Der Sea Lynx: Der lange Arm seiner Fregatte
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45 Jahre lang war der Bordhubschrauber Sea Lynx Mk88A auf deutschen Fregatten nicht wegzudenken. Zwischen 1981 und 2026 erhöhte er die Reichweite, Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit der Schiffe wesentlich. Sensoren und Waffen des Helikopters waren auf seine Hauptrolle, die U-Boot-Jagd, ausgelegt.
Der Bordhubschrauber Sea Lynx war mit einem tiefenvariablen Sonar für aktive und passive Ortung ausgerüstet. Zudem konnte er Torpedos der Typen Mk46 oder MU90 zum Angriff auf gegnerische U-Boote tragen. Seine Crew bestand in der Regel aus drei Soldaten und Soldatinnen: dem Piloten, dem Copiloten und einem Operator, der das Sonar bediente. Um die jeweils zwei Helikopter zu fliegen und zu warten, waren auf einer Fregatte insgesamt 18 Marineflieger an Bord.
Der Sea Lynx diente als Bordhubschrauber auf Fregatten der Marine. Ausrüstung und Bewaffnung waren auf die U-Boot-Jagd ausgelegt, aber auch Seeraumüberwachung, Personal- und Materialtransport sowie Seenotrettungen gehörten zu seinen Fähigkeiten.
Bei der Jagd auf U-Boote hatte einer der beiden Sea Lynx das Sonar an Bord, um weit entfernt vom Schiff nach einem Ziel zu suchen. Von der Fregatte in ein ungefähres Zielgebiet gelenkt, schwebte dieser „Dipper“ genannte Helikopter über dem wahrscheinlichen Kontakt und tauchte hier seinen Sensor ins Wasser. Der zweite U-Jagd-Hubschrauber, das „Pony“, trug zwei Torpedos und wartete in der Nähe – bis er den Befehl zum Waffeneinsatz bekam.
Zu den Nebenaufgaben des Sea Lynx zählte einerseits der Bereitschaftsdienst als Rettungshubschrauber, um über Bord gegangenen Personen zu helfen. Andererseits transportierte der Sea Lynx Personal und Material, zum Beispiel zwischen den Schiffen eines Verbandes. Hinzu kam die Aufgabe, Boarding-Teams auf fremde Schiffe zu bringen. Für diese Rolle war einer der beiden Boarding-Hubschrauber in der Regel mit einem schweren Maschinengewehr ausgerüstet, um dem anderen und dem Team Feuerschutz geben zu können.