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Heer
Auge und Ohr der Brigade

Aus Hunderten Meldungen wird ein Bild über den Feind

Aufklärung
Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

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Die Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ aus Eutin üben die Feindaufklärung während eines Verzögerungsgefechts. Dabei soll dem Feind das weitere Vordringen verwehrt werden. Allerdings passiert das alles nur am Computer und wird simuliert.

Zwei Soldaten befinden sich vor einem PC und planen auf einer Karte den Einsatz ihres Spähtrupps.

Am Computer wurden die Aufklärungsergebnisse des simulierten Gefechtes dargestellt

Bundeswehr

„Das Programm SIRA (Simulationsgestützte Rahmenübung) ist ein System der Bundeswehr, ähnlich einem taktischen Computerspiel – allerdings mit einem Mehrspielermodus für mehrere Soldaten. Diese Ausbildungsmöglichkeit nutzen die Aufklärer aus Norddeutschland über eine Woche in Munster. Voll aufgestellt und ausgerüstet, gilt es für die Eutiner Aufklärer, als Auge und Ohr ihrer Brigade zu fungieren und wesentliche Informationen über feindliche Kräfte zu gewinnen“, erklärt Hauptmann Paul Hapke, Presseoffizier der übergeordneten Panzergrenadierbrigade 41. Neben den Aufklärern werden im System die Soldaten der gesamten eigenen Brigade sowie die feindlichen Kräfte am Computer geführt, wodurch die Simulation, zumindest auf taktischer Ebene, sehr real wirkt.

Im Bataillonsgefechtsstand

Auf einer Wiese zwischen Bäumen steht ein sehr gut getarnter, grüner Gefechtsstand.

Die virtuellen Aufklärungskräfte werden in dem real aufgebauten Bataillonsgefechtsstand geführt

Bundeswehr

Im Gefechtsstand schallt es daher nahezu sekündlich: Feindmeldung! Eine weitere Einheit des Feindes wurde aufgeklärt. Nun gilt es, diese zu vermerken, in die Karten einzutragen und zu analysieren, zu welchen Verbänden diese gehören und was deren vermutete Absicht ist. „Bei mehreren Tausend feindlichen Soldaten, die in der Simulation die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ angreifen, gibt es für die Eutiner Aufklärer viel zu tun“, sagt Hapke weiter.

Wesentliche Rolle im Gefecht

Offiziere stehen vor einer großen Lagekarte. Der Kommandeur zeigt mit einem Stock auf die Karte.

Der Kommandeur, Oberstleutnant Tobias Aust, erklärt den Kompaniechefs die Aufklärungsergebnisse und gibt entscheidende Informationen über die aktuelle Situation

Bundeswehr

Nun geht es laut Hapke in die entscheidende Phase: „Die Soldaten müssen überaus gewissenhaft an die Zusammenfassung und Auswertung der Informationen gehen. Aus Hunderten von Meldungen wird ein Gesamtbild der feindlichen Kräfte erstellt. Danach analysieren die Soldaten der Abteilung Informationsverarbeitung und Auswertung die vermutliche Absicht des Feindes in den kommenden Stunden. So ermöglichen die Aufklärer als Auge und Ohr der Brigade durch frühzeitige und konkrete Informationen das erfolgreiche Gefecht der Kampftruppen. Die Brigade weiß somit, wo der Feind wahrscheinlich einen Schwerpunkt bildet und mit welchen Kräften wo und wann zu rechnen hat. Umso effektiver kann der Truppenführer dann seine eigenen Entscheidungen für den weiteren Verlauf der Operation planen“, sagt Hapke abschließend.

von Matthias Simon

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