Sprachliche Einsatzvorbereitung für das Panzerbataillon 104

Sprachliche Einsatzvorbereitung für das Panzerbataillon 104

Datum:
Ort:
Hürth
Lesedauer:
2 MIN

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Für die Soldaten des Panzerbataillons 104 ging es im Februar 2019 im Rahmen der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mission Enhanced Forward Presence (EFP) nach Litauen - für diesen multinationalen Einsatz bereitete das Bundessprachenamt sie mit einer Spezialsprachausbildung Englisch vor.

Fünf Peronen an ein "Sandkasten" genannten Kiste mit Sand.

Hauptmann Fabian Elflein (links) und Englischlehrer Michael Rigby (mitte) gemeinsam mit Lehrgangsteilnehmern beim Sprachunterricht am Sandkasten.

BSprA

Auf Anforderung der 10. Panzerdivision führt das Referat S 6/Sprachenzentrum Süd die Spezialsprachausbildung Englisch im bayerischen Pfreimd durch. In diesem Rahmen fanden 2018 zwei Lehrgänge von insgesamt sechs Wochen Dauer statt.

Englisch auffrischen vor dem Aufbruch nach Litauen

Ziel des Unterrichts war es, die Englischkenntnisse der Offiziere und Unteroffiziere der 1. und 4. Kompanie mit Schwerpunkt auf militärischen Themen aufzufrischen. „Ich habe den Soldaten die Inhalte möglichst praxisnah vermittelt - dabei sind wir auch mal auf dem Leopard rumgeklettert“, berichtet Englischlehrer Michael Rigby. „Es ging darum die Teilnehmer fit zu machen, in organisatorischen Begriffen und im Militärfachlichen an ihren Fahrzeugen und Waffensystemen“.

Eine Gruppe von Soldatinnen und Soldaten mit Englischlehrer an einem Kampfpanzer.

Auch am Großgerät wurde Englisch gesprochen.

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So wurden einerseits die Organisation der EFP-Mission und das Panzerbataillon in Bezug auf Aufgaben und Gliederung thematisiert. Andererseits ging es um den Kampfpanzer Leopard 2A6, die genutzten Kleinwaffen und Taktik auf Zug- und Kompanieebene. „Besonders wichtig war die Einheit zur Funksprache, denn damit müssen die Soldaten in Litauen ständig umgehen“, betont der erfahrene Lehrer.

Rigby ist nicht nur Sprachlehrer, sondern auch ehemaliger Angehöriger der Panzertruppe der britischen Armee und somit bestens vertraut mit dieser Truppengattung. Die Ausbildung in English for Specific Purposes (ESP) wurde sicherlich auch deshalb sehr gut angenommen. „Mir hat der Lehrgang sehr gut gefallen, da ich meine Sprachkenntnisse erweitern konnte und viele Fachbegriffe gelernt habe“, so ein Teilnehmer. Ab Anfang 2019 werden die Soldaten des Panzerbataillons 104 die erworbenen Sprachkenntnisse nun in einem multinationalen Umfeld, in dem Englisch vorherrscht, praktisch umsetzen können.

Diese Art der Ausbildung sollte standardisiert in die Vorbereitung auf Einsätze bzw. einsatzgleiche Verpflichtungen implementiert werden,

fasst der Kompaniechef, Hauptmann Fabian Elflein, die Eindrücke der Pfreimder Truppe zusammen.

Ein Zivilist und ein Soldat mit einer Kleinwaffe

In der Sprachausbildung wurden auch die genutzten Kleinwaffen thematisiert.

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Aus der Lehrersicht bilanziert Rigby: „Alle Teilnehmer waren konzentriert und hoch motiviert bei der Sache. Umso ausgeprägter die bereits vorhandenen Englischkenntnisse waren, umso wirksamer war diese einsatzvorbereitende Sprachausbildung.“ Teilnehmer an ESP-Trainings sollten daher Englisch mindestens auf dem Niveau der Leistungsstufe 1 beherrschen. Kombi- und Kompaktlehrgänge des Bundessprachenamtes schaffen hierfür die Voraussetzungen.

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