Angriff auf die Ukraine: Bundeswehr erhöht Einsatzbereitschaft
Landes- und Bündnisverteidigung- Datum:
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- Berlin
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Deutschland und die NATO reagieren auf die russische Invasion in der Ukraine. Am Donnerstagnachmittag löste das Verteidigungsministerium nationale Alarmmaßnahmen aus. Die NATO-Bündnispartner hatten im Nordatlantikrat beschlossen, die sogenannten „Crisis Response Measures“ oder Maßnahmen zur Krisenreaktion zu ergreifen.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht stellt sich am 24. Februar bei einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses zum Russland-Konflikt den Fragen der nationalen und internationalen Presse
Bundeswehr/Jörg VollandDen Maßnahmenkatalog hatte die NATO für den Krisenfall vorbereitet. Das Verteidigungsbündnis hatte die Mitgliedstaaten unter dem Eindruck der Ereignisse in der Ukraine gebeten, die Maßnahmen einzuleiten.
Präsident Putin hat ohne jeden Grund einen Krieg mitten in Europa vom Zaun gebrochen.
Die Bundeswehr trifft nun unter anderem Vorbereitungen für den Fall einer Verlegung der deutschen Anteile der NATO Response Force (NRF). Die Eingreiftruppe zählt rund 40.000 Soldatinnen und Soldaten. 13.700 Männer und Frauen werden von der Bundeswehr gestellt. Bereits am Freitag hatte die NATO die Reaktionszeiten nach einem möglichen Alarmbefehl deutlich heruntergesetzt: Teile der NRF müssen nun nach Eingang der sogenannten „notice to move“ in kürzerer Zeit marschbereit sein. Über eine Verlegung der NRF ist aber noch nicht entschieden – dies muss vom Nordatlantikrat einstimmig beschlossen werden. Die Abstimmungen in der NATO laufen.
Aufgrund der Bereitschaftserhöhung der Bundeswehr kommt es in den nächsten Tagen gegebenenfalls verstärkt zu militärischen Bewegungen in der Öffentlichkeit. Auch kann es in Deutschland zu Verkehrseinschränkungen kommen, da Transportkapazitäten für militärische Zwecke vorgehalten werden müssen.
von Timo Kather