Heer
EFP-Battlegroup

Generalleutnant von Sandrart besucht Truppen in Lettland

Generalleutnant von Sandrart besucht Truppen in Lettland

  • Multinationalität
  • Heer
Datum:
Ort:
Lettland
Lesedauer:
4 MIN

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart hat Anfang Februar als Kommandeur des Multinational Corps Northeast (MNCMultinational Corps NENortheast) zum ersten Mal Lettland besucht, um sich als neuer Befehlshaber des MNCMultinational Corps NENortheast vorzustellen und die bereits enge Zusammenarbeit zwischen dem Korps, seinen unterstellten Einheiten, dem lettischen Gastland und den Bündnispartnern in Lettland zu stärken.

Mehrere Soldaten sitzen und stehen auf Panzern in einer Fahrzeughalle.

Gespräch mit Panzersoldaten: Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (M.), Kommandeur des Multinational Corps Northeast, besucht die polnischen Truppen der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup in Lettland

Bundeswehr/MNC NE PAO

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart traf mit der Führung der lettischen Streitkräfte, der Multinationalen Division Nord (MND N), der NATO Force Integration Unit Lettland (NFIUNATO Force Integration Units Lettland), der kanadischen Task Force Lettland, der lettischen Mechanisierten Brigade und der enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) Battlegroup Lettland zusammen, um sich als neuer Befehlshaber des MNCMultinational Corps NENortheast vorzustellen und die Kooperation zwischen dem Korps, seinen unterstellten Einheiten, dem lettischen Gastland und den Bündnispartnern in Lettland zu festigen.

Nach seiner Ankunft in Riga nutzte der Kommandeur des MNCMultinational Corps NENortheast die Gelegenheit, den deutschen Botschafter in Lettland, Christian Heldt, zu besuchen. „Wir hatten ein sehr informatives und aufschlussreiches Gespräch“, fasste von Sandrart das Treffen anschließend zusammen.

„Glaubwürdige Abschreckung“

Zwei Soldaten in zwei verschiedenen Flecktarn-Uniformen stehen in einem Gang und schauen sich freundlich an.

Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (l.) wird von Generalleutnant Leonīds Kalniņš, dem lettischen Generalstabschef, über die jüngsten Entwicklungen der lettischen Streitkräfte unterrichtet

Bundeswehr/MNC NE PAO

Am 2. Februar wurden von Sandrart und seine Delegation vom militärischen Befehlshaber der Nationalen Streitkräfte Lettlands, Generalleutnant Leonīds Kalniņš, über die jüngsten Entwicklungen seiner Armee informiert. „Die lettischen Streitkräfte erfüllen ihre Rolle im Rahmen einer glaubwürdigen Abschreckung an der Nordostflanke des Bündnisses sehr deutlich“, dankte der Korpskommandeur Kalniņš für seine große Gastfreundschaft und seine klaren und äußerst hilfreichen Einblicke, Ratschläge und Hinweise.

Von Sandrart nutzte die Gelegenheit, mit der Canadian Task Force Latvia zusammenzutreffen, einem nationalen Stabselement, das die kanadischen Streitkräfte in Lettland unterstützt. „Ihr unermüdliches Engagement für die Verbesserung der Sicherheit in der Ostseeregion ist ein Beweis für die Fähigkeiten und die Professionalität der kanadischen Streitkräfte“, sagte der Generalleutnant während eines Treffens mit Vizeadmiral Bob Auchterlonie, dem Kommandeur des Canadian Combined Joint Operational Centre, der für die kanadischen Streitkräfte in Lettland zuständigen kanadischen Einheit.

Gespräche mit Verbündeten

In der Nähe, im neu errichteten Stabsgebäude der kanadischen Task Force, befindet sich die NFIUNATO Force Integration Units. Dort wurde von Sandrart über die aktuellen Aufgaben und Entwicklungen informiert. Die NFIUNATO Force Integration Units Lettland ist die wichtigste Anlaufstelle der NATO für Truppen, die in Lettland stationiert werden sollen. Der Generalleutnant bedankte sich bei den 40 Angehörigen aus insgesamt 12 alliierten Nationen: „Die NFIUNATO Force Integration Units Lettland ist ein Beweis für die Fähigkeit der NATO zur Zusammenarbeit und zur wirksamen Integration unserer Streitkräfte.“ Am selben Tag besuchte der Kommandeur des MNCMultinational Corps NENortheast auch das NATO Strategic Communication Centre of Excellence in der lettischen Hauptstadt Riga. „Der Informationsraum ist von äußerst dynamischer und herausfordernder Natur“, erklärte der General nach intensiven Gesprächen mit Jānis Sārts, dem Direktor des Zentrums.

Vor Ort bei der NATO-Übung Neptun Strike

In verschneitem Gelände stehen drei Soldaten zusammen, einer weist mit einem Arm nach vorn, links ein Gefechtsfahrzeug.

Ein Soldat der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup in Lettland weist Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart beim NATO-Manöver Neptun Strike 22 in Lettland in das Gelände ein

Bundeswehr/MNC NE PAO

Am dritten Tag besuchte von Sandrart die Multinationale Division Nord in Adazi und wurde von deren Kommandeur, Generalmajor Flemming Mathiasen, über die aktuelle Lage der Division informiert. Auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit ist die Division als robustes Element der Abschreckung und falls notwendig der Verteidigung Estlands und Lettlands direkt dem Korps in Stettin unterstellt. „Das Hauptquartier der Multinationalen Division Nord wird von enormer Bedeutung sein“, stellte von Sandrart klar. „Die Führungsverantwortung auf allen Ebenen erfordert, dass wir uns in erster Linie in den Dienst unserer Mission stellen.“

Später hatten von Sandrart und seine Delegation die Gelegenheit, an einer Luft-Land-Operation bei der NATO-Übung Neptun Strike 22 teilzunehmen, bei der USUnited States-Kampfjets mit den Joint Terminal Attack Controllers (JTACJoint Terminal Attack Controller) am Boden interagierten. „Diese Demonstration der Fähigkeiten der NATO-Verbündeten ist eine starke Botschaft an jeden potenziellen Gegner und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts“, betonte der Generalleutnant den Zweck von Neptun Strike 22.

Jederzeit einsatzbereit

In verschneitem Gelände laufen und stehen mehrere Soldaten, im Hintergrund ein Gefechtsfahrzeug.

Ein spanischer Soldat (2.v.r.) der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup erläutert Generalleutnant Jürgen-Joachim von Sandrart (1.v.r.) die Aufgaben und Fähigkeiten seines Verbandes

Bundeswehr/MNC NE PAO

Den letzten Abschnitt seiner Lettland-Reise verbrachte der Korpskommandeur bei der lettischen Mechanisierten Brigade und dem multinationalen NATO-Kampfverband – der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup. Beeindruckt von dem hohen Maß an Professionalität sagte von Sandrart: „Es ist erstaunlich zu sehen, wie gut der kanadisch geführte NATO-Kampfverband in die lettische Brigade integriert ist und wie er deren Kampffähigkeiten stärkt.“

Kanada ist die Rahmennation des Gefechtsverbands. Für Generalleutnant von Sandrart war es eine große Freude, mit den Soldaten unter dem Kommando von Oberstleutnant Jeremie Gauvreau zusammenzutreffen. „Soldat zu sein bedeutet, sich auf das Schlimmste vorzubereiten“, so von Sandrart und fügte hinzu: „Jederzeit bereit zu sein, sein Land und seine Verbündeten zu verteidigen: „Dafür steht die eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup in Lettland.“

Nach vier Tagen intensiver Eindrücke, Gespräche, Begegnungen und Einblicke in Lettland fasst der Korpskommandeur zusammen: „Wir alle hier stehen vor den gleichen Herausforderungen, verteidigen das gleiche Terrain, stützen uns auf die gleichen Ressourcen. Deshalb haben wir keine Zeit, uns zurückzulehnen. Wir müssen einsatzbereit sein.“

von MNC NE Public Affairs Office

zum Thema

  • Auf blauem Grund kreuzen sich drei goldene Schwerter, darauf der rote Kopf eines Greifs, darunter drei silberne Wellen.

    Multinational Corps Northeast

    Erfahren Sie mehr über das Multinational Corps Northeast aus Szczecin (Stettin) in Polen, die Soldaten und ihre Aufträge.

    • Heer
  • Soldaten stehen im Wald und unterhalten sich
    enhanced Forward Presence

    Litauen

    Enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) dient der Sicherung der Ostflanke der NATO. Deutschland führt die Battlegroup in Litauen.

    • EFP
    • Anerkannte Missionen