Multinational Corps Northeast
Erfahren Sie mehr über das Multinational Corps Northeast aus Szczecin (Stettin) in Polen, die Soldaten und ihre Aufträge.
Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart hat Anfang Februar als Kommandeur des Multinational Corps Northeast (MNC NE) zum ersten Mal Lettland besucht, um sich als neuer Befehlshaber des MNC NE vorzustellen und die bereits enge Zusammenarbeit zwischen dem Korps, seinen unterstellten Einheiten, dem lettischen Gastland und den Bündnispartnern in Lettland zu stärken.
Gespräch mit Panzersoldaten: Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (M.), Kommandeur des Multinational Corps Northeast, besucht die polnischen Truppen der eFP-Battlegroup in Lettland
Bundeswehr/MNC NE PAOGeneralleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart traf mit der Führung der lettischen Streitkräfte, der Multinationalen Division Nord (MND N), der NATO Force Integration Unit Lettland (NFIU Lettland), der kanadischen Task Force Lettland, der lettischen Mechanisierten Brigade und der enhanced Forward Presence (eFP) Battlegroup Lettland zusammen, um sich als neuer Befehlshaber des MNC NE vorzustellen und die Kooperation zwischen dem Korps, seinen unterstellten Einheiten, dem lettischen Gastland und den Bündnispartnern in Lettland zu festigen.
Nach seiner Ankunft in Riga nutzte der Kommandeur des MNC NE die Gelegenheit, den deutschen Botschafter in Lettland, Christian Heldt, zu besuchen. „Wir hatten ein sehr informatives und aufschlussreiches Gespräch“, fasste von Sandrart das Treffen anschließend zusammen.
Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (l.) wird von Generalleutnant Leonīds Kalniņš, dem lettischen Generalstabschef, über die jüngsten Entwicklungen der lettischen Streitkräfte unterrichtet
Bundeswehr/MNC NE PAOAm 2. Februar wurden von Sandrart und seine Delegation vom militärischen Befehlshaber der Nationalen Streitkräfte Lettlands, Generalleutnant Leonīds Kalniņš, über die jüngsten Entwicklungen seiner Armee informiert. „Die lettischen Streitkräfte erfüllen ihre Rolle im Rahmen einer glaubwürdigen Abschreckung an der Nordostflanke des Bündnisses sehr deutlich“, dankte der Korpskommandeur Kalniņš für seine große Gastfreundschaft und seine klaren und äußerst hilfreichen Einblicke, Ratschläge und Hinweise.
Von Sandrart nutzte die Gelegenheit, mit der Canadian Task Force Latvia zusammenzutreffen, einem nationalen Stabselement, das die kanadischen Streitkräfte in Lettland unterstützt. „Ihr unermüdliches Engagement für die Verbesserung der Sicherheit in der Ostseeregion ist ein Beweis für die Fähigkeiten und die Professionalität der kanadischen Streitkräfte“, sagte der Generalleutnant während eines Treffens mit Vizeadmiral Bob Auchterlonie, dem Kommandeur des Canadian Combined Joint Operational Centre, der für die kanadischen Streitkräfte in Lettland zuständigen kanadischen Einheit.
In der Nähe, im neu errichteten Stabsgebäude der kanadischen Task Force, befindet sich die NFIU. Dort wurde von Sandrart über die aktuellen Aufgaben und Entwicklungen informiert. Die NFIU Lettland ist die wichtigste Anlaufstelle der NATO für Truppen, die in Lettland stationiert werden sollen. Der Generalleutnant bedankte sich bei den 40 Angehörigen aus insgesamt 12 alliierten Nationen: „Die NFIU Lettland ist ein Beweis für die Fähigkeit der NATO zur Zusammenarbeit und zur wirksamen Integration unserer Streitkräfte.“ Am selben Tag besuchte der Kommandeur des MNC NE auch das NATO Strategic Communication Centre of Excellence in der lettischen Hauptstadt Riga. „Der Informationsraum ist von äußerst dynamischer und herausfordernder Natur“, erklärte der General nach intensiven Gesprächen mit Jānis Sārts, dem Direktor des Zentrums.
Ein Soldat der eFP-Battlegroup in Lettland weist Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart beim NATO-Manöver Neptun Strike 22 in Lettland in das Gelände ein
Bundeswehr/MNC NE PAOAm dritten Tag besuchte von Sandrart die Multinationale Division Nord in Adazi und wurde von deren Kommandeur, Generalmajor Flemming Mathiasen, über die aktuelle Lage der Division informiert. Auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit ist die Division als robustes Element der Abschreckung und falls notwendig der Verteidigung Estlands und Lettlands direkt dem Korps in Stettin unterstellt. „Das Hauptquartier der Multinationalen Division Nord wird von enormer Bedeutung sein“, stellte von Sandrart klar. „Die Führungsverantwortung auf allen Ebenen erfordert, dass wir uns in erster Linie in den Dienst unserer Mission stellen.“
Später hatten von Sandrart und seine Delegation die Gelegenheit, an einer Luft-Land-Operation bei der NATO-Übung Neptun Strike 22 teilzunehmen, bei der US-Kampfjets mit den Joint Terminal Attack Controllers (JTAC) am Boden interagierten. „Diese Demonstration der Fähigkeiten der NATO-Verbündeten ist eine starke Botschaft an jeden potenziellen Gegner und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts“, betonte der Generalleutnant den Zweck von Neptun Strike 22.
Ein spanischer Soldat (2.v.r.) der eFP-Battlegroup erläutert Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (1.v.r.) die Aufgaben und Fähigkeiten seines Verbandes
Bundeswehr/MNC NE PAODen letzten Abschnitt seiner Lettland-Reise verbrachte der Korpskommandeur bei der lettischen Mechanisierten Brigade und dem multinationalen NATO-Kampfverband – der eFP-Battlegroup. Beeindruckt von dem hohen Maß an Professionalität sagte von Sandrart: „Es ist erstaunlich zu sehen, wie gut der kanadisch geführte NATO-Kampfverband in die lettische Brigade integriert ist und wie er deren Kampffähigkeiten stärkt.“
Kanada ist die Rahmennation des Gefechtsverbands. Für Generalleutnant von Sandrart war es eine große Freude, mit den Soldaten unter dem Kommando von Oberstleutnant Jeremie Gauvreau zusammenzutreffen. „Soldat zu sein bedeutet, sich auf das Schlimmste vorzubereiten“, so von Sandrart und fügte hinzu: „Jederzeit bereit zu sein, sein Land und seine Verbündeten zu verteidigen: „Dafür steht die eFP-Battlegroup in Lettland.“
Nach vier Tagen intensiver Eindrücke, Gespräche, Begegnungen und Einblicke in Lettland fasst der Korpskommandeur zusammen: „Wir alle hier stehen vor den gleichen Herausforderungen, verteidigen das gleiche Terrain, stützen uns auf die gleichen Ressourcen. Deshalb haben wir keine Zeit, uns zurückzulehnen. Wir müssen einsatzbereit sein.“
von MNC NE Public Affairs Office