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Beschleunigte Infrastruktur

Einfache Baumaßnahme – große Wirkung

Einfache Baumaßnahme – große Wirkung

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Die Bundeswehr benötigt für ihre Auftragserfüllung passende Infrastruktur. Wenn der zusätzliche Raum neu und schnell geschaffen werden muss, etwa aufgrund von Personalaufwuchs, ermöglichen einfache Baumaßnahmen eine schnelle Umsetzung – wie beim Weltraumkommando der Bundeswehr in Uedem.

Ein rechteckiges Bauelement hängt an einem Schwerlastkran

Die ersten Modulelemente für das Stabs- und Dienstgebäude in Uedem werden angeliefert

Bundeswehr/Michael Hagenkamp


Innerhalb eines Jahres wird das für die Liegenschaft zuständige Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Münster ein bezugsfertiges Stabs- und Verwaltungsgebäude für das Weltraumkommando zur Verfügung stellen.

Bauen für die Bundeswehr – so geht’s

Möglich wird dies durch die Änderung in den Verwaltungsvorschriften für den Bundesbau (RBBau Abschnitt D). Sie ermöglicht den Bundeswehr-Denstleistungszentren des Organisationsbereiches Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (IUD) einfache Baumaßnahmen bis zu einer Höhe von sechs Millionen Euro eigenverantwortlich auszuführen. Dadurch wird die jeweilige Landesbauverwaltung entlastet. In Uedem wurde somit die Gesamtverantwortung für den Bau an das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Münster übertragen. 

Die Zukunft ist modular

Der schnelle Weg zu dem modernen Gebäude führte auch in Nordrhein-Westfalen über die modulare Bauweise. Die für Uedem beauftragte Firma stellt Elemente her, die höchsten Sicherheits- und Schutzstandards genügen – Beschusshemmung und Einbruchsschutz inklusive. Die Module werden im Neresheimer Werk mit einem hohen Ausbaugrad vorgefertigt. Das bedeutet, technische Installationen und Teile des Innenausbaus können witterungsunabhängig im Werk entstehen. Für den Schwertransport der Bauelemente auf das militärisch gesicherte Gelände des Weltraumkommandos wurden eigens temporäre Einfahrten geschaffen.

Grafische Darstellung eines langgezogenen, flachen hellen Gebäudes

Die Grafik zeigt, wie das Stabs- und Dienstgebäude einmal aussehen wird

Grafik/ADK Modulraum

Raum für das Weltraumkommando

Das neue Stabs- und Verwaltungsgebäude in Uedem besteht aus insgesamt 48 Modulen. Es bietet auf einer Nutzfläche von 1.571 Quadratmetern moderne Arbeitsbedingungen. Auf zwei Etagen befinden sich weit über 50 Diensträume, Sanitäranlagen, Teeküchen und einige Stuben. Hinzu kommen Netzwerk- und IT-Werkstatträume. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt das nachhaltige Energiekonzept. Der Neubau hat anerkannte Baukosten von rund 5,6 Millionen Euro.

Daten belegen Schnelligkeit

Von der Ausschreibung bis zur Auftragserteilung vergingen von Mai bis Oktober 2025 lediglich knapp sechs Monate. Die Modulproduktion lief im Februar 2026 an, die Montage begann im Mai dieses Jahres. Schon im Juni konnte das Richtfest stattfinden und nach dem Innenausbau und der Ausstattung des Gebäudes mit Möbeln kann der Nutzer im September 2026 einziehen.

Sichtbares Zeichen der Verteidigungsfähigkeit

Beim Richtfest zeigten sich alle Beteiligten zufrieden und hoben die schnelle Umsetzung hervor. Die beauftragte Firma würdigte vor allem das Team des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Münster als verlässlichen Kunden, der klare und verbindliche Absprachen einhielte. Das gemeinsame Ziel sei erreicht worden: moderne und funktionale Arbeitsbedingungen zu schaffen für die Menschen, die täglich Verantwortung für die Sicherheit Deutschlands übernehmen.

Ein uniformierter Mann hinter einem Rednerpult

Der stellvertretene Kommandeur gab einen Ausblick in die Zukunft der Liegenschaft

Bundeswehr/Marvin Ink
Ein Mann hinter einem Rednerpult

Richtete seinen Dank an alle Beteiligten: der Zweite Vizepräsident des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr

Bundeswehr/Marvin Ink

Der Zweite Vizepräsident des dem Bundeswehrdienstleistungszentrum vorgesetzten Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Dr. Marcus Skepenat, bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten und wünschte den zukünftigen Nutzern, dass die neuen Räumlichkeiten ihnen ein Arbeitsumfeld bieten mögen, das ihrer wichtigen Aufgabe entspricht.

Oberst i.G. Thomas Spangenberg, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes Weltraumkommando, wies als Hauptnutzer des neuen Gebäudes auf den „bemerkenswerten Baufortschritt“ und die weitere Dynamik hin: Das Weltraumkommando der Bundeswehr wird schnell wachsen und weitere erhebliche Investitionen sind geplant.

von Gabriele Drebenstedt  E-Mail schreiben

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