Häufig gestellte Fragen zur Reserve der Bundeswehr– FAQ

Besteht eine Impfpflicht für Angehörige der Reserve? Was ist der Reservistenausweis und wer kann ihn beantragen? Was ist die Uniformtrageerlaubnis? Darf man die Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses tragen?
Viele Fragen! Antworten dazu finden Sie hier.

Wie funktioniert das Besuchskontrollverfahren?

Wir unterscheiden zwischen drei Gründen für einen Besuch 

  • im Rahmen einer Beorderung 
  • im Rahmen der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit
  • oder im Rahmen eines privaten Interesses stattfindet

Angehörige der Reserve sind als Antragstellende für die Vorlage aller notwendigen Unterlagen, wie zum Beispiel einer Einladung oder Ausschreibung der Veranstaltung, verantwortlich. Zudem sind alle benötigten Dokumentendaten wie die Personalausweisnummer und die Reisedaten vorzulegen.

Für Besuche im Rahmen einer Beorderung sind die Antragsunterlagen der Beorderungsdienststelle vorzulegen. Der Personalbearbeiter oder die Personalbearbeiterin der Beorderungsdienststelle erstellt den Besuchsantrag und sendet diesen an das Streitkräfteamt Gruppe Bundeswehraufgaben Besuchskontrollverfahren. Von dort erfolgt die Einleitung des Besuchskontrollverfahrens.

Bei positiver Rückantwort des Gastlandes wird die Genehmigung und gegebenenfalls die Erteilung einer Einzeluniformtrageerlaubnis für das Ausland erteilt.

Der Reservist oder die Reservistin stellt bei dem zuständigen Feldwebel für Reservisten, in dessen Bereich er oder sie den Erstwohnsitz hat, einen formlosen Antrag zum Tragen der Uniform im Ausland und fügt die antragsbegründenden Unterlagen bei.
Der zuständige Feldwebel für Reservisten prüft, ob der Besuch mit Uniformtrageerlaubnis oder als Dienstliche Veranstaltung durchgeführt werden kann oder muss. Daraufhin erstellt er den Antrag zum Besuchskontrollverfahren sowie gegebenenfalls den Befehl zur Dienstlichen Veranstaltung.

Dieser Antrag wird auf dem Dienstweg über das zuständige Landeskommando und das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr an das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr im Streitkräfteamt gesandt.
Nach der Übermittlung der Genehmigung der Behörden des Gastlandes sendet das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr die Genehmigung an das zuständige Landeskommando. Von dort erhält der Reservist oder die Reservistin die Genehmigung. Zusätzlich wird dem Reservisten oder der Reservistin eine Einzeluniformtrageerlaubnis für das Ausland erteilt.

Land

Vorlage im Streitkräfteamt (Arbeitstage)

Belgien

24

Dänemark

25

Frankreich

35

Italien

55

Niederlande

25

Österreich

17

Schweiz

22

Tschechische Republik

20

Großbritannien

31

Die unterschiedlichen Vorlagefristen beruhen auf den Vorgaben der Gastländer.

Bitte beachten Sie, dass das hier beschriebene Verfahren nur den Regelfall darstellt und Sonderregelungen wie zum Beispiel Wohnsitz im Ausland nicht berücksichtigt. Solche Fälle sind immer mit den zuständigen Feldwebeln für Reservisten im Einzelnen zu klären. 

Was ist eine Dienstliche Veranstaltung?

Zielscheiben in der Schießausbildung der Reserve.

Schießausbildung und Schießerhalt bilden einen Schwerpunkt in der militärischen Ausbildung von Reservistinnen und Reservisten. Auch in Wettkämpfen.

Bundeswehr/Andreas Schindler

Dienstliche Veranstaltungen sind dienstliche Vorhaben der Streitkräfte. Sie werden insbesondere für militärische Ausbildungen, Fortbildungen und Weiterbildungen durchgeführt, die zwingend den Soldatenstatus erfordern.

Unterschieden werden Dienstliche Veranstaltungen

  • innerhalb der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit und
  • für beorderte Reservistinnen oder Reservisten.

Für Angehörige der Reserve ist es möglich, mit ihrem Einverständnis nach § 81 Absatz 1 des Soldatengesetzes, bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres an einer Dienstlichen Veranstaltung teilzunehmen, sofern sie dienstfähig sind.

Für die Dauer der Dienstlichen Veranstaltung besteht ein Wehrdienstverhältnis.

Die Dauer einer Dienstlichen Veranstaltung darf grundsätzlich 3 Tage nicht überschreiten.

Zuständig für Dienstliche Veranstaltungen ist der Kommandeur im jeweiligen Landeskommando.

Im Rahmen der internationalen Reservistenarbeit, wie zum Beispiel CIORConfédération Interalliée des Officiers de Réserve, CIOMRConfédération Interalliée des Officiers Médicaux de RéserveCISORConfédération Interalliée des Sous-Officiers de Réserve ist das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr zuständig.

Verfahrensweise bei Veranstaltungen mit Teilnehmenden von über 65 Jahren

Für den Einsatz von Reservistinnen und Reservisten, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, gelten folgende Verfahrensweisen im Zusammenhang mit dienstlichen Veranstaltungen sowie Verbandsveranstaltungen.

Gemäß § 81 Absatz 2 Soldatengesetz ist die Zuziehung von Personen zu einer dienstlichen Veranstaltungen auf freiwilliger Basis bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres möglich, sofern die Dienstfähigkeit gegeben ist.

Nach Erreichen dieser gesetzlich festgelegten Altersgrenze ist die Begründung eines Wehrdienstverhältnisses gemäß des IV. und V. Abschnittes des Soldatengesetzes ausgeschlossen. Insofern ist der Einsatz von Funktionspersonal oder Unterstützungspersonal auf Grundlage einer dienstlichen Veranstaltung jenseits der vorgenannten Altersgrenze ebenso ausgeschlossen.

Nach den Bestimmungen der Uniformverordnung ist das Tragen der Uniform auf Grundlage einer erteilten Uniformtrageerlaubnis bei Veranstaltungen von Soldatinnen-, Soldaten-, Reservistinnen- und Reservistenvereinigungen, zu denen kein Kontaktverbot der Bundeswehr besteht, grundsätzlich möglich.

Einschränkend wird jedoch in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass aufgrund des Wegfalls der Kennzeichnungspflicht beim Tragen der Uniform im Rahmen der Uniformtrageerlaubnis außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses eine Differenzierung zwischen Zivilisten mit Uniformtrageerlaubnis und Soldaten, die sich in einem Wehrdienstverhältnis befinden, nicht mehr möglich ist.

Zur Schaffung von Handlungssicherheit für den jeweiligen Leitenden der dienstlichen Veranstaltung wird daher für die dienstliche Veranstaltungen, bei denen es insbesondere auf das Vorgesetzten-/Unterstellungsverhältnis und den Soldatenstatus ankommt, wie zum Beispiel beim Schießen, militärischer Ausbildung mit sicherheitsrelevanter Technik und weitere dienstliche Veranstaltungen, bei denen der jeweilige Leiter dies bestimmt, klargestellt, dass das Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses auf Grundlage einer Uniformtrageerlaubnis den zivilen Teilnehmern der dienstlichen Veranstaltung untersagt ist.

Eine entsprechende Änderung der diesbezüglichen nachgesetzlichen Regelung erfolgt mit der Inkraftsetzung der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 Version 4 „Die Reserve“.

Die Ausbildung durch die in der Reservistenarbeit tätigen Verbände und Vereinigungen findet im Rahmen der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit außerhalb der Bundeswehr grundsätzlich in Form von Verbandsveranstaltungen (VVag) statt, soweit ein Soldatenstatus nicht erforderlich ist. Hierbei kann auf Grundlage einer erteilten Uniformtrageerlaubnis die Uniform auch außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses im In- und Ausland bei besonderen Anlässen getragen werden. Grundsätzlich ist hierbei jedoch der Dienstanzug Grundform oder der Gesellschaftsanzug zu tragen.

In begründeten Ausnahmefällen darf nach Genehmigung des zuständigen Landeskommandos (Inland) beziehungsweise des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr (Ausland) gemäß der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“ auch der Feldanzug Tarndruck allgemein Grundform getragen werden.

Für die allgemeine Uniformtrageerlaubnis gibt es keine Altersgrenze.

Schießen von Mitgliedern einer Reservistenarbeitsgemeinschaft Schießsport des Reservistenverbandes, eines Verbandes oder einer Vereinigung, der oder die Mitglied des Beirats Reservistenarbeit beim Reservistenverband ist, können auf Schießanlagen der Bundeswehr als Verbandsveranstaltung nach der jeweils durch das Bundesverwaltungsamt genehmigten Schießsportordnung und gemäß regional abgeschlossener Mitbenutzungsverträge mit den Bundeswehrdienstleistungszentren durchgeführt werden.

Näheres ist in der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“ geregelt.

Gemäß der aktuell gültigen Schießsportordnung des Reservistenverbandes vom 05. April 2019 ist unabhängig von einer Altersgrenze bei Wettkämpfen, Trainings und anderen Schießsportveranstaltungen des Reservistenverbandes grundsätzlich Zivilkleidung zu tragen.

Das Tragen von Uniformen oder Uniformteilen der Bundeswehr und anderer Streitkräfte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Besteht eine Impfpflicht für Reserveangehörige?

Sie sind Reservistin oder Reservist und unterstützen die Bundeswehr zum Beispiel im Rahmen der Amtshilfe oder nehmen an einer besonderen Auslandsverwendung teil? Informieren Sie sich hier über die Impfpflicht von Angehörigen der Reserve.

Angehörigen der Reserve, die im Rahmen der Amtshilfe tätig sind, sind Teil der Hilfs- und Katastrophenkräfte im Inland. Ihnen wird folgender Impfschutz empfohlen.

Tetanus

Diphtherie

Polio

Pertussis

Influenza

Mumps, Masern, Röteln

Hepatitis A

Hepatitis B

FSME

Die oben genannten Kräfte können die erforderlichen Impfungen ohne Einschränkung in Sanitätseinrichtungen der Bundeswehr erhalten.

Reservistendienst Leistende die für eine besondere Auslandverwendung vorgesehen sind, haben die angewiesenen Impf- und Prophylaxemaßnahmen sowie Impfungen zu dulden.

Die oben genannte Duldungspflicht gilt auch für in Deutschland nicht zugelassene Impfstoffe. Eine sich als unbegründet erweisende Verweigerung der Impfung stellt eine Dienstpflichtverletzung dar, die dienstrechtliche Konsequenzen haben kann. Außerdem können versorgungsrechtliche Nachteile entstehen.

Reservistendienst Leistende, die an besonderen Auslandsverwendungen teilnehmen, werden im Rahmen der Einsatzvorbereitung zeitgerecht vor Beginn der vorgesehenen Verwendung geimpft.
Der Basisimpfschutz wird für das jeweilige Einsatzland um spezifische Impfungen erweitert.

Was ist der Reservistenausweis und wer kann ihn beantragen?

Sie sind bereits Teil der Reserve und interessieren sich für einen Reservistenausweis? Informieren Sie sich gleich hier!

  • Beorderte Reservistinnen und Reservisten, die auch außerhalb des Reservistendienstes einen engen Kontakt zu ihrer Beorderungsdienststelle pflegen,
  • Mandatsträgerinnen und Mandatsträger,
  • Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einer Mitgliedsvereinigung des Beirates Reservistenarbeit beim Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.eingetragener Verein oder beim Reservistenverband,
  • frühere Berufssoldatinnen und Berufssoldaten und
  • Reservistinnen und Reservisten, die eine Aufgabe im Interesse der Bundeswehr wahrnehmen, ohne dass ein Beorderungsverhältnis besteht.

Innerhalb eines Wehrdienstverhältnisses sind entsprechende Anträge bei der beziehungsweise dem zuständigen Disziplinarvorgesetzten zu stellen.

Außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses sind entsprechende Anträge an das für den Wohnsitz der Reservistin beziehungsweise des Reservisten zuständige Landeskommando zu richten.

Ausnahme: Bei fehlender Zuständigkeit und bei Anträgen von Generalen oder vergleichbar ist das Streitkräfteamt in Bonn zuständig.

Zur Beantragung des Ausweises nutzen Sie bitte dieses Formular. (DOCX, 29,1 KB)


Die Gültigkeit des Ausweises für Reservistinnen und Reservisten, unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs, ist bis zu zehn Jahre befristet. Der Ausweis ist nur in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass gültig.

Die geltenden Bestimmungen zur Antragsstellung, der Zuständigkeiten und der Nachweisführung für den Reservistenausweis finden Sie in der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2.

Eine gleichzeitige Beantragung der allgemeinen Uniformtrageerlaubnis ist möglich und wird auf der Rückseite des Ausweises für Reservistinnen und Reservisten dokumentiert.

Gilt die Soldatenarbeitszeitverordnung für Reservistendienstleistende?

Oft kommt die Frage auf ob die Soldatenarbeitszeitverordnung auch für Reservistinnen und Reservisten gilt.  Ja, die Soldatenarbeitszeitverordnung gilt für Soldatinnen und Soldaten sowie für Reservistendienst Leistende während ihres Reservistendienstes.

Ausführliche Informationen zur Soldatenarbeitszeitverordnung finden Sie unter folgendem Link Soldatenarbeitszeitverordnung.

Haben Reservistendienstleistende Anspruch auf Reisekosten?

Reservistendienstleistende erhalten für die Fahrt zum Dienstantritt und für die Heimfahrt entweder eine Fahrkarte oder sie bekommen die Fahrtkosten erstattet, wenn keine unentgeltliche Beförderungsmöglichkeit genutzt werden kann.

Eine Geldbörse ist nur mit Quittungen gefüllt. Davor liegen ein paar einzelne Cent.

Wer den Cent nicht ehrt... - freuen Sie sich über jede noch so kleine Erstattung!

Bundeswehr / Stephan Ink

Bei der Nutzung eines Kraftfahrzeuges kann eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 20 Cent je Kilometer geleistet werden, höchstens jedoch 150,00 Euro.
Dies setzt allerdings voraus, dass vom Dienstherrn keine unentgeltliche Beförderungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt wurde, und der Reservistendiensteistende nicht von einem anderen Dienstreisenden des Bundes oder eines anderen Dienstherren in einem Kraftwagen mitgenommen wurde.


Besonderheiten können sich ergeben, wenn zur Fahrtkostenersparnis bundeswehreigene Transportmittel genutzt werden können.
 

Anträge auf Erstattung von Fahrtkosten können nur innerhalb von sechs Monaten ab Beendigung der Reise gestellt werden.

Was ist die Uniformtrageerlaubnis?

Die Uniformtrageerlaubnis ermöglicht den Reservistinnen und Reservisten das Tragen der Uniform unter bestimmten Voraussetzungen.

Die allgemeine Uniformtrageerlaubnis kann durch jede Reservistin und jeden Reservisten vor Beendigung des Wehrdienstverhältnisses bei dem beziehungsweise der zuständigen Disziplinarvorgesetzten beantragt werden.

Anträge nach Beendigung des Wehrdienstverhältnisses sind für beorderte Reservisten an die Beorderungsdienststelle zu richten. Für nicht beorderte Reservisten ist das für den Wohnsitz zuständige Landeskommando zuständig.

Die allgemeine Uniformtrageerlaubnis gilt nur im Inland.

Der Ausweis für Reservistinnen und Reservisten kann auf Antrag die allgemeine Uniformtrageerlaubnis beinhalten.

Bei Verlust der Uniformtrageerlaubnis wird der Ausweis eingezogen.

Das unberechtigte Tragen der Uniform, insbesondere auch das Anlegen unzutreffender Dienstgradabzeichen, kann gemäß § 132a Strafgesetzbuch geahndet werden.


 

Darf man die Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses tragen?

Frühere Soldatinnen und Soldaten haben die Möglichkeit, eine Genehmigung zum Tragen der Uniform auch außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses im In- und Ausland zu beantragen. Hierbei handelt es sich um besondere Anlässe wie zum Beispiel festliche Familienereignisse oder repräsentative Veranstaltungen wie Empfänge oder Bälle.

Grundsätzlich ist der Dienstanzug Grundform oder der Gesellschaftsanzug zu tragen.

In begründeten Ausnahmefällen entscheidet das zuständige Landeskommando für das Inland und das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundewehr für das Ausland, über die Genehmigung des Tragens des Feldanzuges.

Soweit einer der in der Liste der begünstigten Vereinigungen aufgeführten Verbände das Tragen des Feldanzuges ausdrücklich wünscht, gilt die Genehmigung als erteilt.

Was macht der Verband der Reservisten der Bundeswehr?

Der VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. ist der beauftragte Träger der Reservistenarbeit außerhalb der Bundeswehr. Um dies gewährleisten zu können, erhält der Verband für die Durchführung der Reservistenarbeit jährlich einen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von circa 18.000.000 Euro aus dem Bundeshaushalt. Die Aufgaben sind durch den Verband im Sinne und nach Vorgabe der Bundeswehr zu erfüllen.

Aufgabe des VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. ist es, die aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie Ungediente

  • zu betreuen,
  • sie als Mittler für die Bundeswehr in der Gesellschaft zu gewinnen und
  • für die Wahrnehmung ihrer Mittlertätigkeit weiterzubilden.

Gleichzeitig unterstützt der VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. die Bundeswehr

  • in der Ausbildung,
  • der Öffentlichkeitsarbeit,
  • durch Teilnahme an Veranstaltungen der internationalen Reservistenarbeit und
  • in der Personalgewinnung mit geeigneten und verfügbaren Reservisten und Reservistinnen.

Darüber hinaus organisiert der VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. Ausbildungsveranstaltungen, die keinen dienstlichen Rahmen erfordern.

Was ist ein Reservewehrdienstverhältnis?

Das Reservewehrdienstverhältnis ist ein besonderes Wehrdienstverhältnis auf ehrenamtlicher Basis.

Für weitere Fragen ist Ihr zuständiges Landeskommando Ihr direkter Ansprechpartner. 

  • Leiterinnen und Leiter der Bezirkskommandos und Kreisverbindungskommandos,
  • deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie
  • die Beauftragten Sanitätsstabsoffiziere für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen.

Das Reservewehrdienstverhältnis beginnt mit der Ernennung.
 

Für den zeitlichen Aufwand und gegebenenfalls für finanzielle Aufwendungen im Reservewehrdienstverhältnis besteht die Möglichkeit, unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 2 Reservistinnen- und Reservistengesetz, eine Aufwandsentschädigung zu erhalten.

Diese beträgt monatlich für die Leitenden von Bereichsverbindungskommandos und Kreisverbindungskommandos bis zu 160 Euro. Für deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen sowie für die Beauftragten Sanitätsstabsoffiziere für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen bis zu 120 Euro.

Was beinhaltet das Unterhaltssicherungsgesetz?

Reservistendienstleistenden und Freiwillig Wehrdienstleistenden werden auf Antrag Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz gewährt.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Leistungen und Anspruchsberechtigten finden Sie im Bereich Unterhaltssicherung.
 

Was ist eine Beorderung?

Eine Beorderung ist die Einplanung eines Reservisten oder einer Reservistin auf einem Dienstposten in der Verstärkungsreserve oder Personalreserve.

Ziel der Bundeswehr ist es, interessierte und geeignete Reservistinnen und Reservisten durch Beorderung langfristig an die Bundeswehr zu binden. 

Was ist das Veteranenabzeichen der Bundeswehr?

Veteranenabzeichen der Bundeswehr

Anerkennung für treuen Dienst: Das Veteranenabzeichen der Bundeswehr

Bundeswehr/Torsten Kraatz

Das Veteranenabzeichen ist eine Anerkennung treuer Dienste und engagierten Einsatzes, ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung.

Am 15. Juni 2019, dem Tag der Bundeswehr, wurde es erstmals verliehen.

Das Veteranenabzeichen wird allen Veteraninnen und Veteranen auf Antrag ausgehändigt.

Die Voraussetzung für die Beantragung begründet sich in der Definition für Veteraninnen und Veteranen. Demnach ist Veteranin oder Veteran der Bundeswehr, wer als Soldatin oder Soldat der Bundeswehr im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat.



Nutzen Sie bitte das Antragsformular. (PDF, 2,0 MB)


Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Abteilung VI Veteranenabzeichen
Luisenstr. 109
53721 Siegburg

Ihnen wird das Abzeichen auf dem Postweg zugestellt.

Haben Sie Fragen zum Veteranenabzeichen? Schreiben Sie uns an!

Email schreiben


Ist die Teilnahme an einer besonderen Auslandsverwendung möglich?

Sie sind Reservistin oder Reservist und möchten sich für eine besondere Auslandsverwendung der Bundeswehr verpflichten? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen.

Das Soldatengesetz regelt die Rechtsgrundlagen für die freiwillige Teilnahme von Reservistinnen und Reservisten an besonderen Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Eine Teilnahme ist auf höchstens sieben Monate begrenzt.

Die Teilnehmenden müssen schriftlich ihre Bereitschaft zur freiwilligen Dienstleistung erklären.

Für die Teilnahme an einer besonderen Auslandsverwendung ist das Einverständnis der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers beziehungsweise der Behörde erforderlich, wenn die Verwendung die Zeit von drei Monaten überschreitet.

Bevor die erste Übung zur Vorbereitung auf die Auslandsverwendung begonnen werden kann, muss die Einverständniserklärung der Arbeitgeberseite vorliegen.

Ohne Einverständnis der Arbeitgeberseite wird vom Einsatz des Reservisten oder der Reservistin abgesehen.

Reservistinnen und Reservisten, die sich schriftlich bereit erklärt haben, an besonderen Auslandsverwendungen teilzunehmen, können diese Erklärung jederzeit generell oder für eine konkrete besondere Auslandsverwendung widerrufen. Der Widerruf ist dem zuständigen Karrierecenter schriftlich zu erklären.

ACHTUNG:

Nach Bestandskraft des Heranziehungsbescheides ist der Widerruf ausgeschlossen.

Was bedeutet das für Sie?

Da ein Widerruf nicht mehr möglich ist, müssen Sie einen Antrag auf Entpflichtung von der besonderen Auslandsverwendung bei ihrem Karrierecenter stellen.

Diesem Antrag ist stattzugeben, wenn die Heranziehung für die Reservistin oder den Reservisten wegen persönlicher Gründe eine besondere Härte bedeuten würde.

Nach der Entpflichtung dürfen Reservistendienst Leistende nicht mehr in der besonderen Auslandsverwendung eingesetzt werden. Sie sind, so bald wie möglich, ins Inland zurückzuführen. Nach Abgeltung entstandener Urlaubsansprüche und Durchführung der für die Entlassung notwendigen Maßnahmen wird die Dienstleistung beendet.

 
 

Die finanzielle und soziale Absicherung spielt eine große Rolle. Die Broschüre zur finaziellen und sozialen Absicherung hilft Ihnen alle erforderlichen Vorbereitungen in Bezug auf Ihre Arbeitsstelle sowie Ihren privaten Bereich zu treffen.

Nutzen Sie das Angebot zur bestmöglichen Vorbereitung.

Broschüre zur finanziellen und sozialen Absicherung bei besonderen Auslandsverwendungen (PDF, 874,3 KB) 

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