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Jüdische Militärseelsorge

Chanukka: Feierliches Kerzenanzünden im Verteidigungsministerium

Jüdische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

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Militärbundesrabbiner Zsolt Balla und Jan Stöß, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, entzündeten gemeinsam die Lichter am Chanukka-Leuchter.

Mehrere Personen stehen um einen Chanukka-Leuchter herum.

Beim Kerzenzünden im Verteidigungsministerium waren neben dem Militärbundesrabbiner und dem Staatssekretär auch jüdische Soldatinnen und Soldaten, Militärrabbiner und die Leiterin des Militärrabbinats dabei.

Bundeswehr/Tom Twardy


Militärbundesrabbiner Zsolt Balla und Jan Stöß, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, haben am 17. Dezember 2025 gemeinsam die Chanukka-Kerzen entzündet. Im Andachtsraum des Bendlerblocks leuchteten symbolisch vier der acht Lichter der Chanukkia, des achtarmigen Leuchters. Rabbiner Zsolt Balla sprach den Segensspruch des Chanukkalichts und sagte:

„Der Terroranschlag am Wochenende in Australien zeigt, dass der Hass gegen Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt steigt. Doch den Antisemitismus bekämpft man am wirksamsten, indem man ihn mit etwas Positivem überschreibt. Die Jüdische Militärseelsorge leistet ihren Beitrag, indem wir nah bei den Soldatinnen und Soldaten sind und ihnen nicht nur im Auslandseinsatz beistehen, sie aufklären und Fragen beantworten“, so Militärbundesrabbiner Zsolt Balla.

Für jüdische Menschen in der ganzen Welt hat Chanukka eine zentrale Bedeutung. Es steht für ihre religiöse Identität und Gemeinschaft und für das Recht auf freie Religionsausübung. Das Anzünden der Kerzen auf der Chanukkia steht im Mittelpunkt des jüdischen Lichterfestes: An acht Abenden in Folge wird eine weitere Kerze entzündet, bis alle Kerzen brennen. Begleitet wird das Ritual von traditionellen Gebeten, Liedern und dem Genuss von Speisen, die in Öl gebacken oder frittiert werden.

In seiner Rede sagte Staatssekretär Stöß: „Mit dem Entzünden des Chanukka-Lichts hier im Verteidigungsministerium setzen wir ein gemeinsames Zeichen für unser Zusammenleben hier und heute. Es gilt, dem Hass mit aller Kraft entgegenzutreten und jüdisches Leben in Deutschland mit all unserer Macht zu schützen.“ Stöß mahnte: „Wenn Intoleranz und Hass laut werden, sehen Sie nicht weg.“

Chanukka, das jüdische Lichterfest, das in diesem Winter laut jüdischem Kalender zwischen dem 14. und 22. Dezember gefeiert wird, ist eine der wichtigsten Feierlichkeiten des Judentums. Sie erinnert an das Wunder der Lichter, das sich nach der Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem ereignet haben soll. Nach dem erfolgreichen Aufstand der Makkabäer gegen die hellenistische Herrschaft im Jahre 164 vor unserer Zeit wurde ein versiegelter Krug mit einem kleinen Vorrat geweihten Öls gefunden, mit dem man die große Menora, den achtarmigen Leuchter im Tempel, entzündete. Obwohl die Ölmenge eigentlich nur für einen Tag gereicht hätte, brannte die Menora auf wundersame Weise acht Tage lang. Genauso lange, bis neues, reines Olivenöl hergestellt worden war – ein Ereignis, das im Judentum als Zeichen göttlichen Beistands gefeiert wird.

Das Entzünden der Lichter im Andachtsraum findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt und ist inzwischen ein fester Termin im Verteidigungsministerium. Seit 2021 wird in der Bundeswehr die Jüdische Militärseelsorge aufgebaut. Durch die Arbeit des Militärrabbinats können jüdische Soldatinnen und Soldaten ihren Glauben auch im militärischen Kontext ausüben. Sieben Militärrabbiner sind in den fünf Außenstellen des Militärrabbinats bundesweit seelsorgliche Ansprechpartner für die Kameradinnen und Kameraden aller Konfessionen und Glaubensrichtungen und erteilen außerdem Lebenskundlichen Unterricht, eine ethische Weiterbildung bei der Bundeswehr.

von Cornelia Riedel

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