BAAINBw
Das BAAINBw hat seinen Hauptsitz in Koblenz und steht an der Spitze des Organisationsbereichs AIN.
Informationen effektiv und sicher übertragen – und das weltweit: Mit der Beschaffung neuer Kommunikationssatelliten für rund 2,2 Milliarden Euro stellt die Bundeswehr sich noch leistungsfähiger auf. Im Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, kurz BAAINBw, wurde nun der entsprechende Vertrag geschlossen.
Mit der Unterschrift wird die Beschaffung der neuen Satelliten besiegelt: Der zivile Vizepräsident des BAAINBw, Ralph Herzog (l.), und ein Vertreter der Firma Airbus Defence and Space GmbH trafen sich dazu in Koblenz
Bundeswehr/Dirk BannertDie Firma Airbus Defence and Space GmbH liefert als Hauptauftragnehmer die neuen Kommunikationssatelliten der Bundeswehr. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hatte das Vorhaben bereits Ende Juni gebilligt.
Das neue System der Satellitenkommunikation der Bundeswehr (SATCOMBw) der Stufe 3 wird die Satelliten COMSATBw 1 und 2 ablösen. Diese befinden sich derzeit in 36.000 Kilometern Höhe auf einer geostationären Umlaufbahn. Ein wesentlicher Vorteil von geostationären Kommunikationssatelliten ist die hohe Abdeckung der Erdoberfläche mit wenigen Satelliten. Da die Lebensdauer von Satelliten auf rund 15 Jahre begrenzt ist, müssen diese nach Ablauf der Zeit ausgetauscht werden. Die beauftragten Nachfolgesatelliten sind deutlich leistungsfähiger.
Auf dem neuesten Stand der Technik: die neuen Kommunikationssatelliten des SATCOMBw-Systems
Airbus Defence and Space GmbHMithilfe der Satelliten wird sichergestellt, dass sich die deutschen Einsatzkräfte weltweit verständigen können. Das ist enorm wichtig, um beispielsweise die eigenen Einsatzkontingente, Truppen und Spezialkräfte zu führen und diese wie auch Bündnispartner mit Informationen zu versorgen. Die Satellitenkommunikation der Bundeswehr ist für autarke und eigenverantwortlich einsetzbare Kommunikations- und Informationsdienste also unverzichtbar und trägt einen bedeutenden Anteil zur nationalen Sicherheit bei. Auch für den Einsatz innerhalb der NATO ist das neue System geeignet.
„Mit den zukünftigen Kommunikationssatelliten ist die Bundeswehr auf dem neuesten Stand der Technik. Im Zeitalter der Cyber-Kriegsführung ist das wichtiger denn je“, sagte Ralph Herzog, ziviler Vizepräsident des BAAINBw, bei der Vertragsunterzeichnung. Mit dem System werde die Bundeswehr über ein unabhängiges und kriegstüchtiges Satellitenkommunikationssystem verfügen.
von Sarah Stein