Streitkräftebasis

Reserve der Streitkräftebasis

Stark für die Heimat – regional vernetzt und intensiv ausgebildet: Die Territorialen Reserve dient Deutschland zu Hause. Fachleute für Katastrophenhilfe in den Bezirks- und Kreisverbindungskommandos, Soldatinnen und Soldaten in den RSU-Kompanien, in Landeskommandos oder auch in der Truppenreserve engagieren sich für den Heimatschutz.

Soldatinnen und Soldaten im Feldanzug treten im Freien an.
Bundeswehr/Hosser

Was ist die Territoriale Reserve?

Regional engagiert, dem Heimatschutz verpflichtet und vor Ort vernetzt: Das ist die Territoriale Reserve der Bundeswehr. Sie ist Teil der Streitkräftebasis. Reservistinnen und Reservisten der Territorialen Reserve bauen Brücken zwischen Bundeswehr und Gesellschaft. In ihren Händen liegen Aufgaben der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit, sie sind Fachleute für Verbindung- Sicherungs- und Unterstützungsaufgaben. Dazu gehören die Landes- und Bündnisverteidigung, der Heimatschutz und die Amtshilfe im Katastrophen- oder schweren Unglücksfall sowie andere Aufgaben der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit. Indem sie in ihrer Region für ihre Region Reservedienst leisten, erfüllen die Reservistinnen und Reservisten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Porträt eines Soldaten in Uniform
Generalleutnant Jürgen Weigt, Stv. des Inspekteurs der Streitkräftebasis
„Die Reserve dient vor allem dem Heimatschutz.“

Die meisten Reservedienstleistenden der Territorialen Reserve sind langfristig beordert und speziell ausgebildet. Sie unterstehen den Landeskommandos (in Bayern einem von drei Regionalstäben des Landeskommandos) – und leisten manchmal auch Dienst auch direkt in den Landeskommandos. In den Lagezentren, im Stab oder in den Abteilungen für Zivil-Militärische Zusammenarbeit unterstützen Reservistinnen und Reservisten die aktive Truppe im Dienstalltag ebenso wie bei der Amtshilfe.

Darüber hinaus besteht die Truppenreserve der Streitkräftebasis: sie sind Reservistinnen und Reservisten bei Feldjägern, der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr-Truppe, der Logistik oder der Militärmusik. Reserve-Dienstposten für die Truppenreserve gibt es an fast allen Dienststellen der Streitkräftebasis. Der Territoriale Reserve des Sanitätsdienstes untersteht dem Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Von 2021 an können Freiwillig Wehrdienstleistende, die sich im Rahmen des Projekts „Dein Jahr für Deutschland“ für Dienst in der Bundeswehr entscheiden, in die Territoriale Reserve hineinwachsen. Nach der Grundausbildung erhalten sie eine Dienstpostenausbildung im ersten regionalen Ausbildungsstützpunkt der Reserve in Wildflecken. Danach sollen sie in der Territorialen Reserve als beorderte Reservistinnen und Reservisten eingesetzt werden – in der Region, in der sie verwurzelt und vernetzt sind.

Junge Soldatin und junge Soldaten im Freien an einer Landkarte.

Freiwillig Wehrdienst Leistender bei der Bundeswehr im Heimatschutz

Im Pilotprojekt „Dein Jahr für Deutschland“ dienen jungen Menschen als Freiwillig Wehrdienst Leistende bei der Bundeswehr im Heimatschutz.

In Zahlen

  • 437 KVKKreisverbindungskommando / BVKBezirksverbindungskommando

  • 26 RSU-Kompanien

  • 1 Landesregiment

  • 3.992 Dienstposten territoriale Reserve

Was ist ein Landesregiment?

Soldaten im Feldanzug sind hinter einer Garage in Deckung gegangen.

Einsatzbereit: Im Landesregiment Bayern sind in einem Pilotprojekt drei RSU-Kompanien zusammengefasst. Hier die RSU-Kompanie Oberfranken bei einer Übung.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Ein Landesregiment ist eine neue Führungsstruktur der Territorialen Reserve. Als Pilotprojekt entstand sie 2018 in enger Zusammenarbeit von Streitkräftebasis und Verband der Reservisten der Bundeswehr. Im Landesregiment sind Kompanien der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte aus einem Bundesland zusammengefasst, hinzu kommen eine Stabs- und Versorgungskompanie und eine Unterstützungskompanie. Durch die Regimentsstruktur ist die territoriale Reserve schneller und effektiver einsatzbereit. Ein Landesregiment hat einen Kommandeur, untersteht aber insgesamt dem jeweiligen Landeskommando. Das Landesregiment unterstützt die aktive Truppe bei Landes- und Bündnisverteidigung und im Heimatschutz, etwa im Rahmen der Amtshilfe im Katastrophenfall. 2019 wurde im Rahmen des Pilotprojekts in Bayern das erste Landesregiment aufgestellt, mit zunächst drei RSU-Kompanien. Die Pilotphase in Bayern läuft bis April 2021. Die Ergebnisse des Projekts sind auf andere Bundesländer übertragbar und lassen sich auf eine beliebige Zahl RSU-Kompanien ausdehnen.

Was ist eine RSU-Kompanie?

Ein Soldat lehnt mit einer Waffe an einem Baum im Anschlag

Wach- und Sicherungsaufgaben: Sie sind der Hauptauftrag der RSU-Kompanien. Hier übt eine der Baden-Württembergischen Kompanien der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte.

Bundeswehr/Dominik Schmid

Die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU) sind diejenigen Einheiten der Territorialen Reserve, die im Ernstfall direkt vor Ort unterstützen und mit anpacken. Reservistinnen und Reservisten in den RSU-Kompanien sind speziell für Wach- und Sicherungsaufgaben ausgebildet. Sie können die Truppe zum Beispiel dabei unterstützen, Kasernen und Bundeswehr-Liegenschaften zu bewachen, Posten und Streifen zu stellen, KfzKraftfahrzeug- und Personenkontrollen durchzuführen.

In der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit helfen sie bei Katastrophen oder sichern kritische zivile Infrastruktur wie Elektrizitäts- oder Wasserwerke. RSU-Kräfte können in ihrer Region in der Amtshilfe auch ganz spezielle Aufgaben übernehmen, wenn die zivilen Behörden und Organisationen überlastet sind: Im Saarland etwa waren Reservistinnen und Reservisten der RSU als Helferinnen und Helfer im Frühjahr 2020 in einer Corona-Teststrecke eingesetzt. Bayerische RSU-Kräfte unterstützten im Winter 2019 bei der Schneekatastrophe am Alpenrand.

RSU-Kompanien gibt es seit 2012 in ganz Deutschland, in einigen Bundesländern sind es sogar mehrere Kompanien. Sie unterstehen dem jeweiligen Landeskommando. In den RSU-Kompanien dienen erfahrene ehemalige Soldatinnen und Soldaten ebenso wie Reservedienstleistende, die über die Ausbildung Ungedienter zur Reserve gekommen sind. Diese Ausbildung bieten Landeskommandos seit einem Pilotversuch 2017 in Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband an. Ausbildung und Übungen der RSU-Kompanien und Landesregimenter sollen künftig an regionalen Ausbildungsstützpunkten der Reserve stattfinden – der erste davon entsteht im nordbayerischen Wildflecken.

Transkription des Videos

Nachrichten der RSU-Kompanien

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Was sind Bezirks- und Kreisverbindungskommandos?

Soldat im Feldanzug sitzt an einem Laptop in einem zivilen Lagezentrum.

Katastrophenhilfe: Oberstleutnant Torsten Pötzsch im Landratsamt im sächsischen Delitzsch.
Der Leiter des Kreisverbindungskommandos im Landkreis Nordsachsen berät zivile Behörden zu möglicher Amtshilfe der Bundeswehr.

Bundeswehr/Anne Weinrich

Für einen Katastrophenstab zählt im Ernstfall jede Minute. Sich gegenseitig bereits zu kennen ist für alle Agierenden vor Ort ein großer Vorteil – „in der Krise Köpfe kennen“ ist einer der Leitsprüche der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit und der Katastrophenhilfe. Die Bezirks- und Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr bestehen aus genau solchen Köpfen. Die beorderten Reservistinnen und Reservisten stammen aus der jeweiligen Region und kennen sowohl die Bedingungen vor Ort wie auch die Menschen, mit denen sie gemeinsam Hilfe leisten.
Bezirks- und Kreisverbindungskommandos (BVKBezirksverbindungskommando/KVKKreisverbindungskommando) sind in den regionalen Katastrophenstäben eingesetzt, von Landratsämtern bis in die Bezirksregierungen. Auch die Verbindungsoffiziere der Landeskommandos in den Innenministerien sind meist Reservisten und Reservistinnen aus Landeskommandos. In den regionalen Führungsgruppen Katastrophenschutz beraten die erfahrenen Reservistinnen und Reservisten im Katastrophenfall die Einsatzleitung, wie die Bundeswehr ganz konkret am besten helfen kann. Sie leiten Amtshilfeanträge der örtlichen Akteure an ihr zuständiges Landeskommando weiter.
Regelmäßige gemeinsame Übungen und Ausbildungen mit den regionalen Krisenstäben und den sogenannten Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste) sind für Bezirks- und Kreisverbindungskommandos besonders wichtig. Die Landeskommandos bieten ihrerseits Übungen und Ausbildungen im Bereich Katastrophenhilfe an, etwas die Regex-Stabsrahmenübungen, zu denen Akteure der zivilen Seite eingeladen werden .

Nachrichten aus den BVKBezirksverbindungskommando/KVKKreisverbindungskommando

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Truppenreserve

Im Bereich der Truppenreserve gibt es an fast allen Dienststellen der Streitkräftebasis eine bestimmte Anzahl von gespiegelten Dienstposten, bei denen die Aufgaben aktiver Soldatinnen und Soldaten zeitweise durch Reservisten wahrgenommen werden können. Für grundlegende Fragen im Bereich der Truppenreserve ist der Ansprechpartner das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. 
Alternativ ist der Ansprechpartner der Personaloffizier bei ihrem regionalen Truppenteil.

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Eine Karte von Deutschland
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