Heer

Schießen, marschieren und taktisches Führen

Schießen, marschieren und taktisches Führen

  • Reserve
  • Heer
Datum:
Ort:
Cham
Lesedauer:
2 MIN

Schießen, marschieren, gutes Führen und neue Taktiken. In drei intensiven Tagen werden die Reservisten des Stabes und der Stabs- und Fernmeldekompanie der Panzerbrigade 12 im bayerischen Cham auf den aktuellen Stand gebracht. Sie verbessern ihre individuellen Fähigkeiten, ihnen werden die neue Ausrüstung und die neuen Waffen vorgestellt.

Ein Reservist hält auf einer Schießbahn eine Pistole mit beiden Händen und zielt auf eine Mannscheibe weit vor ihm.

Während der Übung in Cham absolvieren die Reservisten ein Schießtraining mit der Pistole P8. Der Verschluss ist offen und die Hülse fliegt durch die Luft.

Bundeswehr/Sascha Klenk

Die Teilnehmer der Reserveübung in der Nordgaukaserne in Cham kommen aus ganz Deutschland. Viele der ehemaligen Soldaten sind seit über 20 Jahren aktive Reservisten und nutzen regelmäßig die Chance, ihr Wissen und militärisches Können zu pflegen und zu erweitern. Bei der Begrüßung betont der stellvertretende Brigadekommandeur, Oberst Klaus-Peter Berger, die Unverzichtbarkeit der Reservisten für die Brigade und lobt ihr hohes Engagement.

Wie funktioniert das MG5?

 

Zwei Soldaten stehen hinter einem Maschinengewehr, das auf einem Tisch aufgestellt ist.

Ein Ausbilder (M.) erklärt einem Reservisten den Aufbau und die technischen Daten des Maschinengewehres MG5.

Bundeswehr/Sascha Klenk

Als Einstieg erhalten die Reservistendienstleistenden einen Überblick über die aktuelle Lage, die neue Strategie der Reserve und anstehende Übungen und Auslandseinsätze der Panzerbrigade 12. Dazu gehört auch, dass in der zweiten Jahreshälfte 540 Soldaten aus der Oberpfalz mit ihren Panzern nach Litauen verlegt werden. Zudem werden den Reservisten die neuen gepanzerten und ungepanzerten Fahrzeuge für den Einsatz vorgestellt.

Den Führungsprozess der Landstreitkräfte üben die Reservisten dann in praktischen Lagen. Das bedeutet, mit Lagekarten und Symboltafeln werden verschiedene Gefechtsszenarien durchgespielt. Mithilfe des Führungsprozesses kann ein militärischer Führer trotz der komplexen und teils unübersichtlichen Lage auf dem Gefechtsfeld schnelle, fundierte und der Situation jeweils angepasste Entscheidungen treffen.  

Das Highlight der dreitägigen Übung ist ein mehrstündiges Schießtraining mit einem abschließenden Vergleichsschießen. Damit frischen die Soldaten ihre Schießfertigkeiten am Gewehr G36 und an der Pistole P8 auf und entwickeln sie gezielt weiter. Parallel werden die Reservisten in die beiden Maschinengewehre MG3 und MG5 sowie die Maschinenpistole MP7 eingewiesen.

Ein anspruchsvoller, strammer Bergmarsch der Übungsteilnehmer durch den Bayerischen Wald von Rimbach über den Hohenbogen nach Schönblick rundet das körperliche Training, Grundanforderung an jeden Soldaten, ab.

Bei der abschließenden Schlussbesprechung bedankt sich Berger bei den Reservisten und fordert sie auf, sich auch in Zukunft zu engagieren. Denn: „Nur so ist die Kriegstüchtigkeit der Reservisten weiterhin zu gewährleisten.“

von Sascha Klenk

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