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S 1000D International specification for technical publications

S 1000D International specification for technical publications

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Beschreibung

Logo mit der Aufschrift S1000D
Bundeswehr

Die  ASD  AIA  ATA S1000D, im folgenden nur noch S1000D genannt, ist eine internationale Spezifikation zur Erstellung Technische Dokumentation unter Verwendung einer Common Source Database (CSDB).

Die Spezifikation dient der Definition von Struktur, Format und Management von Bausteinen der Technischen Dokumentation. Die Bausteine sind eigenständige Einheiten (Datenmodule), die über einen Code aufgerufen werden können und deren Inhalt aus Text und / oder Illustration besteht. Sie werden seit der S1000D Version 1.9 in der Auszeichnungssprache XML (zuvor SGML) erzeugt und redundanzfrei in der CSDB gespeichert.

Jedem Baustein ist ein eindeutiger Datenmodulkode (Data Module Code, DMC) zugeordnet, der

Der DMC ist eine 17- bis 37-stellige alphanumerische Kodierung und ist zwingender Bestandteil der Meta-Daten jedes Datenmoduls. Der DMC wird nach den Regeln der S1000D zusammengesetzt. Er identifiziert über den Model Identification Code (MOI) eindeutig das betroffene Projekt und spiegelt unter anderem die Art des Inhalts / der Tätigkeit (zum Beispiel Einbauanweisung) und das betroffene Teil-System (zum Beispiel Haupt-Hydraulik) wider.

Beispiel für einen Datenmodulkode: „AE-A-00-00-0000-00A-021A-A“

Die S1000D gliedert die Dokumentation von Systemen entsprechend ihrer Systemarchitektur in Subsysteme und Komponenten (Geräteaufbruch) unter Verwendung des SNS (Standard Numbering Systems). Jedem Subsystem oder jeder Komponente werden Datenmodule zugeordnet. Hierfür stellt die Spezifikation (derzeit 14) verschiedene SGML-DTDs beziehungsweise XML-Schemata bereit, unter anderem für

Der Arbeitskreis Beschreibende Technische Dokumentation (AK BTD)

Der AK BTD ist ein nationales Fachgremium, bestehend aus Vertretern der Bundeswehr und der deutschen Industrie, welches die Weiterentwicklung und Anwendung der Spezifikation S1000D vorantreibt.

S 1000D International specification for technical publications

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FAQ

S1000D und SAP
Eine schematische Darstellung
Bundeswehr

Zusammen mit der S2000M, welche ihrerseits im Wesentlichen die Katalogisierung und das Ersatzteilurlistenverfahren beschreibt und damit die Grundlage für die Materialbewirtschaftung bildet, ist die S1000D die Basis für die Bereitstellung logistischer Stammdaten der Materialerhaltung und eng gekoppelt mit der SAP ERP-gestützten prozessualen Abwicklung der Materialerhaltung in SASPF. Die Stammdaten in SAP folgen dabei den Stammdaten der Technischen Dokumentation sowie des zugehörigen Ersatzteilkataloges. Demnach dürfen IH-Stammdaten in SAP, Technische Dokumentation und Ersatzteilkatalog nicht unabhängig voneinander betrachtet werden.

Umfang IETD-SAP-Migration: Insbesondere Wartungspläne (schedule Datenmodule) und Arbeitspläne (procedural Datenmodule) aber auch Fehlersuchprozeduren (fault Datenmodule) bieten sich für eine automatisierte Migration nach SAP an. Damit wird eine redundante Datenlieferung/-anlage vermieden und langfristig die Stammdatenqualität erhöht.
 

weitere Informationen

Umfang

Die S1000D deckt alle Aktivitäten im Bereich der technischen Dokumentation ab, die der Unterstützung von Wartung und Betrieb ziviler oder militärischer Luft‑, See- und Landfahrzeuge und des zugehörigen Geräts dient.

Prozess

Die Bandbreite der S1000D umfasst die Erstellung, Verwaltung, Lieferung und Nutzung technischer Informationen sowie die Handhabung von Rückmeldungen aus der Produktnutzungsphase.

Daten

Die technischen Informationen werden in Datenmodulen (wiederverwendbare, änderbare und autonome Informationseinheiten) abgelegt. Zur Verwaltung der Datenmodule definiert die S1000D eine gemeinsame Quelldatenbank (CSB). Die Datenmodule werden durch den DMC analog zum System- und Geräteaufbruch des Produkts eindeutig identifiziert.

Formate

Die S1000D basiert auf internationalen Standards, die neutrale Datenformate für elektronische Dokumentationen definieren. Vor allem sind dies:

  • XML (Extensible Markup Language) für Text,
  • CGM (Computer Graphics Metafile) für 2D-Illustrationen,
  • VRML (Virtual Reality Modeling Language) für 3D-Animationen.

Obwohl die S1000D Version 1.9 noch SGML-DTDs vorsieht, werden in der Bundeswehr aus Gründen der Prüfbarkeit ausschließlich XML-Schemas verwendet.

S1000D in der Bundeswehr

Derzeit sind in der Bundeswehr ausschließlich die S1000D Versionen 1.9 und 2.3 zur Beauftragung freigegeben. Weitere Vorgaben sind in den nationalen Durchführungsbestimmungen (NDB) wie im National Style Guide der Bundeswehr (NSG) geregelt. Dieser wird vom LogKdoBw Plg III 2 herausgegeben. Die NDB zur S1000D Version 5.0 befindet sich derzeit in Erstellung.

Historie

Eine schematische Darstellung

Pflege der S1000D

Bundeswehr/Report DIG-32-00 (30.04.2026)

Ursprünglich wurde die S1000D von der AeroSpace and Defence Industrie Association of Europe (ASD, früher AECMA) entwickelt und wird nun von der ASD, der Aerospace Industries Association of America (AIA) und der Air Transport Association of America (ATA) herausgegeben.

Die Weiterentwicklung und Fortschreibung wird durch das S1000D Council überwacht und durch das S1000D Steering Committee gesteuert. Das Logistikkommando der Bundeswehr stellt für die Bundeswehr den nationalen militärischen Sprecher im S1000D Steering Committee. Zudem werden die Interessen der Bundeswehr in den S1000D-Gremien Defence Working Group (DWG) und Electronic Publications Working Group (EPWG) aktiv vertreten.

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