler/-in |
|---|---|---|---|---|---|
Guide Ski nordisch | Wunderle | Robin | Feldwebel | Todtnau | Nico Messinger |
Guide Ski nordisch | Krasman | Christian | Stabsunteroffizier (FAFeldwebelanwärter) | Todtnau | Leonie Walter |
Guide Ski nordisch | Baumann | Florian | Hauptgefreiter | Todtnau | Linn Kazmaier |
Guide Ski nordisch | Weiß | Emily | Gefreiter | Todtnau | Johanna Recktenwald |
Guide Ski Alpin | Holzmann | Johanna | Oberfeldwebel | Sonthofen | Maya Fügenschuh |
Guide Ski Alpin | Wilke | Jeremias | Hauptgefreiter | Sonthofen | Alexander Rauen |
Als Teil der deutschen Mitgliedschaft im internationalen Militärsportverband CISMConseil International du Sport Militaire (Conseil International du Sport Militaire) treibt die Bundeswehr aktiv die Intensivierung und Verstetigung von Sportveranstaltungen für verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen und Soldaten voran.
So werden beispielsweise im Juni 2026 bei den 5. Militärweltmeisterschaften im Bogenschießen an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf Para-Wettbewerbe gleichwertig in das Wettkampfprogramm einbezogen. Im Jahr 2027 ist bei den 8. CISMConseil International du Sport Militaire Militärweltspielen in Charlotte (USA) sogar in bis zu sechs Sportarten die Integration von deutschen einsatzgeschädigten Soldatinnen und Soldaten vorgesehen.
von Julia Richter E-Mail schreiben