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Mali: Ein Camp zieht um

Einsatz
Datum:
Ort:
Mali
Lesedauer:
2 MIN

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Ein Umzug in anderen Maßstäben: das komplette Camp Gecko des Deutschen Einsatzkontingentes EUTMEuropean Union Training Mission Mali wird innerhalb von fünf Wochen versetzt. Spezialpioniere der Bundeswehr aus Husum sind mit diesem Auftrag nach Koulikoro geflogen. Die gesamte Infrastruktur, wie Unterkünfte, Büros, Sanitäranlagen und alle dazugehörigen kilometerlangen Kabel und Leitungen, bekommt einen neuen Platz.

Ein Radlader transportiert einen Container durch das KTC.

Mit schwerem Gerät versetzen die Spezialpioniere mit malischer Unterstützung die rund 80 Container des Camp Gecko an ihren neuen Platz

Bundeswehr / Björn Lenz

Seit Mitte 2013 leben und arbeiten die rund 60 Soldaten des deutschen Einsatzkontingents in ihrem Camp Gecko. Sie sind Teil des nationalen Unterstützungselements der europäischen Ausbildungsmission EUTMEuropean Union Training Mission Mali. Die Lage des Camps ist einzigartig: Es liegt nicht in einem multinationalen Feldlager, sondern auf dem Gelände der malischen Offiziersschule im Koulikoro Training Center. Nach dem Anschlag auf das Center am 24. Februar wurde neben anderen Absicherungsmaßnahmen entschieden, das Camp Gecko innerhalb des Geländes zu verlegen. Gut 80 Container, eine Wasseraufbereitungsanlage, die Stromerzeugeraggregate und nicht zuletzt die deutsche Betreuungseinrichtung – der Umzug ist eine logistische Herausforderung.

Ein besonderer Auftrag für die Spezialisten aus Husum

Holzgebäude, Container und gestapeltes Material auf einem Platz.

Container für Container verschwindet Camp Gecko von seinem alten Platz am Rande des KTCKoulikoro Training Center

Bundeswehr / Björn Lenz

„Mitte März waren wir erstmals in Koulikoro zur Vorerkundung“, sagt Oberleutnant Dominik P. Der 37-Jährige kommt aus dem Spezialpionierregiment 164 in Husum. Planung, Bau und Betrieb von Feldlagern sind der Hauptauftrag des Verbandes. „Umzüge sind unser normales Geschäft, aber der Maßstab war hier deutlich größer.“


Insgesamt 19 Spezialpioniere flogen dafür nach Mali. „Wir arbeiten mit einer malischen Firma zusammen, die zwei Kräne und LKWs für die Container stellt“, erklärt der Oberleutnant. Das Team vom Feldlagerbetrieb hat die Zusammenarbeit im Vorfeld organisiert, so dass die Spezialpioniere aus Husum Mitte April mit den Arbeiten beginnen konnten.

Herausfordernd für Mensch und Material

Malische Bauarbeiter mit Schubkarren und Zementmischer.

Malische Bauarbeiter mischen den Zement für die Grundplatten der Stromerzeugeraggregate

Bundeswehr / Björn Lenz


Auch wenn der neue Bauplatz für das Camp Gecko nur wenige hundert Meter entfernt liegt – der Aufwand ist hoch. Jeder einzelne Container wird markiert, von Strom- und Netzwerkkabeln getrennt und mittels Kran auf einen LKW verladen. Am neuen Bauplatz stellen die Soldaten ihn dann am vorher festgelegten Ort wieder auf. Tatkräftig hilft auch das Personal des Unterstützungselements beim Umzug ihrer Unterkunfts- und Bürocontainer. Als zusätzliche Herausforderung drückt das malische Klima mit bis zu 45 Grad Celsius und extremer Sonneneinstrahlung. „Bei der Hitze verziehen sich sogar die Container“, sagt Dominik P. Auch für die Soldaten sind die Klimabedingungen belastend. Regelmäßige Pausen im Schatten und viel Trinken sind unverzichtbar.


80 Container und 5 Kilometer Kabel

Zwei Soldaten bei der symbolische Schlüsselübergabe.

Oberleutnant P. übergibt Mitte Juni offiziell das neue Camp Gecko an Hauptmann H. vom Feldlagerbetrieb.

Bundeswehr / Sebastian Nothing

Mit dem Aufstellen der Container in zwei zweistöckigen Containerburgen ist die Arbeit nicht getan. Die Soldatinnen und Soldaten stellen Klimaanlagen auf und schließen sie an. Rund fünf Kilometer Strom- und Netzwerkkabel verlegen sie. Auch die beiden kombinierten Dusch- und Toilettencontainer mit ihren Wasser- und Abwassertanks stellen die 19 Spezialpioniere auf und schließen sie an. Mitte Juni ist es dann geschafft. Der Großteil der Arbeiten ist abgeschlossen und Oberleutnant P. kann das neue Camp Gecko an den Leiter des Feldlagerbetriebs übergeben.
 

von  Björn Lenz und Sebastian Nothing

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