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EFP: Kampfpanzer im scharfen Schuss

Anerkannte Missionen
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

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Früher Morgen auf dem Truppenübungsplatz Pabradė bei Vilnius: Vogelgezwitscher, Stille, allmählich erwacht die Natur. Doch die Beschaulichkeit währt nicht lange: Ein ohrenbetäubender Knall und aus der 120-Millimeter-Kanone des Kampfpanzers Leopard 2 fliegt ein Geschoss: Der Delta-Zug der 1. Battle Company (Kampfkompanie) der EFP Battlegroup Litauen übt den scharfen Schuss.

Zwei Panzer stejen auf einem Übungsplatz

Auf der Schießbahn in Pabradė bereiten sich die Besatzungen der Leopard 2 A6 Panzer intensiv vor.

Bundeswehr/Evert-Jan Daniels

Der Leopard 2 ist das Hauptwaffensystem der Panzertruppe und damit unverzichtbar für die Arbeit der Bundeswehr. Er überwindet kleinere Gewässer mühelos, wenn nötig sogar in kurzer Unterwasserfahrt. Auch bei widrigen Bedingungen wie eingeschränkter Sicht oder des Nachts kann die Besatzung dank moderner Zieleinrichtungen den Feuerkampf weiterführen. Der richtige Umgang mit dem Panzer will jedoch geübt sein. Deshalb verfeinern heute fünf Leopard-Kampfpanzer des Delta-Zuges ihre Fähigkeit zum Feuerkampf. „Die Raubkatze wird fauchen“, kündigt lachend der 32-jährige Hauptfeldwebel und Kommandant des Panzers, Patrick W., an.  

Ein eingespieltes Team


Vier Soldaten auf einem Panzer

Kann sich aufeinander verlassen: die Besatzung eines Leopards 2

Bundeswehr/Evert-Jan Daniels

Patrick W. lobt die Arbeit seines Teams, das hoch konzentriert bei der Sache ist. Die Besatzung besteht, neben dem Kommandanten, aus dem Richtschützen, Oberstabsgefreiten Frederic D., dem Ladeschützen, Oberstabsgefreiten Janosch L., sowie dem Fahrer, Oberstabsgefreiten Keven S. Mit professioneller Gelassenheit befürworten die Soldaten das Vorgehen der westlichen Allianz zum Schutze Litauens. Sie betonen, dass diese wichtige Aufgabe nur dank der Zusammenarbeit mit anderen Nationen zu schultern ist: „Die NATONorth Atlantic Treaty Organization ist gut, es muss im Bündnis stimmen.“  

Dann geht das Übungsschießen weiter: Während der Kommandant den Kampfpanzer taktisch führt, „hängt“ der Richtschütze immer an der Optik: Die schnelle Erfassung des Feindes ist die wichtigste Aufgabe auf dem Leopard. Nur so können Ziele mit Wuchtgeschossen bekämpft werden. Diese werden auch KE-Geschosse genannt, wobei KE für „kinetische Energie“ steht, also für Bewegungsenergie. Diese Art der Munition nutzt ausschließlich die große Energie, die bei der Bewegung des Geschosses frei wird, um beispielsweise eine Panzerung zu durchdringen. Auf Sprengstoff oder Zünder wird hingegen verzichtet.

Volle Kraft voraus

Ein großer Feuerball vor dem Rohr eines Kampfpanzers beim scharfen Schuss

Wenn der Leopard 2 den scharfen Schuss übt, geht es schon einmal etwas geräuschvoller zu

Bundeswehr/Zedler

Fahren, schießen, treffen – so lautet der Dreiklang des Delta-Zuges. Eine wichtige Übung der fünf Panzer ist ein funktionierendes und zielgerichtetes Zusammenspiel. Neben dem Teamplay steht eine weitere wichtige Eigenschaft hoch im Kurs: Präzision. Deshalb übt jeder der beteiligen Panzer jeweils einzeln das Schießen auf eine Kampfentfernung von 1.500 Meter. Inzwischen es ist den meisten Vögeln doch zu ungemütlich geworden. Während diese sich in die umliegenden Bäume zurückziehen, hatten die Leoparden samt Besatzung einen erfolgreicheren Start in den Tag. 

von Rainer  Wenning

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