Heer
Sächsische Schweiz

1,8 Millionen Liter Wasser gegen die Flammen

1,8 Millionen Liter Wasser gegen die Flammen

  • Amtshilfe
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Datum:
Ort:
Sachsen
Lesedauer:
2 MIN

Wenn ein Waldbrand außer Kontrolle gerät und es nicht genug Kräfte und Kapazitäten bei der Feuerwehr gibt, bringen sie Hilfe in der Not: die Hubschrauber der Division Schnelle Kräfte (DSKDivision Schnelle Kräfte). Seit dem 26. Juli bekämpfen sie die Flammen an verschiedenen Orten. Mit über 1,8 Millionen Liter Löschwasser stellen sich die Piloten dem Flammenmeer entgegen.

Vor einer Gebirgskulisse fliegt ein grüner Hubschrauber mit einem Wasserbehälter, der sich gerade entlädt.

In der Sächsischen Schweiz wirft ein Mehrzweckhubschrauber vom Typ NHNATO-Helicopter-90 Wasser über einem brennenden Waldstück ab

Bundeswehr/Anne Weinrich

Seit zwei Wochen unterstützt die DSKDivision Schnelle Kräfte den Kampf gegen die Waldbrände in ganz Deutschland. Während sich im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster die Lage entspannt hat, wird der Einsatz in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz fortgesetzt. Die Soldatinnen und Soldaten der Division sind dort mit bis zu fünf leichten Transporthubschraubern NHNATO-Helicopter-90 sowie einem Such- und Rettungshubschrauber H145 im Einsatz. Die Transporthubschrauber sind mit sogenannten Bambi Buckets, Löschwasser-Außenlastbehältern, mit einem Fassungsvermögen von je 2.000 Litern ausgerüstet. Der Such- und Rettungshubschrauber liefert mit seinem Wärmebildgerät wertvolle Erkenntnisse zu Glutnestern und koordiniert als mobile Führungszentrale den Löscheinsatz. Bis zu 13 Hubschrauber sind gleichzeitig eingesetzt.

Beeindruckende Einsatzbereitschaft

Ein Soldat mit Pilotenhelm sitzt in der geöffneten, orangefarbenen Seitentür eines Hubschraubers, der schwebt.

Die Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 koordinieren den Einsatz mit ihren Wärmebildgeräten

Bundeswehr/Anne Weinrich

Den Unterstützungsauftrag zum Löschen der Waldbrände erhielt die Division vergangene Woche. Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Dirk Faust, war zu diesem Zeitpunkt zur Dienstaufsicht beim Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten. „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie schnell die Techniker die Hubschrauber einsatzbereit waren und sich die Besatzungen fertiggemacht haben, um die unterschiedlichen Löscheinsätze zu unterstützen“, beschreibt Faust seine Eindrücke vor Ort. Der Kommandeur weiter: „Die Brandbekämpfung läuft bisher den Umständen entsprechend gut. Im Landkreis Elbe-Elster konnten unsere Hubschrauber wieder abrücken und lokale Kräfte kümmern sich um die restlichen Glutnester.“ Im sächsischen Bad Schandau lösche man weiter. Derzeit sei die Division auf einen Einsatz bis zum kommenden Sonntag eingestellt, so Faust.

Kein einfacher Einsatz

Unter einem fliegenden Hubschrauber ist der schwarze, völlig abgebrannte Boden zu sehen.

Ist das Feuer gelöscht, muss sich die Natur an vielen Stellen erst einmal regenerieren

Bundeswehr/Anne Weinrich

Der Einsatz gestaltet sich schwierig. Bei der anhaltenden Trockenheit haben die Flammen nicht nur leichtes Spiel weitere Landstriche abzubrennen, auch die Elbe, als naheliegender Löschwasserspeicher hat derzeit einen sehr niedrigen Pegelstand. Die mittleren Transporthubschrauber, eingesetzt von der Luftwaffe, die ebenfalls den Löscheinsatz unterstützen, können mit ihren größeren Löschwasserbehältern dort kein Wasser mehr aufnehmen.

„Umso wichtiger ist der Einsatz unserer leichten Transporthubschrauber mit ihren kleineren Löschwasserbehältern, da diese durch kurze Flugstrecken eine hohe Anzahl an Umläufen erreichen“, beschreibt ein Pilot, der aktuell in Bad Schandau eingesetzt ist. Insgesamt kommen die eingesetzten Hubschrauber bis jetzt auf über 300 Flugstunden mit mehr als 900 Umläufen. Trotz dieser hohen Belastung zeigen sich die Beteiligten weiterhin sehr motiviert: „Wenn wir gebraucht werden, sind wir da. Das ist für uns selbstverständlich.“

von Jan Volkmann

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