ABC-Abwehr: Spezialkräfte üben in den USA
Im Dugway Proving Ground in Utah trainieren deutsche ABC-Abwehr-Spezialisten mit Gefahrstoffen für den Ernstfall.
Vom 14. bis 25. September trainiert das ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ bei der Übung Badischer Sturm 2026 in Bruchsal und Umgebung.
Die Experten für ABC-Abwehr verlegen von Saarbrücken über Idar-Oberstein, Darmstadt und Würzburg bis nach Ulm, Tübingen und Offenburg und hauptsächlich über öffentliche Straßen. Dabei üben die rund 500 beteiligten Soldatinnen und Soldaten des ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ die Aufklärung von atomaren und chemischen Bedrohungen, die Identifikation von Gefahrstoffen und die Dekontamination von kontaminierten Personen und Material.
Die Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Gefahren gehört zu den besonderen Fähigkeiten der Bundeswehr. Doch damit, wenn nötig, alles reibungslos funktioniert, müssen die Soldaten und Soldatinnen regelmäßig unter realistischen Bedingungen auch außerhalb von Übungsplätzen trainieren. Nur das schafft Sicherheit für den Ernstfall.
Bei der Übung Badischer Sturm 2026 werden deshalb unterschiedliche Szenarien und Ausbildungsinhalte miteinander verbunden. Die Kräfte bewegen sich dabei nicht ausschließlich innerhalb militärischer Liegenschaften, sondern nutzen bei der Übung auch den öffentlichen Verkehrsraum und trainieren zusammen mit zivilen Kooperationspartnern, wie internationalen Chemiekonzernen, um auch für seltenere Szenarien und Gefahrlagen gewappnet zu sein.
Das bedeutet für die Bevölkerung in der Region vor allem eines: Mit einer erhöhten Präsenz militärischer Fahrzeuge auf den Straßen im Übungsraum ist zu rechnen.
ABC-Abwehrkräfte dekontaminieren mit Hilfe eines mobilen Dekontaminationsgeräts ein Fahrzeug von verbündeten Streitkräften
Bundeswehr/Anne Weinrich
Ein ABC-Abwehrsoldat eines SIBCRA-Teams (Samplin and Identification of Biological, Chemical, Radioactive Agents) der ABC-Abwehrkräfte, prüft eine Feststoffprobe
Bundeswehr/Susanne HähnelBadischer Sturm ist eine militärische Übung des ABC-Abwehrregiments 750 „Baden“. Trainiert wird die Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Gefahren.
Die Übung läuft vom 14. bis 25. September 2026. Der Übungsraum reicht von Saarbrücken über Idar-Oberstein, Darmstadt, Würzburg, Ulm und Tübingen bis Offenburg. Zentrum ist Bruchsal. Es wird nicht nur innerhalb militärischer Liegenschaften trainiert. Die Verlegung im öffentlichen Verkehrsraum und ABC-Abwehrlagen unter anderem zusammen mit zivilen Kooperationspartnern in Industrie- und Produktionshallen gehören ebenfalls zum Programm.
Rund 500 Soldatinnen und Soldaten des ABC-Abwehrregiments 750 „Baden“ sind an der Übung beteiligt.
Ziel ist es, die ABC-Abwehrfähigkeiten unter möglichst realistischen Bedingungen und in unterschiedlichen Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung zu verbessern.
Es ist mit erhöhtem militärischem Fahrzeugaufkommen, aber nur minimalen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Alle größeren Transporte und Übungen im öffentlichen Raum sind mit den örtlichen Behörden abgestimmt. Wie bei allen militärischen Kolonnen sollten andere Verkehrsteilnehmende Abstand halten und beim Überholvorgang nicht zwischen Fahrzeuge einer Kolonne fahren.
Es unterstützt die Streitkräfte bei der Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Gefahren – unter anderem durch ABC-Aufklärung, biologische Probenahme, Dekontamination, militärischen Brandschutz, Wasseraufbereitung und Wetterbeobachtung.
Das Regiment ist im baden-württembergischen Bruchsal, in der General-Dr.-Speidel-Kaserne, beheimatet.