Heer

Die rollende Festung

Die rollende Festung

  • Einsatzvorbereitung
  • Heer
Datum:
Ort:
Thüringen
Lesedauer:
2 MIN

„Waffen klar zum Gefecht, Abstände und Sicherungsbereiche einhalten, Marschbeginn in Zwo“, so lautet der Funkbefehl des Gruppenführers. Kurze Zeit später setzen sich die geländegängigen Lastkraftwagen in Bewegung.

Fahrzeugmarsch: Mehrere Lkw fahren hintereinander auf einer Schotterstraße auf dem Übungsplatz.

Eine Fahrzeugkolonne des Versorgungsbataillons bringt der eigenen Truppe Nachschub.

Bundeswehr/Florian Borkenhagen

Die Fahrzeuge folgen der Marschstrecke. Dem kalten Fahrtwind trotzend behalten die Maschinengewehrschützen das Gelände im Auge. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und unebener Strecke ist dies eine fordernde Aufgabe, die den Soldaten hohe Konzentration abverlangt. Auf dem Marsch herrscht jetzt zwischen den einzelnen Gliedern der Kolonne eine gewisse Stille. Das Funkgerät kommt nur situativ zum Einsatz, damit wichtige Lagemeldungen jederzeit durchdringen können. So bewegen sich die Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 131 durch die neblige Herbstlandschaft der Dragonerschlucht auf dem Truppenübungsplatz im thüringischen Ohrdruf. 

Beides können: Versorgung und Kampf

Grün lackierte Lastkraftwagen stehen untergezogen, also verdeckt von Bäumen, neben einer Straße in einem Wald.

Logistiker versorgen die Kampftruppe mit dringend benötigten Gütern und müssen dabei kämpfen können.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Der Marsch mit Fahrzeugen ist eine Kernaufgabe für die Versorgungskräfte. Als Logistiker müssen sie die Versorgung der kämpfenden Einheiten mit Gütern verschiedener Art, wie Munition, Waffen, Treibstoff und Lebensmitteln bis ganz nach vorn ins Kampfgebiet aufrechterhalten. Das macht sie für Gegner zu einem attraktiven Angriffsziel. Die nächste Kampfeinheit ist beim Einsatz der Versorger oft kilometerweit entfernt. Aus diesem Grund trainieren Logistiker regelmäßig die individuelle Schießfertigkeit, das dynamische Gefechtsschießen und taktisches Verhalten im Gelände.

Zügig Abstand gewinnen

Neben einer grauen Straße stehen unbekannte Schützen hinter Büschen und schießen mit Maschinengewehren.

Auf dem Marsch muss die Kolonne, wie hier, ständig mit einem Hinterhalt rechnen.

Bundeswehr/Christian Vierfuß

Plötzlich fallen Schüsse. Aus einer Buschgruppe heraus eröffnen Unbekannte mit Maschinengewehren das Feuer auf die Kolonne. Die Fahrer und Schützen müssen jetzt trotz spürbarer Aufregung einen kühlen Kopf behalten. Der Gruppenführer entscheidet sich rasch dazu, weiter auf der Strecke zu bleiben und so schnell wie möglich Abstand zum Feind zu gewinnen. Das Kommando dazu am Funkgerät ist kurz: „Durchstoßen! Durchstoßen! Ende.“ Die Maschinengewehrschützen erwidern das Feuer, während die Kolonne ihre Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fortsetzt.

Der erste Blick in den Rückspiegel lässt ahnen, alle Fahrzeuge sind noch zu sehen. Nach der Lagemeldung wird sich zeigen, dass alle den Hinterhalt unbeschadet durchstoßen haben.

Das Versorgungsbataillon 131 als Teil der Panzergrenadierbrigade 37 wird 2023 zur Schnellen Eingreiftruppe der NATO, der Very High Readiness Joint#rn Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ), gehören und bereitet sich daher jetzt schon auf ihre Funktion als logistische Truppe der NATO-Speerspitze vor. Die Brigade ist in reichlich zwei Jahren der Leitverband der VJTFVery High Readiness Joint Task Force .

von Robert Schoder

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