Wehrbeauftragte besucht Bundesamt in Bonn

Wehrbeauftragte besucht Bundesamt in Bonn

  • Führung
  • IUD
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
4 MIN

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Eva Högl, besuchte am 17. November 2021 das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Sie ließ sich die vielfältigen Aufgabenfelder des Amtes vorstellen, führte Gespräche mit Personal- und Interessenvertretungen und informierte sich auch auf einem kleinen Rundgang.

Zwei weibliche Personen stehen vor einem Dienstgebäude

Präsidentin Ulrike Hauröder-Strüning begrüßt die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Eva Högl.

Bundeswehr/Marcus Rott

Seit dem 25. Mai 2020 ist Eva Högl die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages. Die Wehrbeauftragte gilt als „Anwältin der Soldatinnen und Soldaten“, an die diese sich direkt und ohne Einhaltung des Dienstweges mit Beschwerden, Vorschlägen und anderen Anliegen wenden können. Auch unter Berücksichtigung der andauernden Corona-Pandemie führt die Wehrbeauftragte regelmäßig Truppenbesuche durch. So kann sie sich an vielen Standorten und in unterschiedlichen Verbänden einen Eindruck verschaffen, mit Soldatinnen und Soldaten über die Situation, ihre Sorgen und Nöte sprechen und ihre Wünsche und Anregungen aufnehmen.

Dies gilt natürlich ebenfalls für Dienststellen, die überwiegend durch ziviles Personal geprägt werden wie das BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, das die Verantwortung für zentrale Dienste in der Bundeswehr aus den Bereichen Infrastruktur, Gesetzliche Schutzaufgaben, Finanzen und Controlling sowie Dienstleistungen und Recht trägt. Bei der Gründung des Amtes im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr im Jahr 2012 wurden zivile wie militärische Aufgaben im BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr zusammengeführt. Von den rund 3.500 Bediensteten, die für das Amt an dessen Hauptsitz in Bonn und seinen dislozierten Bestandteilen in ganz Deutschland tätig sind, tragen aktuell rund 12,5 Prozent Uniform.

Informatives Programm

Zwei weibliche Personen in einem Dienstzimmer, die eine trägt sich in auf dem Tisch vor ihr liegendes Buch ein

Eintrag ins Gästebuch des Amtes.

Bundeswehr/Marcus Rott

Die Präsidentin des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Ulrike Hauröder-Strüning begrüßte die Wehrbeauftragte herzlich und stellte anschließend in einem Vier-Augen-Gespräch ihr Amt vor. Auch traf sich Högl in einer Gesprächsrunde mit den Angehörigen der Personal- und Interessenvertretungen sowie den militärischen und zivilen Gleichstellungsbeauftragten des Amtes. Hier wurde unter anderem auch die konsequente Linie des Amtes im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt.  Kern ihres Besuches war die Information über das weite Aufgabenspektrum des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Das Leitungsteam informierte die Wehrbeauftragte über die Aufträge der einzelnen Abteilungen und stellte aktuelle Arbeitsschwerpunkte vor. Die Besichtigungen der Neubauten der Kantine und der Kindertagesstätte „Regenbogenhaus“ in der Liegenschaft Hardthöhe rundete ihren Besuch ab.

Breites Aufgabenspektrum

Beeindruckt zeigte sich die Wehrbeauftragte vom breiten Aufgabenspektrum des Amtes, das ihr in den Vorträgen der Präsidentin und der Abteilungsleitenden vermittelt wurde. Es wurden die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen für den Organisationsbereich IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen im Auslandseinsatz vorgetragen. Weitere Themenschwerpunkte der Abteilungsleitenden waren Vergaben und Planung bei Infrastrukturvorhaben, die Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte bei der Truppenverpflegung oder Nachhaltigkeit im Umweltschutzhandeln. Dr. Högl, die auch aufgrund vieler Truppenbesuche in engem Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten steht, berichtetet von ihren Erfahrungen zum Thema Klima- und Umweltschutz: „Aus der Truppe kommt zu diesem Thema viel positives Feedback“, so die Wehrbeauftragte. Das Verständnis für Maßnahmen, die diesen Zielen dienten, sei spürbar gewachsen.  Ähnlich gute Nachrichten überbrachte ie zum Thema Truppenverpflegung: „Großes Lob für das Essen in den Truppenküchen.“ Aber auch der Stand der Digitalisierung in Amt und Organisationsbereich und die aktuellen Erfahrungen beim Arbeiten unter Corona-Schutzmaßnahmen kamen bei dem mehrstündigen Briefing zur Sprache.

Rundgang mit Kantine und Kita

 Bei der Besichtigung der Neubauten Kantine und Kindertagesstätte in der Liegenschaft kristallisierte sich sehr schnell der Unterschied zwischen beiden Projekten heraus: während der Neubau der Kantine pandemiebedingt noch nicht abgeschlossen werden konnte, zeigte Högl eine fröhliche Kinderschar, die grad ihr Mittagessen verputzte, dass dies bei der Kindertagesstätte schon erfolgt ist: im August 2021 zogen Kinder und Erwachsene in das neue Gebäude ein.

Personengruppe im Freien, im Hintergrund eingeschossiges Gebäude

Auf dem Rundgang über die Hardthöhe, im Hintergrund die Kindertagesstätte „Regenbogenhaus“.

Bundeswehr/Helmut von Scheven

Högl zeigte sich erfreut über den Neubau: „Es ist alles hell und freundlich, eine schöne Umgebung für die Kinder.“ Besonders beeindruckt war die Wehrbeauftragte von der Lernküche, in der sich die Kinder kulinarisch ausprobieren können. Aktuell steht hier natürlich das Kekse backen im Vordergrund.

Die Kindertagesstätte „Regenbogenhaus“, die seit nunmehr 49 Jahren existiert, ist die einzige Kita im Bereich der Bundeswehr, die nicht über einen freien Träger, sondern mit bundeswehreigenem Personal betrieben wird. Sie ist grundsätzlich für Kinder der am Bundeswehrstandort Bonn beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt. Dem BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr obliegt die Betriebsverantwortung für das „Regenbogenhaus“. In dem unmittelbar angrenzenden, eigentlich leerstehenden Gebäude, in dem die Kita zuvor ihre Heimat hatte, ist derzeit ein Waldorfkindergarten aus dem benachbarten Alfter-Heidgen untergebracht, dessen Betreuungsräume in der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 verwüstet wurden und sich derzeit noch in der Instandsetzung befinden.

Die neue Kantine „Kasino Nord“ für die Hardthöhe wird nach derzeitigem Stand im ersten Quartal 2022 fertiggestellt und soll im Frühjahr in Betrieb genommen werden. Kantine und Caféteria sind dann für 550 Verpflegungsteilnehmende ausgelegt. Die Kosten belaufen sich aktuell auf rund 16 Millionen Euro. Hierin sind auch die Kosten für den Rückbau der alten Kantine Nord am selben Ort enthalten, der bereits im Jahr 2014 durchgeführt wurde.

Zwei weibliche Personen in einem Dienstzimmer präsentieren jeweils eine Medaille.

Coinübergabe im Rahmen der Verabschiedung der Wehrbeauftragten durch die Präsidentin BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr.

Bundeswehr/Marcus Rott

Nach einem tagesfüllenden Austausch zur gesamten Themenbreite des BAIUDBwBundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr verabschiedete Präsidentin Hauröder-Strüning die Wehrbeauftragte. Zum Abschied überreichten sich die beiden jeweils einen Coin als Erinnerungsstück. Der nächste Termin von Hauröder-Strüning und Dr. Högl ist bereits gesetzt: Beide verabredeten sich zu einem gemeinsamen Besuch des Verpflegungsamtes der Bundeswehr in Oldenburg, Högls Heimatstadt.

  

von Carsten  Koslowski  E-Mail schreiben
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