Drohnen in der Bundeswehr
Die Drohnentechnologie verändert die Kriegsführung. Ein Überblick, wie die Bundeswehr Drohnen einsetzt.
Drohnen prägen die gegenwärtigen Kriege. Daher wird jetzt an der Panzertruppenschule in Munster ein Ausbildungs- und Übungsstützpunkt Drohne aufgebaut.
An der Panzertruppenschule in Munster werden Drohnen im Baukastenprinzip gebaut. Sie wurden in Zusammenarbeit mit befreundeten Nationen entwickelt und kosten nur wenige Hundert Euro.
Bundeswehr/Maximilian SchulzAnfang 2025 ist an der Panzertruppenschule bereits eine „Zelle UxS“ (Unmanned Systems) eingerichtet worden. Sie beschäftigte sich zunächst mit Möglichkeiten zum Einsatz von Drohnenfähigkeiten in den Panzertruppen. Diese Zelle bildet nun den Kern für die Aufstellung eines Ausbildungs- und Übungsstützpunktes Drohne. Hier werden dann die Ausbildung an und die Übung mit Drohnen im Heer sowie die Drohnenabwehr gebündelt. Dafür müssen 100 Dienstposten geschaffen werden.
Mit der Aufstellung einer „Birds Group“ am Kommando Heer zum Thema Drohne wurde bereits Ende 2025 ein erster Schritt getan, um die Drohnenfähigkeit im Heer voranzutreiben. Jetzt geht es in die praktische Umsetzung.
Generalleutnant Heico Hübner, der stellvertretende Inspekteur des Heeres, macht sich in Munster ein Bild von den Möglichkeiten eines zukünftigen Ausbildungs- und Übungsstützpunktes Drohne
Bundeswehr/Maximilian SchulzDer stellvertretende Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Heico Hübner, sagte dazu anlässlich der Aufstellung des Stützpunktes: „Die Birds Group im Kommando Heer ist bislang die zentrale Ansprechstelle für alle Fragen rund um Drohnen. Und der neue Stützpunkt hier in Munster bringt dann die gemachten Erfahrungen in die Fläche, in Ausbildung und Übung – strukturiert, standardisiert und einsatznah.“
In Munster ist bereits eine erste Drohnenwerkstatt vorhanden – in einem Container, schnell verlegbar. Hier werden Drohnen gebaut, repariert und modifiziert. Mit der Etablierung des Drohnenstützpunkts wird die Bundeswehr günstige Drohnen für wenige Hundert Euro pro Stück bereitstellen können.
Innerhalb der Bundeswehr konnten bereits bis in alle Teilstreitkräfte übergreifend Kontakte zu Drohnenspezialisten hergestellt und das Know-how vertieft werden. Das aufgebaute Netzwerk umfasst auch internationale Verbindungen. Der derzeitige Schwerpunkt liegt in der DACH-Region, also bei den Partnern Deutschland, Österreich und Schweiz.
Die Panzertruppenschule hat durch den Aufbau dieses breit aufgestellten Netzwerks eine gute Ausgangslage für die zukünftige Projektarbeit geschaffen. Schon bald werden in einer Wissensdatenbank unter anderem Anleitungen zum Betrieb und Bau von Drohnen und zum taktischen Fliegen bereitgestellt werden.
von Presse- und Informationszentrum des Heeres
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