Reserve der Bundeswehr
Verwurzelt in der Mitte der Gesellschaft sind Reservistinnen und Reservisten ein unverzichtbarer Teil der Bundeswehr.
Verwurzelt in der Mitte der Gesellschaft sind Reservistinnen und Reservisten ein unverzichtbarer Teil der Bundeswehr.
860.000 Reservistinnen und Reservisten gehören zur Allgemeinen Reserve der Bundeswehr. Sie alle waren einmal Teil der Streitkräfte.
Die aktive Reserve wächst. 200.000 Dienstposten werden für Reservistinnen und Reservisten geschaffen.
Die 60 Heimatschutzkompanien der territorialen Reserve sind an 42 Standorten in ganz Deutschland zuhause. Damit ist Heimatschutz auch heimatnah.
Ob Verteidigungsfall oder Naturkatastrophe – wenn es ernst wird, schlägt die Stunde der Reserve. Dann verstärken die Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr ihre Kameradinnen und Kameraden der aktiven Truppe, um ihren gemeinsamen Auftrag zu erfüllen. Meist waren Reservistinnen und Reservisten selbst einmal aktive Soldatinnen und Soldaten.
Der Auftrag der Reserve deckt dabei ein breites Spektrum ab, das sich aus der konkreten Bedrohungslage für die Bundesrepublik Deutschland ableitet. Beispielsweise bringen sich Reservistinnen und Reservisten mit ihren zivilen Qualifikationen schon im Frieden gezielt in verschiedensten Funktionen in der Truppe ein. Sie unterstützen zudem im Fall von Naturkatastrophen oder üben in regelmäßigen Abständen mit der Waffe in der Hand, beispielsweise für den Heimatschutz.
Im Krisenfall ermöglichen Reservistinnen und Reservisten hingegen einen schnellen Aufwuchs der Streitkräfte, um einen Aggressor von einem Angriff abzuschrecken oder diesen im Ernstfall abzuwehren. Die Reserve stellt sicher, dass Deutschland und seine Bevölkerung umfassend und anhaltend verteidigt werden können. In der Strategie der Reserve (PDF, 1,8 MB) sind dieser Auftrag sowie die gesamte Ausrichtung der Reserve beschrieben.
„Der Schutz unseres Landes ist eine Aufgabe, die wir nur mit einer starken Reserve leisten können.”
Grundsätzlich sind alle ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, die in der Bundeswehr gedient haben, Teil der Reserve. Dabei ist es egal, ob man Wehrpflichtiger war, freiwillig Wehrdienst geleistet hat, an der Ausbildung Ungedienter teilgenommen oder länger als Soldatin oder Soldat auf Zeit oder Berufssoldatin und Berufssoldat gedient hat. Ausgenommen sind jedoch diejenigen, die ihren Dienstgrad verloren haben, also unehrenhaft entlassen wurden. Sie dürfen nicht als Reservist oder Reservistin dienen.
Auch wer bisher nicht aktiv in der Bundeswehr gedient hat, kann Teil der Reserve werden. Dazu bietet die Bundeswehr verschiedenen Laufbahnen als Mannschaften, Unteroffiziere und Unteroffizierinnen oder Offizieren und Offizierinnen in der Reserve an. Dabei können bestimmte Anteile der Ausbildung auch in einzelnen Modulen oder einer Fernausbildung absolviert werden. Passend zur eigenen Lebenssituation kann sich so jeder und jede für die Sicherheit Deutschlands engagieren.
Die Bundeswehr unterscheidet Allgemeine Reserve, Territoriale Reserve und Truppenreserve. Jeder Reservist und jede Reservistin gehört zu einer dieser drei Kategorien. Zu welcher hängt davon ab, ob der- oder diejenige für einen konkreten Dienstposten eingeplant ist. Diese Einplanung nennt man Beorderung.
Grundsätzlich sind alle ehemaligen Soldatinnen und Soldaten Teil der Allgemeinen Reserve. Sie sind nicht für einen konkreten Dienstposten vorgesehen, können aber im Falle einer verschlechterten Sicherheitslage mobilisiert werden, um einen Aufwuchs der Streitkräfte sicherzustellen.
Wer frisch aus seinem aktiven Dienst aus der Bundeswehr ausscheidet, unterliegt sechs Jahre lang der sogenannten Grundbeorderung. Damit ist er oder sie automatisch Teil der Truppenreserve und bleibt der ehemaligen Einheit verbunden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, in die Territoriale Reserve zu wechseln, also in den Heimatschutz. Der Unterschied: Die Truppenreserve stellt im Ernstfall den direkten Aufwuchs der aktiven Verbände sicher. Die Territoriale Reserve, bestehend aus den Heimatschutzverbänden, würde hingegen den Schutz der verteidigungswichtigen Infrastruktur in Deutschland übernehmen.
Dieselben Möglichkeiten eines beorderten Dienstpostens innerhalb der Reserve stehen je nach Eignung auch allen anderen Reservistinnen und Reservisten offen, die schon länger aus dem Dienst ausgeschieden sind.
Um den Dienst als Reservistin oder Reservist neben der zivilen Karriere zu ermöglichen, wird er von der Bundeswehr angemessen vergütet. Beorderte Reservistinnen und Reservisten erhalten zudem persönliche Ausrüstung. Bis zu 200.000 dieser Dienstposten plant die Bundeswehr zu schaffen. Außerdem besteht die Möglichkeit für Reservistinnen und Reservisten, einen Reservistenausweis erhalten.
Dann sind die Karriereberaterinnen und Karriereberater der Bundeswehr eine erste Anlaufstelle. Vereinbaren Sie dort einen Gesprächstermin. In dem Gespräch erörtern wir gemeinsam Ihre Vorstellungen von einem Engagement in der Reserve und den Bedarf der Bundeswehr. Alle für Sie relevanten Fragen können Sie in diesem Gespräch stellen. Zur Vereinbarung eines Gespräches nutzen Sie bitte folgenden Link: Beratungsstellen
Ihre Grundvoraussetzungen:
Nach erfolgter Bewerbung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
Wenn Sie bereits in der Bundeswehr aktiv waren, Ihren Grundwehrdienst geleistet haben, Soldat oder Soldatin auf Zeit oder Berufssoldat oder Berufssoldatin waren und Interesse an einem Engagement in der Reserve haben, wenden Sie sich an das für Sie zuständige Karrierecenter der Bundeswehr. Zuständig ist das Karrierecenter in dem Bundesland, in dem sich Ihr Wohnsitz befindet.
Hier geht es zu den Karrierecentern der Bundeswehr.
Mehr Informationen zu den Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten finden Sie unter bundeswehrkarriere.de.
Reservistinnen und Reservisten werden in den gesamten Streitkräften und auch in der Bundeswehrverwaltung gebraucht. Hier gibt es weitere Informationen zum Dienst als Reservistin oder Reservist in den einzelnen Teilbereichen:
Reserve im Cyber- und Informationsraum
Territoriale Reserve und Heimatschutz
Reserve im Bereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
Reserve im Bereich Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung
Wenn Reservistinnen oder Reservisten bei der Bundeswehr Dienst leisten, erhalten sie für diese Zeit Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz, kurz USG. Dazu gehören beispielsweise Verdienstausfallentschädigungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Entschädigungen für Selbstständige sowie ein Zuschlag für Dienste, die länger als 14 Tage andauern.
Mit der App USG-Online können Sie diese auch online beantragen und abrechnen.
Informationen zu den einzelnen finanziellen Leistungen, die Ihnen als Reservistendienst Leistende zustehen, sowie Formulare, die Sie zum Beispiel zur Beantragung nutzen können, oder Ihre zuständige Ansprechpartnerin oder Ihren Ansprechpartner finden Sie im Bereich Unterhaltssicherung.
Sie haben Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die sich bereits in der Reserve der Bundeswehr engagieren oder Interesse an einem Engagement in der Reserve haben? Nachfolgend finden Sie umfassende Informationen, wie Sie als Arbeitgebende Ihre Mitarbeitenden in Ihrem Vorhaben unterstützen können und welche Möglichkeiten und positive Auswirkungen das auf Ihren Betrieb oder Ihre Behörde hat.
Für weitere Fragen nutzen Sie gerne die Ansprechstelle für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr.
Für alle Fragen rund um die Reserve steht Ihnen die Ansprechstelle für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr zur Verfügung. Zudem gibt es eine ausführliche Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema Reserve sowie ein breites Angebot an Informationsmaterialien zum Download.