Ehemaliger Sportsoldat wird Staatsminister für Sport und Ehrenamt
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Der zweifache Olympiasieger und Berufssoldat Ronald Rauhe bringt seine Erfahrung aus der Spitzensportförderung der Bundeswehr ab jetzt im Bundeskanzleramt ein. Bundeskanzler Friedrich Merz ernannte ihn am 3. September 2026 zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt.
Neu im Bundeskanzleramt: Bundekanzler Merz ernannte den ehemaligen Sportsoldaten Ronald Rauhe zum Staatsminister für Ehrenamt und Sport im Kanzleramt. Rauhe gewann insgesamt fünf olympische Medaillen zwischen 2000 und 2021.
Bundesregierung/Jesco DenzelDer zweifache Kanu-Olympiasieger und Berufssoldat wurde über viele Jahre durch die Bundeswehr als Spitzensportler gefördert. Nach seiner internationalen Wettkampfkarriere übernahm er Aufgaben in der Weiterentwicklung der Spitzensportförderung und der Begleitung junger Sportsoldatinnen und Sportsoldaten.
Rauhes sportlicher Werdegang ist eng mit der Sportfördergruppe der Bundeswehr Frankfurt (Oder) verbunden. Neben Training und Wettkampf absolvierte er die militärische Grundausbildung und weitere für seine soldatische Laufbahn erforderliche Ausbildungen. Die Bundeswehr ermöglichte ihm, sich auf den Leistungssport zu konzentrieren und zugleich eine berufliche Perspektive aufzubauen.
Der gebürtige Berliner nahm zwischen 2000 und 2021 an sechs Olympischen Spielen teil und gewann fünf olympische Medaillen. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Goldmedaillen im Zweierkajak 2004 in Athen und im Viererkajak bei den 2021 ausgetragenen Spielen in Tokyo. Hinzu kommen 16 Weltmeistertitel. Zum Abschluss seiner internationalen Karriere trug Olympiasieger Rauhe bei der Schlussfeier in Tokyo die deutsche Fahne ins Olympiastadion.
Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Rauhe der Bundeswehr als Berufssoldat verbunden. Im Dezernat Sport des Streitkräfteamts arbeitete der Hauptfeldwebel an der Weiterentwicklung der Spitzensportförderung. Seine Erfahrungen gab er zudem in einem Mentoringprogramm an junge Athletinnen und Athleten weiter, die ihren Dienst als Sportsoldatinnen und Sportsoldaten beginnen.
„Die Bundeswehr war die Basis dafür, dass ich meinen Sport in dieser Intensität ausüben konnte“, erklärte Rauhe in einem im Juli 2025 veröffentlichten Interview mit dem Magazin „Unser Havelland“. Die Förderung habe ihm ermöglicht, sich auf seinen Sport zu konzentrieren.
Mit Antritt als Staatsminister im Kanzleramt ruhen grundsätzlich die Rechte und Pflichten aus seinem soldatischen Dienstverhältnis. Grundlage sind Paragraf 25 Absatz 4 des Soldatengesetzes in Verbindung mit § 18 des Bundesministergesetzes. Rauhe kann nach Beendigung seines Dienstes als Staatsminister in das Berufssoldatenverhältnis zurückkehren.
Die Bundeswehr ist der größte staatliche Förderer des deutschen Spitzensports. In ihren 14 Sportfördergruppen verbindet sie die Unterstützung sportlicher Höchstleistungen mit militärischer Ausbildung und beruflichen Perspektiven. Rauhes Weg vom geförderten Athleten zum Mentor veranschaulicht, wie Erfahrungen aus dem Spitzensport auch nach der Wettkampfkarriere innerhalb der Bundeswehr genutzt werden.
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