Neue Sporthalle in Mittenwald

Neue Sporthalle in Mittenwald

  • Baumaßnahme
  • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
2 MIN

Am 3. November wurde in der Edelweiß- und Karwendelkaserne in Mittenwald die neue Sporthalle des Gebirgsjägerbataillons 233 vorgestellt. Die neue Sportanlage hat eine hohe Energieeffizienz, besteht zu 85 Prozent aus Holz und soll möglichst Ende November, auf jeden Fall noch im Jahr 2020, für die Nutzung freigegeben werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 4,76 Millionen Euro.

Mehrere Personen stehen vor einem zweigeschossigen Gebäude mit hohen Fenstern an der einen Seite

Bis auf Restarbeiten fertiggestellt: die neue Sporthalle in Mittenwald

Bundeswehr/Dennis Arians

Das Staatliche Bauamt Weilheim hatte zur Vorstellung des Neubaus der Sporthalle in der Edelweiß-und Karwendelkaserne in Mittenwald am 3. November geladen. Geplant war ursprünglich ein Richtfest in den vorausgegangenen Monaten, welches jedoch der Covid 19-Pandemie zum Opfer fiel.

Somit gestaltete sich auch die Teilnehmerliste überschaubar: Lediglich der Bürgermeister von Mittenwald, Enrico Corongiu sowie der Kasernenkommandant und stellvertretende Bataillonskommandeur Gebirgsjägerbataillon 233, Oberstleutnant Jörg Körner, führten mit dem Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Peter Aumann, seinem Mitarbeiter in der Stelle Mittenwald Florian Romano und dem Chefplaner vom Architekturbüro P S A, Alexander Pfletscher, eine Begehung und kurze Einweisung durch.

Gute Ausbildung in moderner Architektur

Am Standort Mittenwald sind unter anderem im Gebirgsjägerbataillon 233 sowie am Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf über 1.500 Soldaten stationiert. Der Neubau ergänzt die in der Karwendel-Kaserne vorhandene Sporthalle sowie die weiteren benötigten Sport- und Ausbildungseinrichtungen am Standort, beispielsweise zur Erlangung der Klettergrundfertigkeiten. Das Bauprojektmanagement seitens der Bundeswehr lag beim BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Kompetenzzentrum Baumanagement München. Nach zwei Jahren Bauzeit wird das Gebäude in wenigen Wochen in Betrieb genommen. Bis dahin sind nur noch geringfügige Arbeiten vor und im Gebäude fertigzustellen.

Fünf männliche Personen, darunter eine in Uniform, stehen in einer Sporthalle

Architekt Alexander Pfletscher (Mitte) steht Rede und Antwort, rechts Bürgermeister und Kasernenkommandant

Bundeswehr/Dennis Arians

Mit ihrer Materialität und Architektur trägt die Sporthalle der Forderung nach Verwendung nachwachsender Rohstoffe Rechnung – sie ist zu 85 Prozent aus Holz. Architekt Pfletscher ging bei der Einweisung auch auf die Energieeffizienz des Gebäudes ein. So verbraucht der Neubau rund ein Drittel weniger Strom als andere konventionelle Hallen. Dies werde zum Beispiel dadurch erreicht, dass durch eine helle Innenvertäfelung mit Holz das eindringende Licht maximal ausgenutzt werde, so Pfletscher. Auch wurde von einer standardmäßigen zentralen Leuchtreihe längs der Decke zu Gunsten einer hellen und geschützten Beleuchtung abgesehen, die in mehreren Reihen quer zur Halle verläuft.

Eine großartige Sache – und ein Vorbild

Oberstleutnant Körner bedankte sich bei allen Beteiligten für die schnelle und zweckmäßige Umsetzung des Projektes und die gute Zusammenarbeit zwischen den militärischen und den zivilen Stellen. Die neue Halle sei „eine großartige Sache“. Des Weiteren hob er die „gewohnte Zuverlässigkeit der lokalen Gewerke“ hervor. Bürgermeister Corongiu rechnet mit weiteren Projekten zwischen Bundeswehr und Gemeinde Mittenwald. Und in Sachen Energieeffizienz nannte er die Sporthalle „eine gute Blaupause für das kommende Projekt“ – für die Gemeinde Mittenwald ist nämlich ebenfalls eine Mehrzweckhalle in Planung.

von Carsten Koslowski  E-Mail schreiben
Ein zehnstöckiges Gebäude auf Stelzen mit einer Fassade aus Sandstein.

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