Neu: Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung

Neu: Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung

Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
3 MIN

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Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte man nicht viele Möglichkeiten, wenn man beruflich „irgendetwas mit Recht“ machen wollte. Entweder man wurde Rechtspfleger oder entschied sich für den langen Weg zur Volljuristin mit Jurastudium. Das hat sich inzwischen geändert: Zum Beispiel mit dem neuen „Bachelor-of-Laws“-Studiengang „Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung“.

Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann an seinem Schreibtisch: „Ein wichtiges Studienangebot für Zivilpersonal!“

Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann: „Ein wichtiges Studienangebot für Zivilpersonal!“

BundeswehrPIZ-Personal

Der neue Studiengang „Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung“, kurz „RöV“, an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg ist eine weitere Möglichkeit für den Einstieg in den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst oder eine vergleichbare Tätigkeit als Tarifbeschäftigter auf der gehobenen Funktionsebene. Er richtet sich an alle, die ein Interesse an einer rechtswissenschaftlichen Ausbildung mit dem Schwerpunkt öffentliche Verwaltung haben.

Der Studiengang verbindet eine akademische Ausbildung mit der Perspektive einer anschließenden Karriere in der Bundeswehrverwaltung. Schon während des Studiums erhalten die Studierenden ein monatliches Ausbildungsentgelt in Höhe von 1.250 Euro.

Im Hörsaal: 25 Studierende im neuen Studiengang „Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung“

25 Studierende im neuen Studiengang „Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung“

BundeswehrPIZ-Personal

„Für unsere Universität ist dieser Studiengang besonders wichtig, weil wir nun einen weiteren Studiengang für das Zivilpersonal anbieten können“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Klaus Beckmann. Zwar habe man auch in der Vergangenheit bereits Zivilpersonal ausgebildet, aber immer für andere Ministerien, nie für die Bundeswehr. „Jetzt können wir das endlich auch für unser Haus tun“, so Beckmann weiter.

Jura-Studium für Zivilisten bei der Bundeswehr

Dieses neue Element sei nun ein großer Schritt nach vorne. Man habe innerhalb der Bildungslandschaft der Bundeswehr, genauer gesagt in Mannheim, bereits einen vergleichbaren Studiengang wie den RöV, dort gebe es allerdings Kapazitätsengpässe. „Wir können Trendwenden nur begegnen, wenn wir zusätzliche Ausbildungskapazitäten erschließen“, so Beckmann.

Beckmann glaubt, dass mit dem RöV ein ganz besonderes Angebot „geschnitzt“ wurde. Insbesondere auch deshalb, weil der Intensivstudienanteil an der Universität mit einer Praktikumsphase kombiniert wird. „Die Idee ist die, dass die Studierenden zwei Jahre vor Ort intensiv studieren und anschließend ein Jahr auf dem Arbeitsplatz verbringen können, für den sie vorgesehen sind. Dort können sie die Voraussetzung für eine spätere Verbeamtung erfüllen“, erklärt der Präsident.

Moderner Bachelor-Studiengang in Rechtswissenschaft

Prof. Dr. Günter Reiner hat den neuen Studiengang mit geplant. Er ist bereits seit 2003 an der Helmut-Schmidt-Universität tätig, seine fachlichen Spezialitäten sind das Vertragsrecht, das Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht und das Steuerrecht.

Die Fächergruppe Rechtswissenschaft, zu der mit mir sieben Professoren gehören, spielte schon länger mit dem Gedanken, ein eigenes Juraangebot auf die Beine zu stellen“, erklärt der Professor. „Zum einen, weil Jura ein attraktiver, sehr gefragter Studiengang ist, zum anderen haben wir auch eine neue Herausforderung gesucht.“

Prof. Dr. Günter Reiner: „Rechtswissenschaft als eigenständiger Studiengang auf universitärem Niveau: Ein Schritt nach vorn!“

Prof. Dr. Günter Reiner: „Rechtswissenschaft als eigenständiger Studiengang auf universitärem Niveau: Ein Schritt nach vorn!“

BundeswehrPIZ-Personal

Zunächst noch als Diplom- oder Staatsexamensstudiengang  unter der Bezeichnung „Recht der öffentlichen Verwaltung“ geplant, wurde daraus nun der Bachelor-Studiengang „Rechtswissenschaft für die öffentliche Verwaltung“.

Ziel: Umfassend ausgebildete Juristinnen und Juristen

„Der Studiengang hat einen leicht öffentlich-rechtlichen Schwerpunkt. Wir bilden Bachelor-Rechtswissenschaftler aus, die für die öffentliche Verwaltung eingesetzt werden. Uns war es wichtig, dass wir auf universitärem Niveau eine solide juristische Ausbildung anbieten können. Sie beinhaltet alle drei zentralen Rechtsgebiete, das öffentliche Recht, Zivilrecht und das Strafrecht, um umfassend gebildete, selbständig denkende Juristinnen und Juristen auszubilden“, so Reiner weiter.

Das Studienangebot wird von den Studierenden positiv angenommen. Für die vor Weihnachten anstehenden Prüfungen hat Professor Reiner daher ein gutes Gefühl. Es herrsche ein großer Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, auch sei die Motivation enorm hoch. „Es ist wirklich erstaunlich, aber alle 25 Studierenden sind immer vollzählig bei meinen Vorlesungen anwesend gewesen.“

von Jörg Dilthey  E-Mail schreiben

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