Häufig gestellte Fragen zur Reserve der Bundeswehr– FAQFrequently Asked Questions

Besteht eine Impfpflicht für Angehörige der Reserve? Was ist der Reservistenausweis und wer kann ihn beantragen? Was ist die Uniformtrageerlaubnis? Darf man die Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses tragen?
Viele Fragen! Antworten dazu finden Sie hier.

Wie funktioniert das Besuchskontrollverfahren?

Wir unterscheiden zwischen drei Gründen für einen Besuch 

  • im Rahmen einer Beorderung 
  • im Rahmen der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit
  • oder im Rahmen eines privaten Interesses stattfindet

Angehörige der Reserve sind als Antragstellende für die Vorlage aller notwendigen Unterlagen, wie zum Beispiel einer Einladung oder Ausschreibung der Veranstaltung, verantwortlich. Zudem sind alle benötigten Dokumentendaten wie die Personalausweisnummer und die Reisedaten vorzulegen.

Für Besuche im Rahmen einer Beorderung sind die Antragsunterlagen der Beorderungsdienststelle vorzulegen. Der Personalbearbeiter oder die Personalbearbeiterin der Beorderungsdienststelle erstellt den Besuchsantrag und sendet diesen an das Streitkräfteamt Gruppe Bundeswehraufgaben Besuchskontrollverfahren. Von dort erfolgt die Einleitung des Besuchskontrollverfahrens.

Bei positiver Rückantwort des Gastlandes wird die Genehmigung und gegebenenfalls die Erteilung einer Einzeluniformtrageerlaubnis für das Ausland erteilt.

Der Reservist oder die Reservistin stellt bei dem zuständigen Feldwebel für Reservisten, in dessen Bereich er oder sie den Erstwohnsitz hat, einen formlosen Antrag zum Tragen der Uniform im Ausland und fügt die antragsbegründenden Unterlagen bei.
Der zuständige Feldwebel für Reservisten prüft, ob der Besuch mit Uniformtrageerlaubnis oder als Dienstliche Veranstaltung durchgeführt werden kann oder muss. Daraufhin erstellt er den Antrag zum Besuchskontrollverfahren sowie gegebenenfalls den Befehl zur Dienstlichen Veranstaltung.

Dieser Antrag wird auf dem Dienstweg über das zuständige Landeskommando und das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr an das Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr im Streitkräfteamt gesandt.
Nach der Übermittlung der Genehmigung der Behörden des Gastlandes sendet das Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr die Genehmigung an das zuständige Landeskommando. Von dort erhält der Reservist oder die Reservistin die Genehmigung. Zusätzlich wird dem Reservisten oder der Reservistin eine Einzeluniformtrageerlaubnis für das Ausland erteilt.

Land

Vorlage im Streitkräfteamt (Arbeitstage)

Belgien

24

Dänemark

25

Frankreich

35

Italien

55

Niederlande

25

Österreich

17

Schweiz

22

Tschechische Republik

20

Großbritannien

31

Die unterschiedlichen Vorlagefristen beruhen auf den Vorgaben der Gastländer.

Bitte beachten Sie, dass das hier beschriebene Verfahren nur den Regelfall darstellt und Sonderregelungen wie zum Beispiel Wohnsitz im Ausland nicht berücksichtigt. Solche Fälle sind immer mit den zuständigen Feldwebeln für Reservisten im Einzelnen zu klären. 

Was ist eine Dienstliche Veranstaltung?

Zielscheiben in der Schießausbildung der Reserve.

Schießausbildung und Schießerhalt bilden einen Schwerpunkt in der militärischen Ausbildung von Reservistinnen und Reservisten. Auch in Wettkämpfen.

Bundeswehr/Andreas Schindler

Dienstliche Veranstaltungen sind dienstliche Vorhaben der Streitkräfte. Sie werden insbesondere für militärische Ausbildungen, Fortbildungen und Weiterbildungen durchgeführt, die zwingend den Soldatenstatus erfordern.

Unterschieden werden Dienstliche Veranstaltungen

  • innerhalb der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit und
  • für beorderte Reservistinnen oder Reservisten.

Für Angehörige der Reserve ist es möglich, mit ihrem Einverständnis nach § 81 Absatz 1 des Soldatengesetzes, bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres an einer Dienstlichen Veranstaltung teilzunehmen, sofern sie dienstfähig sind.

Für die Dauer der Dienstlichen Veranstaltung besteht ein Wehrdienstverhältnis.

Die Dauer einer Dienstlichen Veranstaltung darf grundsätzlich 3 Tage nicht überschreiten.

Zuständig für Dienstliche Veranstaltungen ist der Kommandeur im jeweiligen Landeskommando.

Im Rahmen der internationalen Reservistenarbeit, wie zum Beispiel CIORConfédération Interalliée des Officiers de Réserve, CIOMRConfédération Interalliée des Officiers Médicaux de RéserveCISORConfédération Interalliée des Sous-Officiers de Réserve ist das Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr zuständig.

Verletzung oder Erkrankung bei einer Übung oder Dienstlichen Veranstaltung

Was geschieht, wenn ich mir während einer Übung oder einer Dienstlichen Veranstaltung eine Verletzung/Erkrankung zuziehe, deren Behandlung über die Dauer der Dienstleistung andauert?

Bei einer Übung verlängert sich der Reservistendienst bis zur Beendigung der truppenärztlichen Behandlung der Verletzung/Erkrankung, höchstens jedoch um drei Monate.

Der oder die Reservistendienst Leistende kann schriftlich erklären, mit der Fortsetzung des Wehrdienstverhältnisses nicht einverstanden zu sein. In diesem Fall endet der Reservistendienst mit Ablauf des Tages, an dem die Erklärung abgegeben worden ist (§ 75 Abs. 6 SG).

Das zuständige Karrierecenter der Bundeswehr und das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr VII 3.2 sind durch die Dienstleistungsdienststelle entsprechend zu informieren.

Aus Fürsorgegründen gilt, angelehnt an die Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“, auch für während der Dienstleistung an Corona erkrankte Reservistendienst Leistende, die sich zum Entlassungszeitpunkt in Quarantäne befinden.

Während der Dienstlichen Veranstaltung haben die zugezogenen Reservistendienst Leistenden Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung nach § 1 Absatz 2 i. V. m. § 22 USG. Für gesundheitliche Schädigungen, die während der Dienstlichen Veranstaltung oder auf der zeitlich im Zusammenhang stehenden und auf dem kürzesten Weg durchgeführten Hin- und Rückreise eingetreten sind, erhalten die zugezogenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Beendigung der Dienstlichen Veranstaltung auf Antrag Versorgung nach § 80 i. V. m. § 81 Abs. 3 Nr. 1 SVG (erforderlichenfalls auch Heilbehandlung einschließlich Versorgungskrankengeld). Der Antrag ist an das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zu richten.

Verfahrensweise bei Veranstaltungen mit Teilnehmenden von über 65 Jahren

Für den Einsatz von Reservistinnen und Reservisten, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, gelten folgende Verfahrensweisen im Zusammenhang mit dienstlichen Veranstaltungen sowie Verbandsveranstaltungen.

Gemäß § 81 Absatz 2 Soldatengesetz ist die Zuziehung von Personen zu einer dienstlichen Veranstaltungen auf freiwilliger Basis bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres möglich, sofern die Dienstfähigkeit gegeben ist.

Nach Erreichen dieser gesetzlich festgelegten Altersgrenze ist die Begründung eines Wehrdienstverhältnisses gemäß des IV. und V. Abschnittes des Soldatengesetzes ausgeschlossen. Insofern ist der Einsatz von Funktionspersonal oder Unterstützungspersonal auf Grundlage einer dienstlichen Veranstaltung jenseits der vorgenannten Altersgrenze ebenso ausgeschlossen.

Nach den Bestimmungen der Uniformverordnung ist das Tragen der Uniform auf Grundlage einer erteilten Uniformtrageerlaubnis bei Veranstaltungen von Soldatinnen-, Soldaten-, Reservistinnen- und Reservistenvereinigungen, zu denen kein Kontaktverbot der Bundeswehr besteht, grundsätzlich möglich.

Einschränkend wird jedoch in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass aufgrund des Wegfalls der Kennzeichnungspflicht beim Tragen der Uniform im Rahmen der Uniformtrageerlaubnis außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses eine Differenzierung zwischen Zivilisten mit Uniformtrageerlaubnis und Soldaten, die sich in einem Wehrdienstverhältnis befinden, nicht mehr möglich ist.

Zur Schaffung von Handlungssicherheit für den jeweiligen Leitenden der dienstlichen Veranstaltung wird daher für die dienstliche Veranstaltungen, bei denen es insbesondere auf das Vorgesetzten-/Unterstellungsverhältnis und den Soldatenstatus ankommt, wie zum Beispiel beim Schießen, militärischer Ausbildung mit sicherheitsrelevanter Technik und weitere dienstliche Veranstaltungen, bei denen der jeweilige Leiter dies bestimmt, klargestellt, dass das Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses auf Grundlage einer Uniformtrageerlaubnis den zivilen Teilnehmern der dienstlichen Veranstaltung untersagt ist.

Eine entsprechende Änderung der diesbezüglichen nachgesetzlichen Regelung erfolgt mit der Inkraftsetzung der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 Version 4 „Die Reserve“.

Die Ausbildung durch die in der Reservistenarbeit tätigen Verbände und Vereinigungen findet im Rahmen der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit außerhalb der Bundeswehr grundsätzlich in Form von Verbandsveranstaltungen (VVag) statt, soweit ein Soldatenstatus nicht erforderlich ist. Hierbei kann auf Grundlage einer erteilten Uniformtrageerlaubnis die Uniform auch außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses im In- und Ausland bei besonderen Anlässen getragen werden. Grundsätzlich ist hierbei jedoch der Dienstanzug Grundform oder der Gesellschaftsanzug zu tragen.

In begründeten Ausnahmefällen darf nach Genehmigung des zuständigen Landeskommandos (Inland) beziehungsweise des Kompetenzzentrums Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr (Ausland) gemäß der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“ auch der Feldanzug Tarndruck allgemein Grundform getragen werden.

Für die allgemeine Uniformtrageerlaubnis gibt es keine Altersgrenze.

Schießen von Mitgliedern einer Reservistenarbeitsgemeinschaft Schießsport des Reservistenverbandes, eines Verbandes oder einer Vereinigung, der oder die Mitglied des Beirats Reservistenarbeit beim Reservistenverband ist, können auf Schießanlagen der Bundeswehr als Verbandsveranstaltung nach der jeweils durch das Bundesverwaltungsamt genehmigten Schießsportordnung und gemäß regional abgeschlossener Mitbenutzungsverträge mit den Bundeswehrdienstleistungszentren durchgeführt werden.

Näheres ist in der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“ geregelt.

Gemäß der aktuell gültigen Schießsportordnung des Reservistenverbandes vom 05. April 2019 ist unabhängig von einer Altersgrenze bei Wettkämpfen, Trainings und anderen Schießsportveranstaltungen des Reservistenverbandes grundsätzlich Zivilkleidung zu tragen.

Das Tragen von Uniformen oder Uniformteilen der Bundeswehr und anderer Streitkräfte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Besteht eine Impfpflicht für Reserveangehörige?

Sie sind Reservistin oder Reservist und unterstützen die Bundeswehr zum Beispiel im Rahmen der Amtshilfe oder nehmen an einer besonderen Auslandsverwendung teil? Informieren Sie sich hier über die Impfpflicht von Angehörigen der Reserve.

Angehörigen der Reserve, die im Rahmen der Amtshilfe tätig sind, sind Teil der Hilfs- und Katastrophenkräfte im Inland. Ihnen wird folgender Impfschutz empfohlen.

Tetanus

Diphtherie

Polio

Pertussis

Influenza

Mumps, Masern, Röteln

Hepatitis A

Hepatitis B

FSME

Die oben genannten Kräfte können die erforderlichen Impfungen ohne Einschränkung in Sanitätseinrichtungen der Bundeswehr erhalten.

Reservistendienst Leistende die für eine besondere Auslandverwendung vorgesehen sind, haben die angewiesenen Impf- und Prophylaxemaßnahmen sowie Impfungen zu dulden.

Die oben genannte Duldungspflicht gilt auch für in Deutschland nicht zugelassene Impfstoffe. Eine sich als unbegründet erweisende Verweigerung der Impfung stellt eine Dienstpflichtverletzung dar, die dienstrechtliche Konsequenzen haben kann. Außerdem können versorgungsrechtliche Nachteile entstehen.

Reservistendienst Leistende, die an besonderen Auslandsverwendungen teilnehmen, werden im Rahmen der Einsatzvorbereitung zeitgerecht vor Beginn der vorgesehenen Verwendung geimpft.
Der Basisimpfschutz wird für das jeweilige Einsatzland um spezifische Impfungen erweitert.

Was ist der Reservistenausweis und wer kann ihn beantragen?

Sie sind bereits Teil der Reserve und interessieren sich für einen Reservistenausweis? Informieren Sie sich gleich hier!

  • Beorderte Reservistinnen und Reservisten, die auch außerhalb des Reservistendienstes einen engen Kontakt zu ihrer Beorderungsdienststelle pflegen,
  • Mandatsträgerinnen und Mandatsträger,
  • Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einer Mitgliedsvereinigung des Beirates Reservistenarbeit beim Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.eingetragener Verein oder beim Reservistenverband,
  • frühere Berufssoldatinnen und Berufssoldaten und
  • Reservistinnen und Reservisten, die eine Aufgabe im Interesse der Bundeswehr wahrnehmen, ohne dass ein Beorderungsverhältnis besteht.

Innerhalb eines Wehrdienstverhältnisses sind entsprechende Anträge bei der beziehungsweise dem zuständigen Disziplinarvorgesetzten zu stellen.

Außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses sind entsprechende Anträge an das für den Wohnsitz der Reservistin beziehungsweise des Reservisten zuständige Landeskommando zu richten.

Ausnahme: Bei fehlender Zuständigkeit und bei Anträgen von Generalen oder vergleichbar ist das Streitkräfteamt in Bonn zuständig.

Zur Beantragung des Ausweises nutzen Sie bitte dieses Formular. (DOCX, 33,8 KB)


Die Gültigkeit des Ausweises für Reservistinnen und Reservisten, unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs, ist bis zu zehn Jahre befristet. Der Ausweis ist nur in Verbindung mit dem Personalausweis oder Reisepass gültig.

Die geltenden Bestimmungen zur Antragsstellung, der Zuständigkeiten und der Nachweisführung für den Reservistenausweis finden Sie in der Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2.

Eine gleichzeitige Beantragung der allgemeinen Uniformtrageerlaubnis ist möglich und wird auf der Rückseite des Ausweises für Reservistinnen und Reservisten dokumentiert.

Gilt die Soldatenarbeitszeitverordnung für Reservistendienstleistende?

Oft kommt die Frage auf ob die Soldatenarbeitszeitverordnung auch für Reservistinnen und Reservisten gilt.  Ja, die Soldatenarbeitszeitverordnung gilt für Soldatinnen und Soldaten sowie für Reservistendienst Leistende während ihres Reservistendienstes.

Ausführliche Informationen zur Soldatenarbeitszeitverordnung finden Sie unter folgendem Link Soldatenarbeitszeitverordnung.

Haben Reservistendienstleistende Anspruch auf Reisekosten?

Reservistendienstleistende erhalten für die Fahrt zum Dienstantritt und für die Heimfahrt entweder eine Fahrkarte oder sie bekommen die Fahrtkosten erstattet, wenn keine unentgeltliche Beförderungsmöglichkeit genutzt werden kann.

Eine Geldbörse ist nur mit Quittungen gefüllt. Davor liegen ein paar einzelne Cent.

Wer den Cent nicht ehrt... - freuen Sie sich über jede noch so kleine Erstattung!

Bundeswehr / Stephan Ink

Bei der Nutzung eines Kraftfahrzeuges kann eine Wegstreckenentschädigung in Höhe von 20 Cent je Kilometer geleistet werden, höchstens jedoch 150,00 Euro.
Dies setzt allerdings voraus, dass vom Dienstherrn keine unentgeltliche Beförderungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt wurde, und der Reservistendiensteistende nicht von einem anderen Dienstreisenden des Bundes oder eines anderen Dienstherren in einem Kraftwagen mitgenommen wurde.


Besonderheiten können sich ergeben, wenn zur Fahrtkostenersparnis bundeswehreigene Transportmittel genutzt werden können.
 

Anträge auf Erstattung von Fahrtkosten können nur innerhalb von sechs Monaten ab Beendigung der Reise gestellt werden.

Was ist die Uniformtrageerlaubnis?

Die Uniformtrageerlaubnis ermöglicht den Reservistinnen und Reservisten das Tragen der Uniform unter bestimmten Voraussetzungen.

Die allgemeine Uniformtrageerlaubnis kann durch jede Reservistin und jeden Reservisten vor Beendigung des Wehrdienstverhältnisses bei dem beziehungsweise der zuständigen Disziplinarvorgesetzten beantragt werden.

Anträge nach Beendigung des Wehrdienstverhältnisses sind für beorderte Reservisten an die Beorderungsdienststelle zu richten. Für nicht beorderte Reservisten ist das für den Wohnsitz zuständige Landeskommando zuständig.

Die allgemeine Uniformtrageerlaubnis gilt nur im Inland.

Der Ausweis für Reservistinnen und Reservisten kann auf Antrag die allgemeine Uniformtrageerlaubnis beinhalten.

Bei Verlust der Uniformtrageerlaubnis wird der Ausweis eingezogen.

Das unberechtigte Tragen der Uniform, insbesondere auch das Anlegen unzutreffender Dienstgradabzeichen, kann gemäß § 132a Strafgesetzbuch geahndet werden.


 

Darf man die Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses tragen?

Frühere Soldatinnen und Soldaten haben die Möglichkeit, eine Genehmigung zum Tragen der Uniform auch außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses im In- und Ausland zu beantragen. Hierbei handelt es sich um besondere Anlässe wie zum Beispiel festliche Familienereignisse oder repräsentative Veranstaltungen wie Empfänge oder Bälle.

Grundsätzlich ist der Dienstanzug Grundform oder der Gesellschaftsanzug zu tragen.

In begründeten Ausnahmefällen entscheidet das zuständige Landeskommando für das Inland und das Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundewehr für das Ausland, über die Genehmigung des Tragens des Feldanzuges.

Soweit einer der in der Liste der begünstigten Vereinigungen aufgeführten Verbände das Tragen des Feldanzuges ausdrücklich wünscht, gilt die Genehmigung als erteilt.

Was macht der Verband der Reservisten der Bundeswehr?

Der VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. ist der beauftragte Träger der Reservistenarbeit außerhalb der Bundeswehr. Um dies gewährleisten zu können, erhält der Verband für die Durchführung der Reservistenarbeit jährlich einen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von circa 18.000.000 Euro aus dem Bundeshaushalt. Die Aufgaben sind durch den Verband im Sinne und nach Vorgabe der Bundeswehr zu erfüllen.

Was ist ein Reservewehrdienstverhältnis?

Das Reservewehrdienstverhältnis ist ein besonderes Wehrdienstverhältnis auf ehrenamtlicher Basis.

Für weitere Fragen ist Ihr zuständiges Landeskommando Ihr direkter Ansprechpartner. 

  • Leiterinnen und Leiter der Bezirkskommandos und Kreisverbindungskommandos und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter,
  • die Beauftragten Sanitätsstabsoffiziere für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen,
  • die Kommandeurinnen und Kommandeure der Ergänzungstruppenteile und Heimatschutzregimenter,
  • die Kompaniechefinnen und Kompaniechefs der Ergänzungstruppenteile und der Heimatschutzkompanien,
  • die Leiterinnen und Leiter der Verbindungskommandos Sanität sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter,
  • die Leiterinnen und Leiter der Verbindungskommandos Innenministerium und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter,
  • die Leiterinnen und Leiter der Verbindungskommandos Nachbarstaaten und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie
  • die Kommandeurinnen bzw. Kommandeure der Regionalstäbe Territoriale Aufgaben.

Das Reservewehrdienstverhältnis beginnt mit der Ernennung.
 

Für den zeitlichen Aufwand und gegebenenfalls für finanzielle Aufwendungen im Reservewehrdienstverhältnis besteht die Möglichkeit, unter den Voraussetzungen des § 7 Abs. 2 Reservistinnen- und Reservistengesetz, eine Aufwandsentschädigung zu erhalten.

Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich nach dem berücksichtigungsfähigen Zeitaufwand in der jeweiligen Verwendung und kann bis zu 160 Euro monatlich betragen.


Soldatinnen oder Soldaten im Reservewehrdienstverhältnis sind über das Soldatenversorgungsgesetz abgesichert.

Was beinhaltet das Unterhaltssicherungsgesetz?

Reservistendienstleistenden und Freiwillig Wehrdienstleistenden werden auf Antrag Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz gewährt.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Leistungen und Anspruchsberechtigten finden Sie im Bereich Unterhaltssicherung.
 

Was ist eine Beorderung?

Eine Beorderung ist die Einplanung eines Reservisten oder einer Reservistin auf einem Dienstposten in der Verstärkungsreserve oder Personalreserve.

Ziel der Bundeswehr ist es, interessierte und geeignete Reservistinnen und Reservisten durch Beorderung langfristig an die Bundeswehr zu binden. 

Was ist das Veteranenabzeichen der Bundeswehr?

Veteranenabzeichen der Bundeswehr

Anerkennung für treuen Dienst: Das Veteranenabzeichen der Bundeswehr

Bundeswehr/Torsten Kraatz

Das Veteranenabzeichen ist eine Anerkennung treuer Dienste und engagierten Einsatzes, ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung.

Am 15. Juni 2019, dem Tag der Bundeswehr, wurde es erstmals verliehen.

Das Veteranenabzeichen wird allen Veteraninnen und Veteranen auf Antrag ausgehändigt.

Die Voraussetzung für die Beantragung begründet sich in der Definition für Veteraninnen und Veteranen. Demnach ist Veteranin oder Veteran der Bundeswehr, wer als Soldatin oder Soldat der Bundeswehr im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat.



Nutzen Sie bitte das Antragsformular. (PDF, 2,0 MB)


Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Abteilung VI Veteranenabzeichen
Luisenstr. 109
53721 Siegburg

Ihnen wird das Abzeichen auf dem Postweg zugestellt.

Haben Sie Fragen zum Veteranenabzeichen? Schreiben Sie uns an!

Email schreiben


Ist die Teilnahme an einer besonderen Auslandsverwendung möglich?

Sie sind Reservistin oder Reservist und möchten sich für eine besondere Auslandsverwendung der Bundeswehr verpflichten? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen.

Das Soldatengesetz regelt die Rechtsgrundlagen für die freiwillige Teilnahme von Reservistinnen und Reservisten an besonderen Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Eine Teilnahme ist auf höchstens sieben Monate begrenzt.

Die Teilnehmenden müssen schriftlich ihre Bereitschaft zur freiwilligen Dienstleistung erklären.

Für die Teilnahme an einer besonderen Auslandsverwendung ist das Einverständnis der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers beziehungsweise der Behörde erforderlich, wenn die Verwendung die Zeit von drei Monaten überschreitet.

Bevor die erste Übung zur Vorbereitung auf die Auslandsverwendung begonnen werden kann, muss die Einverständniserklärung der Arbeitgeberseite vorliegen.

Ohne Einverständnis der Arbeitgeberseite wird vom Einsatz des Reservisten oder der Reservistin abgesehen.

Reservistinnen und Reservisten, die sich schriftlich bereit erklärt haben, an besonderen Auslandsverwendungen teilzunehmen, können diese Erklärung jederzeit generell oder für eine konkrete besondere Auslandsverwendung widerrufen. Der Widerruf ist dem zuständigen Karrierecenter schriftlich zu erklären.

ACHTUNG:

Nach Bestandskraft des Heranziehungsbescheides ist der Widerruf ausgeschlossen.

Was bedeutet das für Sie?

Da ein Widerruf nicht mehr möglich ist, müssen Sie einen Antrag auf Entpflichtung von der besonderen Auslandsverwendung bei ihrem Karrierecenter stellen.

Diesem Antrag ist stattzugeben, wenn die Heranziehung für die Reservistin oder den Reservisten wegen persönlicher Gründe eine besondere Härte bedeuten würde.

Nach der Entpflichtung dürfen Reservistendienst Leistende nicht mehr in der besonderen Auslandsverwendung eingesetzt werden. Sie sind, so bald wie möglich, ins Inland zurückzuführen. Nach Abgeltung entstandener Urlaubsansprüche und Durchführung der für die Entlassung notwendigen Maßnahmen wird die Dienstleistung beendet.

 
 

Die finanzielle und soziale Absicherung spielt eine große Rolle. Die Broschüre zur finaziellen und sozialen Absicherung hilft Ihnen alle erforderlichen Vorbereitungen in Bezug auf Ihre Arbeitsstelle sowie Ihren privaten Bereich zu treffen.

Nutzen Sie das Angebot zur bestmöglichen Vorbereitung.

Broschüre zur finanziellen und sozialen Absicherung bei besonderen Auslandsverwendungen (PDF, 874,3 KB) 

Begriffsverzeichnis Reserve

Wehrrechtliche Verfügbarkeit liegt vor, wenn keine gesetzlichen Dienstleistungsausnahmen (§ 64 SG ff) vorliegen und die gesundheitliche Eignung gegeben ist.

Der nach Maßgabe dieses Gesetzes zu leistende Wehrdienst umfasst

  • den Grundwehrdienst (§ 5)
  • die Wehrübungen (§ 6)
  • die besondere Auslandsverwendung (§ 6a)
  • den freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst im Anschluss an den Grundwehrdienst (§ 6b)
  • die Hilfeleistung im Innern (§ 6c)
  • die Hilfeleistung im Ausland (§ 6d)
  • den unbefristeten Wehrdienst im Spannungs- oder Verteidigungsfall.

Ein Wehrdienstverhältnis ist ein öffentlich-rechtliches Sonderrechtsverhältnis, das zwischen dem Dienstherrn (Bundesrepublik Deutschland) und der /dem in der Bundeswehr auf Grund der Wehrpflicht oder freiwilliger Verpflichtung Wehrdienst Leistenden besteht. Werden Reservisten/Innen in ein Wehrdienstverhältnis berufen, sind sie Soldaten/Innen mit allen entsprechenden Rechten und Pflichten.

§ 63b SG Wehrdienst zur temporären Verbesserung der personellen Einsatzbereitschaft dient dem Erhalt oder der Herstellung der vollen Arbeitsfähigkeit der Organisationseinheit bei anders nicht abwendbaren Vakanzen oder zur Bewältigung von anders nicht zeitgerecht zu erledigender Auftragsspitzen in den Dienststellen im GB BMVgBundesministerium der Verteidigung.

Gesamtheit aller Beorderten auf strukturgebundenen Dienstposten für Reservistinnen und Reservisten. Die Verstärkungsreserve wird zur Herstellung der vollen Einsatzbereitschaft der Dienststellen im GB BMVgBundesministerium der Verteidigung im Frieden sowie zur Erweiterung bestehender oder zum Aufbau neuer Fähigkeiten benötigt.

Frauen und Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit, die bisher keinen Wehrdienst geleistet haben.

Übungen nach § 61 Absatz 1 und 2 SG werden als allgemeiner Reservistendienst durchgeführt. Sie unterliegen dem Freiwilligkeitsprinzip.

Übungen, die von der Bundesregierung als Bereitschaftsdienst angeordnet werden (§ 61 Absatz 3 SG), werden als besonderer Reservedienst durchgeführt.

Im Bereich der Truppenreserve gibt es an fast allen Dienststellen der Streitkräftebasis eine bestimmte Anzahl von gespiegelten Dienstposten, bei denen die Aufgaben aktiver Soldatinnen und Soldaten zeitweise durch Reservisten wahrgenommen werden können. Die Truppenreserve dient der Unterstützung der aktiven Truppe als integraler Bestandteil in allen militärischen Organisationsbereichen.

Die Territoriale Reserve wird zu territorialen Verbindungs-, Sicherungs- und Unter- stützungsaufgaben eingesetzt. Sie ist Teil der Streitkräftebasis. Reservistinnen und Reservisten der Territorialen Reserve bauen Brücken zwischen Bundeswehr und Gesellschaft. Neben der Bezirks-/Kreisverbindungsorganisation (BVKBezirksverbindungskommando/KVKKreisverbindungskommando) und den Stp Hilfeleistungen im Innern in der SKBStreitkräftebasis werden den Landeskommandos/Landersregimentern unterstellte Heimatschutzkräfte (HSchKr) nach regionalem Aufkommen aufgestellt, die zur Entlastung der aktiven Truppe im Heimatschutz vorgesehen sind.

Stützpunkte Hilfeleistungen im Innern sind bundesweit ausgewählte Standorte, an denen die dort stationierten Truppenteile und Dienststellen über besondere Fähigkeiten verfügen, die sich neben der Durchführung des originären militärischen Auftrags auch zur Durchführung subsidiärer Aufgaben im Rahmen der Hilfeleistung im Inland eignen. Teil- oder nichtaktive Anteile können zur Verstärkung / Erhöhung der Durchhaltefähigkeit der Stp Hilfeleistungen im Innern ausgebracht werden.

Auf einer StRes kann ein/e Reservist/Innen an 365 (im Schaltjahr 366) Tagen Dienstleistungen im Sinne des § 60 SG leisten. Die Veranschlagungsstärke der jährlich zur Verfügung stehenden StRes wird im jeweiligen Bundeshaushaltsplan festgelegt.

Reservisten/Innen, die in der Bundeswehr als Soldaten/Innen nach dem Vierten oder Fünften Abschnitt des Soldatengesetzes Dienstleistung leisten.

Reservistinnen und Reservisten, die sich freiwillig verpflichtet haben, ehrenamtlich eine Funktion in der Reserveorganisation der Bundeswehr wahrzunehmen, können längstens bis zum Ablauf des Monats, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden, in ein Wehrdienstverhältnis nach diesem Gesetz (Reservewehrdienstverhältnis) berufen werden.         

 

Alle Aufgaben der Führung, des Einsatzes, der Information, der Betreuung, der Beteiligung, der Ausbildung, der Weiterentwicklung, der Dienstleistung und der Verwendungsplanung, soweit sie sich auf Reservisten beziehen.   

Reservistinnen und Reservisten sind alle früheren Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die ihren Dienstgrad nicht verloren haben, sowie Personen, die aufgrund einer mit dem Bund eingegangenen Verpflichtung zu einer Wehrdienstleistung nach dem Vierten Abschnitt des SG herangezogen werden können.


Unter der Reserve werden die organisatorischen, materiellen, infrastrukturellen und personellen Maßnahmen zusammengefasst, die einen Aufwuchs ermöglichen.

Gesamtheit aller Beorderten auf nicht strukturgebundenen Dienstposten für Reservistinnen und Reservisten in den OrgBerOrganisationsbereich. Sie ist eine planerische Vorsorge zur Kompensation fehlenden Personals oder zur Deckung eines temporär erhöhten Bedarfs zum Erhalt oder zur Steigerung der Durchhaltefähigkeit.

  • Bundesministerium der Verteidigung
  • Ausrüstung, Nutzungs- und Informationstechnik
  • Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung
  • Personal
  • Heer
  • Luftwaffe
  • Marine
  • Cyber und Informationsraum
  • Streitkräftebasis
  • Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr
  • Rechtspflege
  • Militärseelsorge

Ein Landesregiment ist eine neue Führungsstruktur der Territorialen Reserve. Als Pilotprojekt entstand sie 2018 in enger Zusammenarbeit von Streitkräftebasis und Verband der Reservisten der Bundeswehr. Im Landesregiment sind Kompanien der Heimatschutzkräfte aus einem Bundesland zusammengefasst, hinzu kommen eine Stabs- und Versorgungskompanie und eine Unterstützungskompanie. Durch die Regimentsstruktur ist die territoriale Reserve schneller und effektiver einsatzbereit. Ein Landesregiment hat einen Kommandeur, untersteht aber insgesamt dem jeweiligen Landeskommando.        

Das Kompetenzzentrum ist ein Organisationselement im Streitkräfteamt. Es wird durch das fachlich zuständige Referat im BMVgBundesministerium der Verteidigung bei der Unterstützung des Beauftragten für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr eingebunden. Das Kompetenzzentrum gestaltet als fachlich zuständige Stelle die Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr zentral „aus einer Hand“, verfügt über ein aktuelles Lagebild und ist zentraler Ansprechpartner in Reservistenangelegenheiten innerhalb und außerhalb der Bundeswehr.

Ein sich zuspitzendes Spannungsverhältnis unterhalb der Ebene des bewaffneten Konflikts, verursacht durch Instabilitäten, die unter anderem aus ethnischen, politischen, sozialen oder ökonomischen Schwierigkeiten oder ungeklärten territorialen Ansprüchen entstehen können.

Verwendungen der Streitkräfte im Rahmen der Amtshilfe oder bei einer Naturkatastrophe oder einem besonders schweren Unglücksfall nach Artikel 35 GG.

Begründung eines Wehrdienstverhältnisses nach dem Vierten Abschnitt des Soldatengesetzes.

Heimatschutz umfasst die Aufgaben, die im Rahmen der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge zum Schutz Deutschlands und seiner sich auf deutschem Hoheitsgebiet befindenden Bürgerinnen und Bürger, außerhalb des Spannungs- und Verteidigungsfalls, durch die Bundeswehr wahrzunehmen sind.

Zur Entlassung heranstehende Soldaten erhalten die Absicht angezeigt, sie temporär für den Fall der Feststellung des Spannungs- oder Verteidigungsfalls oder des Bereitschaftsfalls auf einem bestimmten Dienstposten einzusetzen sowie sie zum Erhalt bzw. zum Erwerb von auf diesem Dienstposten erforderlichen Fertigkeiten/Fähigkeiten zu Reservistendiensten mit ihrem Einverständnis heranzuziehen.

Die Summe aller Beorderungsmöglichkeiten für Reservistinnen und Reservisten im Frieden (Summe aus Verstärkungsreserve und Personalreserve).

Ergänzungstruppenteile sind in den Organisationsgrundlagen ausgeplante Elemente der jeweiligen Strukturebene, deren Dienstposten in der Regel mit Reservistinnen und Reservisten besetzt werden. Ergänzungstruppenteile werden bei Bedarf aktiviert, dienen der Verstärkung der aktiven Verbände im gesamten Aufgabenspektrum und bilden damit die Grundlage für die Aufwuchsfähigkeit.

Eine einsatzgleiche Verwendung umschreibt eine dienstliche Tätigkeit, die zwar einem Einsatz gleicht, rechtlich aber nicht gleichgestellt ist, da ihr ein entsprechender Beschluss der Bundesregierung fehlt. Es handelt sich rechtlich nicht um Einsätze (Keine Besondere Auslandsverwendung nach § 62 SG). Die Anforderung des einplanenden TrT erfolgt demnach auf Grundlage des § 61 SG. BMVgBundesministerium der Verteidigung SE III 3 aktualisiert vierteljährlich eine Übersicht der anerkannten Missionen.

Um die Zustellung eines Einberufungsbescheides durch die Personalgewinnungsorganisation, mit dem Wehrpflichtige zur Ableistung eines Wehrdienstes nach dem Wehrpflichtgesetz verpflichtet werden.

  • Dienstleistungen sind  Übungen (§ 61)
  • besondere Auslandsverwendungen (§ 62)
  • Hilfeleistungen im Innern (§ 63)
  • Hilfeleistungen im Ausland (§ 63a)
  • Wehrdienst zur temporären Verbesserung der personellen Einsatzbereitschaft (§ 63b)
  • unbefristeter Wehrdienst im Spannungs- oder Verteidigungsfall.

Alle Dienstleistungen bzw. Wehrdienstarten, die über den Allgemeinen Reservistendienst hinausgehen und im Vierten Abschnitt des Soldatengesetzes oder im Wehrpflichtgesetz definiert sind.

Bei Verwendungen, die aufgrund eines Übereinkommens, eines Vertrages oder einer Vereinbarung mit einer über- oder zwischenstaatlichen Einrichtung oder mit einem auswärtigen Staat auf Beschluss der Bundesregierung im Ausland oder außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes auf Schiffen oder in Luftfahrzeugen stattfinden. (§ 62 Absatz 1 SG)

Unbefristete Übungen als Bereitschaftsdienst, die durch die Bundesregierung nach § 61 Absatz 3 SG angeordnet werden.

Die bu ResArb richtet sich an alle nicht beorderten und beorderten Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr sowie an Ungediente, die bereit sind, sich über bestehende Verpflichtungen hinaus für die Bundeswehr einzusetzen. Vorrangige Zielgruppe sind die Angehörigen der Allgemeinen Reserve.

AusbStpRes sind Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr, in denen Reservistinnen und Reservisten ausgebildet werden. Dabei kann es sich auch um Ausbildungseinrichtungen für die aktive Truppe handeln.

In Aufwuchsstützpunkten lagert die persönliche Ausrüstung (und damit auch die Handwaffen) sowie das Großgerät der jeweiligen Einheiten für die Reserve. In der Regel ist der Aufwuchsstützpunkt zugleich auch Gestellungsort im Falle der Aktivierung der Reserve.

Der Aufwuchs umfasst alle Maßnahmen zur Erhöhung der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft der Streitkräfte außerhalb einer Mobilmachung. Die völkerrechtsverbindliche Obergrenze von 370.000 Soldatinnen und Soldaten im Frieden darf dabei nicht überschritten werden.

Dienst von Reservistinnen und Reservisten nach § 61 Absatz 1 und 2 SG und die dienstliche Veranstaltung (DVag) nach § 81 SG.

Die Gesamtheit aller nicht beorderten Reservistinnen und Reservisten.

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