Cyberspace: Ausbildung ukrainischer IT-Admins
- Datum:
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- Strausberg
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Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt sich, wie moderne Methoden der Kriegführung mit altbewährten vereint werden. So sind auch Cyberangriffe zu einem integralen Bestandteil der russischen Strategie geworden. Aus diesem Grund werden bei der europäischen Ausbildungsmission EUMAM UA ukrainische Soldatinnen und Soldaten auch zu IT-Admins ausgebildet.
Gesicherte Kommunikationssysteme sind eine essenzielle Voraussetzung militärischer Führungsfähigkeit. Den Aufbau und Betrieb solcher Netzwerke lernen ukrainische Kräfte bei der EU-Ausbildungsmission EUMAM UA.
Zerstörte Städte, Minenfelder, Schützengräben – die Folgen dieses Kriegs zeichnen die Menschen und das Land. Doch nicht jeder Angriff hinterlässt Spuren, die auf den ersten Blick erkennbar sind. Einige stellen sich still und nahezu unsichtbar für die Außenwelt dar, obwohl die Auswirkungen teilweise über die Landesgrenze hinausgehen. Denn im Cyberraum kämpfen ukrainische Soldatinnen und Soldaten Tag für Tag darum, die Führungsfähigkeit des Militärs aufrechtzuerhalten, geheime Daten zu schützen und Angriffe auf die kritische Infrastruktur zu verhindern.
Bereits seit der Annexion der Krim im Februar 2014 hat Russland vermehrt Cyberangriffe auf ukrainische Netzwerke durchgeführt. Mittlerweile konnte die Ukraine die Sicherheit und Resilienz wichtiger Netzwerke mithilfe ziviler und militärischer Verbündeter deutlich stärken. Auch wenn dadurch nun zahlreiche Cyberangriffe abgewehrt werden können, stellen diese weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung dar. In militärischen Netzwerken können nicht nur sensible Daten ausspioniert, sondern auch wichtige Kommunikationswege gestört werden. Seit Beginn der EU-Ausbildungsmission EUMAM UA werden daher regelmäßig ukrainische Soldatinnen und Soldaten nach Deutschland geschickt, um von IT-Fachleuten der Bundeswehr ausgebildet zu werden.
von ST-C Public Affairs