Erste Fahrstunden am GTK Boxer: Ukrainische Soldaten starten mit der Ausbildung
- Datum:
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- Deutschland
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Für die ersten ukrainischen Soldaten hat in Deutschland ihre Ausbildung am GTK Boxer begonnen. Dieses Training ist eine wichtige Grundlage, denn weitere Fahrzeuge in späteren Ausbildungsabschnitten haben ein fast identisches Fahrgestell. Im Fokus steht zunächst das sichere Führen des Fahrzeugs im Gelände sowie das technische Verständnis für das Trägersystem.
Die Bauweise und das Allradkonzept des GTK Boxers ermöglichen auch anspruchsvolle Manöver wie Wasserdurchfahrten
BundeswehrAn einem geheimen Ort irgendwo in Deutschland beginnt für einige ukrainische Soldaten eine neue Ausbildungsphase im Rahmen der Mission EUMAM UA. Im Mittelpunkt des Ausbildungsabschnitts steht der GTK Boxer, ein gepanzerter Transportpanzer der Bundeswehr. Später folgt die Ausbildung am Artilleriesystem RCH 155. Doch zuerst sollen die Teilnehmenden die Grundlagen im sicheren Führen eines Fahrzeugs lernen. Der große Vorteil? Der GTK Boxer und die RCH 155 haben ein fast identisches Fahrgestell – die Ausbildungsinhalte lassen sich problemlos übertragen.
Der GTK Boxer zählt zu den modernsten Radfahrzeugen seiner Klasse. Ausgestattet mit Allradantrieb und innovativer Schutztechnologie, bietet er eine Plattform für verschiedenste Einsatzszenarien. Er kann außerdem modular angepasst werden. So dient er auch als Trägerfahrzeug für die RCH 155. Doch für die ukrainischen Soldaten geht es zunächst darum, das Fahrzeug selbst zu beherrschen. Slalomfahrten durch unwegsames Gelände, Rückwärtsmanöver mit eingeschränkter Sicht und Fahrten mit extremen Steigungen gehören zum realitätsnahen Fahrschulalltag.
Fahrausbildung am GTK Boxer
Inhaltlich konzentriert sich die erste Ausbildungsphase auf das Fahrzeughandling und das technische Verständnis. „Die Ausbildungsgruppe ist hochmotiviert und wissbegierig, fokussiert sich voll und ganz auf den Boxer und stellt viele technisch sehr anspruchsvolle Fragen“, berichtet Oberleutnant P. Der Kompaniechef unterstreicht die Intensität und das Engagement aller Beteiligten: „Die eingesetzten Ausbilder und Sprachmittler zeigen vollen Einsatz und geben alles, um das Ziel zu erreichen, die ukrainischen Soldaten bestmöglich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten.“
Der theoretische Anteil ist bewusst gestrafft, damit die praktische Anwendung im Vordergrund steht. Damit jeder Schritt sitzt, folgt die Ausbildung einem klaren, stufenweisen Konzept. Erst das sichere Beherrschen des Fahrzeugs, dann die Integration des späteren Waffensystems.
Die RCH 155 ist eine Artillerieeinheit auf dem GTK-Boxer-Chassis mit einem Kaliber von 155 Millimetern. Sie kombiniert moderne Feuerkraft mit Mobilität. Ihre Besonderheit liegt in der Feuerbereitschaft während der Fahrt, der vollautomatisierten Bedienung und der hohen Reichweite. Sie wird in der nächsten Ausbildungsphase im Mittelpunkt stehen. So gehen die verschiedenen Ausbildungsabschnitte und modular aufgebauten Trainings sinnvoll ineinander über und lassen sich an die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte anpassen.
Einer der ukrainischen Soldaten zieht bereits ein persönliches Zwischenfazit: „Die Ausbildung am GTK Boxer hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Besonders begeistert bin ich von der Qualität des Unterrichts sowie von den Ausbildern. In der gesamten Ausbildung wird großer Wert auf eine praxisnahe und technisch fundierte Vermittlung gelegt.“
Ein GTK Boxer hebt beim Überfahren der Wellenbahn mit der ersten Achse ab. Extreme Steigungen und dynamische Geländeverhältnisse stellen hohe Anforderungen an Technik und Fahrkönnen.
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Deutsche Ausbilder vermitteln technische Grundlagen am Touchscreen: Vor dem Einsatz der RCH 155 steht die intensive Schulung ukrainischer Soldaten zur Fahrzeugtechnik im Fokus – von der Wartung bis zur Systemlogik.
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