Operatives Führungskommando der Bundeswehr
In Berlin und Schwielowsee erfolgt künftig die Operationsführung der Bundeswehr im In- und Ausland aus einer Hand.
Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine beschloss Polen die Umsetzung der nationalen Initiative Eastern Shield (Ostschild) zum Ausbau von Befestigungsanlagen zum Schutz seiner Grenze. Auf Einladung Polens unterstützt die Bundeswehr nun dieses Vorhaben.
Im Norden und Osten Polens unterstützen jetzt deutsche Soldatinnen und Soldaten bei der Befestigung der Grenzanlagen
Bundeswehr/Marius ErbrichNach der Anerkennung der Unterstützung der polnischen Initiative Eastern Shield als offizielle Mission im Juni 2026 hat die Bundeswehr die Verantwortung für den deutschen Beitrag übernommen.
„Die Sicherheit Europas wird gemeinsam verteidigt. Mit unserem Engagement in Polen stärken wir die Verteidigungsfähigkeit der NATO und unterstreichen den festen Willen des Bündnisses, Frieden durch Geschlossenheit und glaubwürdige Abschreckung zu sichern“, so Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr zur Bedeutung dieser Mission.
Das deutsche Kontingent besteht aus hochspezialisierten Pionierkräften des Deutschen Heeres und zusätzlichem Unterstützungspersonal. Der Auftrag umfasst die bauliche Ertüchtigung des Grenzraums im Norden Polens, einschließlich des strategisch bedeutsamen Suwalki-Korridors. Die deutschen Pioniere werden gemeinsam mit polnischen Kräften Panzerabwehrgräben anlegen, Bau- und Drahtsperren errichten sowie Feldbefestigungen und Kampfstände bauen.
Die Kontingentführung der deutschen Kräfte ist bereits am 22. Juni 2026 planmäßig in Polen eingetroffen. Die Ankunft der Hauptkräfte, im Wesentlichen bestehend aus einem verstärkten Pioniermaschinenzug, erfolgte Anfang dieses Monats. Dabei ist die Unterstützung in Polen über mehrere Phasen vorerst bis Oktober 2026 vorgesehen, kann bei Bedarf aber auch darüber hinaus verlängert werden.
Das Programm Eastern Shield ist ein ressortübergreifendes Großprojekt unter Leitung des polnischen Verteidigungsministeriums zur umfassenden Verteidigungsvorbereitung für den Fall eines konventionellen Angriffs durch Russland und Belarus. Mit dieser Initiative soll im Falle eines militärischen Konflikts eine mögliche Invasion verzögert und somit die Reaktionsfähigkeit der polnischen Truppen und der NATO erhöht werden. Die Maßnahmen stärken Polens nationale Resilienz, das Abschreckungspotential sowie die Einsatzbereitschaft zur Verteidigung.
von PIZ OFK