Uniformen
Flecktarn, Dienstanzug und Co.: Soldatinnen und Soldaten erkennt man an ihren Uniformen und davon gibt es viele.
Nässe- und Kälteschutz, Rucksack, Schießbrille und Gefechtshelm – alle Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr erhalten eine persönliche Ausrüstung, um auf die Herausforderungen des Soldatenberufs vorbereitet zu sein. In den ersten Wochen und Monaten bei der Truppe lernen sie, wie sie diese Ausrüstung richtig benutzen, pflegen und verstauen.
Der Dienst in den Streitkräften verlangt Menschen und Material einiges ab. Ob bei nasskalter Witterung oder sengender Hitze: Soldatinnen und Soldaten müssen ihren Auftrag erfüllen – und zwar draußen, nach langen Märschen, in unwegsamem Gelände, im Matsch und im Schnee.
In der Heimatschutzausbildung werden die Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr nicht nur körperlich darauf vorbereitet. Weil auch der beste Soldat nur so gut sein kann, wie es seine Ausrüstung zulässt, bekommen alle Rekrutinnen und Rekruten schon zu Beginn ihrer Laufbahn eine moderne, vor allem aber qualitativ hochwertige persönliche Ausrüstung, zu der deutlich mehr gehört als nur die Uniform.
Bis zum Zeitpunkt der Einkleidung tragen Rekrutinnen und Rekruten zivile Kleidung, ab dann allerdings Uniform. Die Einkleidung findet in der Regel in der ersten Woche der Heimatschutzausbildung statt.
Bei dieser setzt die Bundeswehr auf das „Zwiebelschalenprinzip“, also ein modulares System aus Bekleidungsschichten. Je nach Witterung und Bedarf werden verschiedene, aufeinander abgestimmte Kleidungsstücke übereinander getragen.
Bei der Einkleidung zu Beginn der Grundausbildung erhalten Rekrutinnen und Rekruten beispielsweise atmungsaktive Unterwäsche sowie Schutzkleidung gegen Kälte und gegen Nässe. Außerdem bekommen sie zwei paar Kampfstiefel: Ein leichtes Paar für warmes Wetter sowie ein schweres Paar, das für harsches Klima und schwierige Untergründe gedacht ist.
Eine ballistische Schutzbrille bewahrt die Augen der Soldatinnen und Soldaten vor Splittern und Beschuss. Blendet die Sonne, können die Augen mittels verdunkelter Zusatzgläser geschützt werden. Der neue Gefechtshelm, den jede Soldatin und jeder Soldat bekommt, schützt nicht nur den Kopf, sondern kann auch beispielsweise mit einem Nachtsichtgerät nachgerüstet werden.
Eine ABC-Schutzausstattung schützt die Rekrutinnen und Rekruten vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen. Sie besteht aus einer Atemschutzmaske und Schutzhandschuhen – alles verpackt in einer wasserdichten Tasche. An die Maske können verschiedene Filter geschraubt werden, die gefährliche Stoffe aus der Atemluft heraushalten. Außerdem kann an der Maske ein Schlauch angebracht werden, durch den Soldatinnen und Soldaten trinken können, ohne ihre Atemschutzmaske abnehmen zu müssen.
Damit Rekrutinnen und Rekruten den körperlichen Herausforderungen der Grundausbildung gewachsen sind, wird von Anfang an intensiv Sport getrieben. Dafür bekommen sie Hallen- und Laufschuhe, zwei Sportanzüge und Badekleidung. Jacke und Hose der Sportanzüge sind aus windabweisendem Material gefertigt.
In den Sportanzügen der Bundeswehr können Soldatinnen und Soldaten bei jedem Wetter auch draußen Sport treiben. Jede Soldatin und jeder Soldat bekommt schon in der Grundausbildung zwei Sportanzüge ausgehändigt.
Bundeswehr/Marco DorowDer richtige Umgang mit der ausgegebenen Ausrüstung und deren Pflege sind wichtige Themen der Heimatschutzausbildung. Wann und vor allem wie zieht man was an? Was wird wie gereinigt? Das überprüfen die Ausbilderinnen und Ausbilder regelmäßig: Schließlich werden die meisten Ausrüstungsteile den Rekrutinnen und Rekruten nur für ihre Zeit bei der Bundeswehr überlassen und müssen danach wieder abgegeben werden.
Die komplette Ausrüstung im Schrank – militärisch: Spind – zu verstauen, ist eine Wissenschaft für sich. Wo was liegen soll, ist vorgegeben. Nur so können die Soldatinnen und Soldaten ihre Ausrüstung auch im Dunkeln finden und sind bei einem Alarm in kurzer Zeit startklar.
Für die Gefechtsausbildung erhalten die Rekrutinnen und Rekruten Schlafsack, Zeltmaterial und Essgeschirr. Mit der Zeltplane lässt sich im Handumdrehen ein Unterschlupf für eine Person bauen. Knüpft man zwei Zeltbahnen zusammen, schafft man einen Schlafplatz für zwei Personen. Bis zu sechs Zeltbahnen können kombiniert werden, um mehreren Obdach zu bieten. Der ausgegebene Schlafsack ist aber warm genug, um bei hiesigem Klima auch ohne Zelt unter freiem Himmel zu schlafen.
Das sogenannte Feldessgeschirr besteht aus drei Teilen: Schüssel, Schale und Tasse. Da sie aus Aluminium sind, kann mit ihnen gekocht werden – auf einem Klappkocher mit Brennstofftabletten. Gegessen wird mit dem sogenannten Feldessbesteck zum Zusammenstecken.
Wenn es nach draußen ins Gelände geht, muss viel Ausrüstung mit. Um alles Notwendige zu verstauen, erhalten Rekrutinnen und Rekruten ein modulares Rucksacksystem. Es besteht aus einem 80-Liter-Rucksack und einem 30-Liter-Rucksack, die miteinander verknüpft werden können. Falls der Stauraum nicht reicht, können zwei Seitentaschen mit einem Fassungsvermögen von jeweils zehn Litern zusätzlich angebracht werden. Wasserdichte Beutel – die sogenannten Packliner – halten den Inhalt der Rucksäcke trocken.
Darunter tragen Rekrutinnen und Rekruten ihre Schutzweste samt Trageausstattung für Equipment. Im Bundeswehrjargon nennt man das Ganze Modulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung, kurz MOBAST. Jede und jeder kann dort nach Bedarf und Befehl Magazin-, Handgranatentaschen und mehr anbringen.
Alles gut verstaut: das modulare Rucksacksystem im Überblick
BundeswehrDie Uniform im typischen Bundeswehr-Tarndruck landet oft schon am ersten Tag der Heimatschutzausbildung im Spind. Gleichzeitig wird von der Kleiderkammer aber auch der Dienstanzug ausgehändigt. Ihn tragen Rekrutinnen und Rekruten zum Feierlichen Gelöbnis. Abzulesen ist an allen Uniformen immer auch der Dienstgrad. Dutzende gibt es davon in der Bundeswehr. In der Heimatschutzausbildung müssen Rekrutinnen und Rekruten sie verinnerlichen, damit sie wissen, wer wem vorgesetzt ist.
Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.