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Humanitäre Hilfe

Deutsche Transportflugzeuge unterstützen mit Hilfsflügen in Venezuela

Deutsche Transportflugzeuge unterstützen mit Hilfsflügen in Venezuela

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Zwei Erdbeben katastrophalen Ausmaßes haben Venezuela erschüttert. Immense Zerstörungen sind eingetreten, tausende Tote werden befürchtet. Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten vor Ort hat die Luftwaffe fünf Transportflugzeuge A400M mit Hilfsgütern und Personal ins Krisengebiet entsandt. Die ersten Maschinen landeten am 27. Juni 2026 in Venezuela.

Zwei Soldaten schieben verpacktes Hilfsmaterial aus einem Flieger.

Löschen der Ladung: Soldaten der Luftwaffe entladen in Venezuelas Hauptstadt Caracas Hilfsgüter und Material des THW aus ihrem Transportflugzeug A400M

Bundeswehr/Marc Tessensohn

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist am Wochenende auch die deutsche Unterstützung vor Ort angelaufen. Zunächst vier Transportflugzeuge der Luftwaffe vom Typ A400M waren in der Nacht zum 27. Juni 2026 im Katastrophengebiet gelandet und dort vom deutschen Botschafter Volker Pellet empfangen worden. An Bord der Flugzeuge des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 waren neben medizinischem Fachpersonal dutzende Freiwillige des Technischen Hilfswerks (THW), die für Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen ausgestattet und ausgerüstet sind. Die THW-Angehörigen vom SEEBA-Team (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) haben speziell trainierte Spürhunde zum Auffinden verschütteter Personen sowie Material für Ortung und Bergung dabei. So sind die Spezialisten in der Lage, Trümmer anzuheben und zu zerschneiden, um Menschen darunter zu befreien.

Luftwaffe bringt Helfer und Hilfsgüter nach Venezuela

Im Laufe des Wochenendes landete dann ein fünftes Transportflugzeug der Luftwaffe mit weiteren Helfern, Medikamenten und Fracht für das THW in Venezuela. Die A400M luden die transportierten Hilfsgüter und Hilfskräfte auf dem für zivile Flugzeuge aktuell gesperrten Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas aus. Im Anschluss wurden sie vorübergehend auf die nur wenige Kilometer vor dem venezolanischen Festland gelegene Insel Aruba verlegt. Während ein Transporter dort zunächst für weitere Hilfsflüge verbleibt, werden die übrigen A400M im Laufe des 28. Juni 2026 nach Deutschland zurückkehren. Die Maschinen könnten kurzfristig auch zum Transport von Hilfsgütern von NATO-Partnern genutzt werden. Ein eigens für den Transport Verletzter ausgestattete Rettungsflieger A400M (MedEvacMedical Evacuation) wird bis voraussichtlich zum 3. Juli 2026 auf Aruba stationiert bleiben. 

Mehrere Personen mit gelben Jacken laufen hintereinander an einem Flieger vorbei.

Hilfskräfte des THW mit Spürhunden gehen nach ihrer Ankunft in Venezuela von Bord der Transportflugzeuge A400M des Lufttransportgeschwaders 62

Bundeswehr/Marc Tessensohn

Bundeswehr stellt nach Erdbeben schnelle Hilfe sicher

Die Dauer des Hilfseinsatzes ist zunächst auf zwei Wochen angelegt. Deutschland arbeitet dabei eng mit anderen Nationen zusammen. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte sich unmittelbar nach den Erdbeben erschüttert von deren Ausmaß gezeigt und den Menschen vor Ort unbürokratische Unterstützung durch die Bundeswehr zugesagt. Beim LTG 62 waren unverzüglich die Vorbereitungen für den Hilfseinsatz angelaufen. Dieser begann dann kurz nach dem offiziellen Hilfeersuchen der venezolanischen Seite.

LTG 62 – Verband mit viel Erfahrung bei Hilfseinsätzen

Die Soldatinnen und Soldaten in Wunstorf haben viel Erfahrung mit Hilfseinsätzen: So war der Verband bereits 2023 beim Transport von Hilfsgütern in das Erdbebengebiet in der Türkei und 2024 sowie 2025 beim Abwurf von Hilfsgütern über dem Gazastreifen beteiligt. An Bord der Maschinen sind jeweils auch bewaffnete Kräfte der Air Mobile Protection Teams der Luftwaffe. Sie sichern die Flugzeuge und deren Crews im Einsatzgebiet am Boden. Ihr Einsatz ist Standard bei vergleichbaren Aufträgen. 

von Markus Tiedke

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