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Ein Wetterberater für Mali-Oberleutnant Kalifa Diarra

Ein Wetterberater für Mali-Oberleutnant Kalifa Diarra

Datum:
Lesedauer:
2 MIN

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Das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBwZentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr) mit seinem  Ausbildungs- und Schulungszentrum in Fürstenfeldbruck bildet die Wetterexperten für die Bundeswehr aus. Auch ausländische Lehrgangsteilnehmer lassen sich hier für ihr Heimatland ausbilden. Einer von ihnen ist Oberleutnant Kalifa Diarra aus Mali. Er will nach seiner Zeit in Fürstenfeldbruck als Wetterberater in der malischen Armee arbeiten.

Portraitbild eines Mannes

Sein Ziel: Wetterdaten für die malische Armee sammeln und analysieren

Bundeswehr/Christian Behrens

„Ich habe ein Ziel zu erreichen - für Mali!“, sagt Oberleutnant Kalifa Diarra und guckt dabei sehr entschlossen. Sein Ziel ist, in Deutschland zum Wetterberater ausgebildet zu werden. Dafür hat ihn sein Land zum zweiten Mal nach Fürstenfeldbruck geschickt. Bei seinem ersten Aufenthalt absolvierte er seinen Offizierlehrgang  an der Offizierschule der Luftwaffe. Jetzt wird er im Ausbildungs- und Schulungszentrum des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBwZentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr) zum Wetterberater ausgebildet. „Ich werde später in Mali einer von wenigen sein, der solch eine Qualifikation hat“, erklärt Diarra. „Deswegen ist es dann auch meine Aufgabe, für die malische Armee einen Wetterdienst mit aufzubauen.“


ITInformationstechnik-Experte und Wetterberater

Zwei Studenten sitzen an einem Tisch und arbeiten

Ausländische und deutsche Studenen an einem Tisch

Bundeswehr/Christian Behrens


Montagmorgen: Kalifa Diarra sitzt in einem Schulungsraum und beschäftigt sich mit Wetterkarten. Nach einem Deutschlehrgang beim Bundessprachenamt in Hürth hat er gute Voraussetzungen, dem Unterricht zu folgen. „Eine Herausforderung ist es schon für mich, aber meine Kameraden und Lehrer unterstützen mich, wo sie können“, sagt Diarra. Bis zu vier ausländische Soldaten werden pro Jahr im Bereich Wetterkunde ausgebildet. Diese Form der militärischen Ausbildungshilfe ist bisher sehr erfolgreich. „Die ausländischen Studenten sind hier gut integriert. Für fast zwei Jahre wohnen, lernen und feiern sie zusammen mit ihren deutschen Kameraden“, erklärt Oberstleutnant Dr. Detlef Kurth. Er ist der Verantwortliche für den Bereich Lehre/Ausbildung beim ZGeoBwZentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck. 


Karriereschub mit deutschem Studium

Schild und Eingang eines Gebäudes

Der Campus vom ZGeoBwZentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck

Bundeswehr/Christian Behrens


Kalifa Diarra muss die gleichen Leistungen bringen, wie seine deutschen Kameraden. „Ein deutsches Studium ist sehr viel wert in Mali. Damit kann man bei uns richtig Karriere machen“, sagt Diarra. Der 35-Jährige freut sich auf die guten Zukunftschancen. Er freut sich aber auch darauf, nach Jahren in Deutschland endlich wieder nach Hause zu kommen. Dort warten seine Frau und seine drei Kinder auf ihn. Er wird ihnen viel zu erzählen haben von Deutschland. Auch von der komischen Sache mit der deutschen Pünktlichkeit. Wenn Oberleutnant Kalifa Diarra darüber redet, schüttelt er verwundert den Kopf: „In Mali sind wir sehr pünktliche Menschen. Wenn wir uns um acht Uhr verabreden, sind wir Punkt acht Uhr da. Die Deutschen dagegen kommen meistens zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit und meinen dann, die Pünktlichen seien eigentlich zu spät. Das ist wirklich merkwürdig.“

von Christian Behrens  E-Mail schreiben

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