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Orts- und Häuserkampf

Panzergrenadiere trainieren in Litauen den Kampf in urbanem Gelände

Anerkannte Missionen
Datum:
Ort:
Pabrade
Lesedauer:
2 MIN

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Hinter jeder Tür könnte eine Gefahr lauern: Im Übungsdorf „Little Vilnius“ in Pabradė trainieren die Panzergrenadiere der multinationalen eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup Litauen das taktische Vorgehen in urbanem Gelände. Der Orts- und Häuserkampf steht auf dem Dienstplan.

Ein Soldat steigt über das Fenster in ein Gebäude ein. Hinter ihm stehen zwei weitere Soldaten.

Orts- und Häuserkampf: Die Panzergrenadiere verschaffen sich einen Zugang zum Gebäude

Bundeswehr/PAO eFP

Training für den Ernstfall: Vier Soldaten bewegen sich auf ein Gebäude zu, bleiben an einem Fenster kurz stehen. Nach einer kurzen, leisen Absprache wird eine Übungshandgranate durch das Fenster geworfen. Sofort nach der Detonation steigen die Soldaten zügig nacheinander durch die Fensteröffnung und dringen in das Gebäude ein. 

Die Panzergrenadiere wissen, was sie tun. Nach dem Eindringen erfolgen weitere, schnelle Befehle und Kommandos. Während die Soldaten bereits im nächsten Raum jeden Winkel kontrollieren, betreten weitere Soldaten durch die Fensteröffnung das Gebäude. 

Die ersten beiden Phasen des Orts- und Häuserkampfs, die Annäherung und der sogenannte Sturm und Einbruch, sind abgeschlossen. Der Ausbilder ist für den Moment zufrieden und unterbricht kurz die Übung.

Volle Konzentration beim Orts- und Häuserkampf

Der Orts- und Häuserkampf ist eine der schwierigsten Disziplinen der Infanterie. Die Panzergrenadiere der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup in Litauen müssen nicht nur den Kampf im Wald und im schwierigen Gelände beherrschen, sondern auch den Kampf im bebauten, städtischen Gebiet. 

Die Übungsanlage „Little Vilnius“ auf dem Truppenübungsplatz Pabradė bietet dazu beste Voraussetzungen. Die Anlage besteht aus vielen einzelnen Betonrohbauten, die einem Dorf nachempfunden sind. Hier lassen sich viele verschiedene taktische Verfahren trainieren.

Dabei wird Schritt für Schritt vorgegangen, immer vom Leichten zum Schwierigen. Die theoretischen Grundlagen und eine kurze Einweisung erfolgen anhand einer Karte direkt mit Blick ins Gelände. Danach werden an verschiedenen Stationen Inhalte praktisch vertieft. Zunächst erfolgt die Ausbildung jedes einzelnen Soldaten. Wenn die Inhalte verinnerlicht wurden, können die Einzelschützen die Abläufe so als Trupp oder Gruppe im Häuserkampf üben.

Annäherung und Einbruch werden geübt

Ein Ausbildungsabschnitt ist die taktische Annäherung. Dabei müssen sich die Soldaten gegenseitig sichern. Daher kann das Vorgehen überschlagend erfolgen: Ein Teil der Gruppe gibt Deckungsfeuer oder sichert die Bewegung des anderen Teils der Gruppe für den Fall, dass es zu Feindkontakt kommt. Dabei können auch Nebeltöpfe genutzt werden, die dem Feind die Sicht nehmen. „Nach der erfolgreichen Annäherung beginnt der Kampf im Gebäude. Hier müssen die Soldaten wohlüberlegt und konzentriert vorgehen“, so einer der Stationsausbilder.

Beim Betreten der Gebäude ist volle Konzentration gefragt. Den Soldaten wird ein hohes Maß an Koordination und Flexibilität abverlangt. Sie durchkämmen Raum für Raum und müssen dabei auch den Ablauf zum Auffinden von verwundeten oder zivilen Personen beherrschen. 

Erfolgreicher Übungstag geht zu Ende

„Übungsunterbrechung!“ Der Ausbilder ruft seine Soldaten zu einer Auswertung zusammen. „Durch direktes Feedback können die Soldaten ihr Handeln im Übungsszenario sofort anpassen und verbessern“, erklärt der Zugführer. Neben den taktischen Lerninhalten können die Grenadiere ihre Teamfähigkeit in der Stationsausbildung weiter steigern. Die erlernten Abläufe werden so immer flüssiger.

von PAO eFP

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