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Späher am Himmel – Aufklärungszug mit ALADINAbbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich im Einsatz

Anerkannte Missionen
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
3 MIN

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Jedes Panzerbataillon in Deutschland verfügt über einen Aufklärungs- und Verbindungszug. Er ist das wesentliche Element für den Kampftruppenverband zur Aufklärung und Informationsgewinnung und wird direkt durch den Bataillonskommandeur in seinem Verantwortungsbereich eingesetzt. So auch von Oberstleutnant Hagen Ruppelt, dem Kommandeur des Panzerbataillons 414 aus dem niedersächsischen Lohheide. Aktuell ist sein Verband jedoch mit der Führung der EFP-Battlegroup in Litauen beauftragt.

Es verwundert nicht, dass Oberstleutnant Hagen Ruppelt auch bei EFP auf seinen angestammten Aufklärungs- und Verbindungszug zurückgreift. Der Zug verfügt über zwei Aufklärungsgruppen, deren Aufgabe es ist, unmittelbar vor den eigenen Kräften Räume und Grenzen zu überwachen und aufzuklären. Der Bataillonskommandeur kann somit das Vorgehen des Feindes besser erkennen um dann im Gefecht die richtigen Entscheidungen zum Einsatz seiner Hauptkräfte treffen. Weiterhin besteht der Aufklärungs- und Verbindungszug aus einer Erkundungsgruppe, die im Vorfeld eines Gefechtes die landschaftlichen Gegebenheiten vorerkundet, sowie einer Verbindungsgruppe, die jederzeit die Verbindung zwischen dem Kommandeur und seinen unterstellten Kampfkompanien auch in intensiven Gefechtssituationen gewährleistet. 

Der Jungfernflug 

Ein Soldat setzt eine Drohne aus verschiedenen Einzelteilen zusammen

Auf Befehl setzt der Startersoldat die Aufklärungsdrohne zusammen. Innerhalb von nur fünf Minuten ist sie einsatzbereit.

Bundeswehr/Pascal Warner

Die Aufklärungsgruppen des Aufklärungs- und Verbindungszuges bereiten sich auf ihre erste Bewährungsprobe im litauischen Terrain vor. Denn in Kürze steht die erste Übung auf dem Programm. Um mögliche Feindkräfte auch aus der Luft aufklären zu können, haben sie ein besonderes Hilfsmittel aus Deutschland nach Litauen mitgebracht: Die Drohne ALADINAbbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich . Sie wird einem ersten Leistungstest im neuen Terrain unterzogen. Der Name ALADINAbbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich steht für „Abbildende luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich“. Das Fluggerät ist ohne Werkzeuge leicht zerleg- und zusammensetzbar, um den Transport zu vereinfachen. Die Drohne ist innerhalb von fünf Minuten einsatzbereit und wird durch das Werfen aus der Hand oder mit Hilfe eines Gummiseils gestartet. Im Rumpf des Fluggeräts ist die jeweilige Sensornutzlast fest integriert. Je nach Lichtverhältnissen und Einsatzzweck stehen jeweils unterschiedliche Rümpfe für Tag- und Nachtsicht (Infrarot) zur Verfügung. Um das Auffinden des Fluggeräts nach der Landung bei Dunkelheit zu erleichtern, ist an der Oberseite der Nachtsicht-Rümpfe zusätzlich eine Infrarot-LED verbaut. Die Drohne fliegt mit einer Geschwindigkeit von 45 bis 90 Kilometern pro Stunde und kann eine maximale Flughöhe von bis zu 150 Metern erreichen. Ihre Reichweite beträgt fünf Kilometer und hat eine Akkulaufzeit von maximal 30 Minuten. Nach dem Wechseln der Batterie ist die ALADINAbbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich innerhalb von fünf Minuten erneut einsatzbereit und der nächste Aufklärungsauftrag kann beginnen.  

Aufklärungsergebnisse in Echtzeit

Ein Soldat sitz vor einem mobilen Bildschirm und wertet die Aufklärungsergebnisse aus

Aufklärungsergebnisse in Echtzeit. Mit dem Bediengerät steuert der Flugdienstleiter die Drohne in der Luft.

Bundeswehr/Pascal Warner

Das Herzstück des Systems ist die sogenannte Bodenkontrollstation (BKSBodenkontrollstation). Sie umfasst die Sende- und Empfangsanlage inklusive Antennenmast sowie eine Stabantenne und das Bediengerät: „Mit Hilfe des Bediengerätes, welches mit der BKSBodenkontrollstation verbunden ist, kann ich eine feste Flugroute programmieren, aber auch bei Bedarf eingreifen und die Drohne selbst per Joystick steuern. Diese Eigenschaft ist einer der großen Vorteile des Systems“, erklärt Hauptfeldwebel Andreas L., der als Flugdienstleiter und Gruppenführer im Aufklärungs- und Verbindungszug eingesetzt ist. Ihm werden Informationen über Position und Betriebszustand der Drohne während der Flugphase sekundengenau angezeigt und die optischen Aufklärungsergebnisse liegen in Echtzeit der Truppe am Boden vor.  Der Kommandeur kann dann seine Gefechtsführung entsprechend anpassen und die militärische Operation trotz der unerwarteten Lageänderung zum Erfolg führen: „Aufklärungs- und Verbindungszug - Mission accomplished!“



von Timo Radke

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