Heer
Immer mehr aktive Reservisten

Einsatzunterstützer stürmen Wolferstetten

Einsatzunterstützer stürmen Wolferstetten

Datum:
Ort:
Baden-Württemberg
Lesedauer:
2 MIN

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„Hier Auge eins – ich höre Sie gut, wie hören Sie mich? – kommen“. Mit diesem Funkspruch beginnt der Spähtrupp des Unterstützungsbataillons Einsatz 10 seinen Auftrag bei Sonnenaufgang am Samstagmorgen, Anfang Juli, auf dem Übungsplatz Külsheim. Die Reservistinnen und Reservisten des Bataillons sind zu einem Ausbildungswochenende beordert worden, um den Umgang mit verschiedenen Waffen und Ausrüstung zu trainieren.

Vier Soldaten mit Gewehren sichern die Hauswand, zwei Soldaten stürmen durch eine Tür.

Orts- und Häuserkampf in Wolferstetten: Die Einsatzunterstützer üben den Sturmangriff auf ein Gebäude

Bundeswehr/Michael Kettl

Die intensiven Bemühungen des Fördervereins um mehr Personal für das Bataillon haben sich gelohnt: Bereits bei der März- und der Mai-Übung konnten neue Reservistendienstleistende beim Unterstützungsbataillon begrüßt werden. Jetzt haben sich sogar zusätzlich 25 Übungswillige angemeldet, sodass in Külsheim 69 Soldatinnen und Soldaten an dem Training teilnehmen – ein neuer Höchststand. Die Gesamtzahl an aktiven Reservisten für den infanteristischen Verband hat sich damit allein im ersten Halbjahr 2022 verdoppelt.

Jeder Reservist wird gefordert

Sechs Soldaten mit Gewehren stürmen über eine Obstwiese.

Im Sprung überwinden die Einsatzunterstützer eine Freifläche in bebautem Gelände

Bundeswehr/Michael Kettl

„Eine tolle Teilnehmerquote, durch die wir den nächsten Schritt hin zu einer noch professionelleren Ausbildung gehen können“, sagt Oberstleutnant Jürgen Dressel, der Kommandeur des Bataillons, nicht ohne Stolz. „Inzwischen wird ein Einsatz- und ein Ausbildungszug gebildet, um auf die Bedürfnisse unserer Bataillonsangehörigen noch besser eingehen zu können.“ Damit verändert sich zwar nicht die Struktur der Kompanien oder der Züge. Doch diese Übungsgliederung ermöglicht es, jeden Reservisten gemäß seines Ausbildungsstandes entsprechend zu fordern und zu fördern.

Umfangreiche Waffenausbildung

Eine Gruppe von Soldaten liegt auf Zeltbahnen und übt die Handgriffe an Gewehren und Panzerfäusten.

Jeder Handgriff muss sitzen: Der Ausbildungszug übt den Umgang mit dem Gewehr und der Panzerfaust

Bundeswehr/Michael Kettl

Das spiegelt sich auch in der von Hauptmann Benjamin G. ausgearbeiteten Übungsplanung wider. Kameraden, die bereits die Voraussetzungen erfüllen, wurden dem Einsatzzug zugeteilt und absolvieren die fortführende Ausbildung Spähtrupp auf dem Standortübungsplatz in Kühlsheim sowie die Ausbildung im Orts- und Häuserkampf im Übungsdorf Wolferstetten. Der Ausbildungszug trainiert das Orientieren im Gelände und den Umgang mit den Handwaffen Pistole 8, dem Gewehr G36, dem Maschinengewehr MG3 und der Panzerfaust 3. Zudem führen die Kameraden der 7. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald dem Ausbildungszug das neue Maschinengewehr MG 5 vor. In dieser Kompanie dienen ebenfalls Reservisten. Am Abend hält in Wolferstetten der Obergefreite Matthias S. einen Vortrag über die Nutzung von Drohnen in der Kampfführung und erläutert aktuelle Beispiele.

Exotisches Gerät 

Ein Transportfahrzeug mit geöffneter Tür steht auf einer Straße, davor stehen Soldaten.

Aus Sicht der Veitshöchheimer Einsatzunterstützer ein exotisches Gerät: der Hägglunds BV 206 der Mittenwalder Jager

Bundeswehr/Michael Kettl

Die 7. Kompanie hat zudem das gepanzerte Transportfahrzeug BV 206 Hägglunds mitgebracht. Es dient als bewegliches Ziel, damit die Soldaten aus Veitshöchheim das Zielen mit der Panzerfaust 3 üben und sich der Spähtrupp der Veitshöchheimer mit den Mittenwalder Jagern messen können. Den Abschluss bildet eine Vorführung der Mittenwalder zum Thema: Nehmen eines Gebäudes mit Sicherung durch Soldaten auf dem Hägglunds. Wegen der bislang sehr guten Erfahrungen streben beide Seiten auch für das kommende Jahr eine solche Zusammenarbeit an.

von Michael Kettl

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