Cyber- und Informationsraum

Reservist im Cyber- und Informationsraum

Porträtbild eines Soldaten mit schwarzem Barett
Bundeswehr

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Die Cyber-Reserve

Im Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) werden ITInformationstechnik-Fähigkeiten gebündelt, um auf aktuelle und künftige Cyber-Gefahren reagieren zu können.Dafür braucht die Bundeswehr auch fortwährend frisches Fachwissen von außen. Mit dem Konzept der „Cyber-Reserve“ will CIRCyber- und Informationsraum ziviles ITInformationstechnik-Know how für die Bundeswehr gewinnen und geht dafür ganz neue Wege.

Reservisten sind schon immer ein wesentlicher Bestandteil der Bundeswehr und unverzichtbar für die Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland.

Die „Cyber-Reserve“ ist jedoch bewusst konzeptionell weiter gefasst und geht deutlich über eine nur aus Reservisten bestehende Reserve hinaus. Sie öffnet sich neuen Zielgruppen und steht einem umfangreicheren Personenkreis offen. Nur so kann benötigte Fachexpertise in einem schnellen und sich ständig wandelnden Bereich aktuell gehalten werden und die Schlagfertigkeit der Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum verbessert werden. Die „Cyber-Reserve“ soll so gemeinsame Übungen von Cyber-Spezialisten aus Behörden, Gesellschaft und Wirtschaft zur Cyber-Verteidigung ermöglichen und einen Wissenstransfer fördern.

Neue Fachexpertise gewinnen

Eine Mindmap für die Reservisten der Cyber-Reserve.

Statusübersicht der Cyber-Reserve.

Bundeswehr

„Wir brauchen Cyber-Reservisten mit Ihren besonderen Fähigkeiten:  zum Gedanken- und Informationsaustausch und um gemeinsam hybriden Bedrohungen zu begegnen – dies auch im Vorfeld einer Landes- und Bündnisverteidigung“, so der Stellvertreter des Inspekteurs Cyber- und Informationsraum und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten des Organisationsbereiches, Generalmajor Jürgen Setzer. Deshalb werden im Konzept bewusst die unterschiedlichsten Zielgruppen für die „Cyber-Reserve“ angesprochen. Zum einen sollen Führungskräfte für ausgewählte Projektarbeiten, spezifische Beratungsleistungen und Vorträge gewonnen werden. Diese Vorstände und Geschäftsführer aus einschlägigen ITInformationstechnik-Unternehmen aber auch Professoren, sollen ihre Kompetenzen in den Bereich unkompliziert und aktiv einbringen können. Zudem sollen Berufssoldaten und Zeitsoldaten aus dem ITInformationstechnik-Bereich, auch nach ihrer aktiven militärischen Karriere, weiterhin ihre Expertise in die Bundeswehr einbringen können. Dieses über viele Jahre angeeignete Fachwissen darf der Bundeswehr nicht verloren gehen. Als dritter Personenkreis kommen ungediente beziehungsweise gediente Personengruppen mit einschlägigem Cyber- und ITInformationstechnik-Hintergrund in Betracht. Über etablierte Fachforen, Fachveranstaltungen oder vergleichbare Plattformen sollen diese Fachexperten identifiziert und aktiv geworben werden. Als Seiteneinsteiger sollen sich diese dann innerhalb der Bundeswehr engagieren. Doch auch an Freiwillige, die sich außerhalb der Reserve engagieren wollen, richtet sich das Angebot. Dazu zählen zum Beispiel Angehörige von Nicht-Regierungsorganisationen oder Freiwillige mit herausragenden Programmierfähigkeiten, die sich dann im Rahmen eines ehrenamtlichen oder bürgerschaftlichen Engagement ohne Soldatenstatus betätigen können. In gemeinsamen Übungen können diese beispielsweise Cyberangriffe simulieren.

Cyber-Reservisten: Nicht nur ITInformationstechnik-Experten gefragt

Das Logo der Cyber-Reservisten.

Das Logo der Cyber-Reservisten.

Bundeswehr

Die Bundeswehr und vor allem der Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum hat sich für Ungediente stärker geöffnet. Hierbei sind nicht nur klassische ITInformationstechnik-Spezialisten gefragt, sondern viele weitere Fähigkeiten. Beispielsweise für die Abwehr von Desinformations- und Hetzkampagnen als Mittel der Destabilisierungen von Gesellschaften in Einsatzgebieten werden professionelle Analysten benötigt. Hier können auch dafür qualifizierte Cyber-Reservisten einen wertvollen Beitrag leisten. „Derzeit sind mehrere Denkmodelle im Rahmen der Attraktivitätssteigerung und Personalgewinnung in der näheren Betrachtung. Von der Anerkennung ziviler Qualifikationen, über die Einbindung von Fähigkeitsträgern ohne staatlich anerkannte Abschlüsse bis hin zur Inklusion“, so Oberstleutnant Joachim Dutschke, Referatsleiter Reservistenarbeit des Kommandos CIRCyber- und Informationsraum.

Die Plattform der Cyber-Community

Eine weitere Art sich innerhalb der Bundeswehr zu engagieren, bietet sich auf der Plattform „Cyber-Community“. Auf dieser Informations- und Kollaborationsplattform sind unterschiedliche Arbeitskreise eingerichtet, um fachlich spezifische Themen virtuell und interdisziplinär gemeinsam zu bearbeiten. „Hier werden Fachwissen der Verbandsmitglieder und die Nachfrage durch die Bundeswehr zusammengeführt“, so der im Kommando CIRCyber- und Informationsraum verantwortliche Beauftragte für die Plattform, Oberst i.G.im Generalstabsdienst Bernhard Schneider. „Ziel ist, fokussiert, zeitgemäß und flexibel durch externe Fachexpertise die Arbeit der Bundeswehr zu unterstützen“, ergänzte der Projektverantwortliche im Verband der Reservisten, Oberst der Reserve Mario Hempel. Die Plattform stellt dabei aber nicht die gängigen Wege in Frage, wie sich Reservistinnen und Reservisten in der Bundeswehr engagieren können, sondern ergänzt diese sinnvoll. An diesen Themen, die in den unterschiedlichen Arbeitskreisen bearbeitet werden, wurde dann auf der Veranstaltung auch in verschiedenen Workshops eingehend diskutiert und weitergearbeitet.

von Christian Behrens  E-Mail schreiben

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