Ein riesiger Geländesandkasten bei Freedom Shield
85 Quadratmeter groß, verbindet er bei der Gefechtsübung in Litauen Orientierung, Führung und taktisches Verständnis.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 22. Juni 2026 die Panzerbrigade 45 „Litauen“ auf dem Übungsplatz Pabradė besucht. Dort trainieren die Soldatinnen und Soldaten bei Freedom Shield 2026 das Gefecht auf litauischem Boden – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer einsatzbereiten, dort fest stationierten deutschen Brigade an der NATO-Ostflanke.
Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas (re.) und Brigadegeneral Christoph Huber die Truppe der Panzerbrigade 45 auf dem Übungsplatz in Pabradė während Freedom Shield 2026
Bundeswehr/Mario BährDie Panzerbrigade 45 spielt eine zentrale Rolle bei der Abschreckung Russlands und beim Schutz des NATO-Bündnisgebietes. Für Freedom Shield wurden in Pabradė rund 2.900 Soldatinnen und Soldaten, darunter etwa 2.400 Deutsche, sowie rund 800 Fahrzeuge aus acht NATO-Staaten zusammengeführt.
Das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf und das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach sind seit Jahresbeginn der Brigade unterstellt. Für die Übung hatten die Kampftruppenverbände aus Deutschland auf den litauischen Truppenübungsplatz Pabradė verlegt. Die NATO Multinational Battlegroup Lithuania, ein multinationaler Kampfverband der Allianz, gehört ebenfalls zur Panzerbrigade 45. Gemeinsam zeigen die Verbände, wie ein modernes Gefecht im scharfen Schuss geführt wird.
Vor fast genau drei Jahren hatte Minister Pistorius in Litauen die Aufstellung der Brigade angekündigt. Mit dem Aufbau der Panzerbrigade 45 unterstreicht Deutschland seine Rolle als verlässlicher Partner innerhalb der NATO. Die Bundesrepublik übernimmt Verantwortung für die Sicherheit des Bündnisses und steht für die Verteidigung von Freiheit, Souveränität und territorialer Integrität.
„Freedom Shield zeigt, dass wir liefern. Wir setzen Pläne in die Realität um – und das rechtzeitig“, erklärte Pistorius während seines Besuches. Freedom Shield sendet dabei eine klare Botschaft: Die NATO ist bereit, ihr Bündnisgebiet zu schützen.
Bei Freedom Shield üben zwei Kampftruppenbataillone nacheinander im scharfen Schuss: zunächst das verstärkte Panzerbataillon 203, anschließend die Multinational Battlegroup Lithuania.
Niederländische Schützenpanzer CV90 der Multinational Battlegroup verzahnen sich entlang einer Gewässerlinie mit dem Gegner. Die Absicht: aus der Verteidigung heraus in den Gegenangriff wechseln. Artillerie, Pioniere, Luftwaffe und Panzertruppen wirken zusammen; das
„Diese Übung ist der Auftakt einer ganzen Reihe weiterer Übungen. Künftig wird die Brigade ihre Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit zweimal jährlich demonstrieren. Sie wird ihren Aufwuchs wie geplant fortsetzen und ihre volle Einsatzbereitschaft vor Ende des Jahres 2027 erreichen.“
Bei Freedom Shield lernen die Soldaten aus den Kriegserfahrungen der Ukraine. Auf dieses Kriegsbild stellt sich die Panzerbrigade 45 ein – und mit ihr die Bundeswehr. Entsprechend groß sind die Technologiesprünge, die die Truppe in Pabradė zeigt. Die Übung mache eindrucksvoll deutlich, wie Gefechte in Zukunft aussähen, so Pistorius. Das Gefechtsfeld werde transparent. Es gebe kaum noch Bereiche, die unbeobachtet blieben. Die Reaktionszeiten würden extrem kurz, gleichzeitig steige das Operationstempo. Verfügbare Informationen, schnelle Datenanalyse und digitale Führungs- und Informationssysteme würden entscheidend sein.
„All diese Erkenntnisse berücksichtigen wir bei der Transformation unserer Landstreitkräfte“, erklärte der Minister. Klar sei aber auch: „Wir werden weiterhin schwere Waffensysteme wie Kampfpanzer und Schützenpanzer benötigen, um Gelände zu nehmen, zu halten und auch gegen starken feindlichen Widerstand zu verteidigen. Gleichzeitig müssen Drohnen und elektronische Kampfführung noch stärker integriert werden.“ Begleitet wurde Pistorius von seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas.
Im Gefechtsstand werden Drohnenlagen ausgewertet. Bei Freedom Shield 2026 fließen Aufklärung, Sensorik und digitale Führung eng zusammen.
Bundeswehr/Mario Bähr
Moderne Gefechtsführung verbindet Drohnen, Sensorik, elektronische Kampfführung und digitale Lagebilder. Bei Freedom Shield wird diese Technik praktisch erprobt.
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Drohnen prägen das moderne Gefechtsfeld. Sie werden auch bei Freedom Shield 2026 eingesetzt: Sie klären auf, liefern Lagebilder....
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Brigadegeneral Christoph Huber weist Verteidigungsminister Boris Pistorius in die Lage ein
Bundeswehr/Mario Bähr
Bei Freedom Shield 2026 wird das Gefecht der verbundenen Waffen im scharfen Schuss geübt. Kampfhubschrauber Tiger, Panzertruppen und Luftwaffe kämpfen dabei zusammen.
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Verteidigungsminister Boris Pistorius (li.) hat sich mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas durch den Kommandeur der Panzerbrigade 45, Brigadegeneral Christoph Huber, in die Übung Freedom Shield 2026 einweisen lassen
Bundeswehr/Mario Bähr