Wehrtechnische Erprobung

Erstmals Drohne aus Transportflugzeug A400M gestartet

Erstmals Drohne aus Transportflugzeug A400M gestartet

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Am 15. November 2022 wurde in Deutschland erstmals ein unbemanntes Begleitflugzeug (Remote Carrier) erfolgreich aus einem Transportflugzeug A400M gestartet und ging danach in den kontrollierten Eigenflug über. Das Erprobungsgeschehen fand im gesperrtem Luftraum über der Ostsee am Truppenübungsplatz Todendorf statt.

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Die Herausforderung: Nach dem Absetzen der Drohne müssen deren Triebwerke gestartet und die Steuerung des Fluggerätes vom Boden aus übernommen werden.
Transkription des Videos

Die Tests wurden durch die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTDWehrtechnische Dienststelle 61) in Manching in enger Zusammenarbeit mit der Firma Airbus durchgeführt. 

Future Combat Air System erfordert neue Fähigkeiten 

Die Erprobung erfolgte als Demonstratorversuch im Rahmen des Projektes „Future Combat Air System - FCASFuture Combat Air System“, dem zukünftigen Systemverbund luftgestützter bemannter und unbemannter Waffensysteme. 
Deutschland, Frankreich und Spanien entwickeln dieses Luftkampfsystem gemeinsam. Es soll aus bemannten Mehrzweckkampfflugzeugen, unbemannten Begleitflugzeugen sowie neuen Waffen- und Kommunikationssystemen bestehen. Transportflugzeuge wie der A400M fungieren dabei als Force Multiplier, also „Kraftverstärker“ und Reichweitenverlängerer für die Remote Carrier.

Sorgfältige Vorbereitungen führten zum Erfolg

Innerhalb der über Monate andauernden Vorbereitungen für die wichtige Erprobung mussten eine Vielzahl von formalen Grundlagen geschaffen und eine Reihe von Abstimmungen mit Stellen innerhalb und außerhalb der Bundeswehr erfolgen. Erste Vorerprobungen zum sicheren Absetzen aus einem A400M fanden bereits im Jahr 2021 statt. Die sorgfältige Planung und Vorgehensweise stellten den erfolgreichen Abschluss dieser Flugerprobung sicher.

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