Bauprogramm G-CAP Inland Stufe 1 startet
- Datum:
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- Bonn
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Mit der Vertragsunterzeichnung am 27. August 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein für den Bau von Infrastruktur für den personellen Aufwuchs der Bundeswehr erreicht. Mit dem German Armed Forces – Contractor Augmentation Program, kurz G-CAP Inland Stufe 1, werden die kurzfristig benötigten Unterbringungs- und Funktionsgebäude geschaffen.
Die Bundeswehr hat G-CAP im Ausland bereits erfolgreich umgesetzt. Das Konzept für die G-CAP-Bauten, wie hier in Rukla, wird für G-CAP Inland Stufe 1 adaptiert.
Bundeswehr/Marcus Rott
Für die Infrastruktur der Bundeswehr ist der zivile Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) zuständig. Mit mehreren Bauprogrammen wird hier der aktuelle und schnell wachsende Bedarf an Gebäuden gedeckt. Für G-CAP, das größte dieser Bauprogramme, ist mit der Vertragsunterzeichnung nun der Startschuss gefallen. Die ersten Abrufe erfolgen in der ersten Septemberwoche 2026. Damit werden konkrete Leistungen aus den Verträgen umgehend angefordert.
G-CAP Inland Stufe 1 adaptiert das bereits bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr erfolgreiche Konzept der Errichtung standardisierter Gebäudetypen und Varianten auf die Bundeswehrstandorte in Deutschland. Das sorgt für kurze Bauzeiten, und die Gebäude können an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Das Programm umfasst deutschlandweit rund 300 neue Gebäude in mehr als 100 Bundeswehrliegenschaften.
Durch die Nutzung der seriellen und modularen Bauweise können Gebäudeteile vorgefertigt werden. Parallel dazu können auf den Liegenschaften bereits die notwendigen Vorarbeiten erfolgen, etwa die Erschließung des Geländes durch die Verlegung von Anschlüssen für Strom und Wasser. Neben Unterkunftsgebäuden mit rund 54.000 zusätzlichen Betten sind auch Funktionsbereiche, Lehr- und Ausbildungsräume sowie Einrichtungen für den militärischen Betrieb vorgesehen. Damit wird nicht nur zusätzlicher Wohnraum geschaffen, sondern die Infrastruktur der Standorte insgesamt an die neuen Bedarfe an Personal, Ausbildung und Übung angepasst.
Das Bauvorhaben G-CAP Inland Stufe 1 hat eine besondere Größenordnung: Das Vertragspaket mit einem Auftragsvolumen von rund 4,6 Milliarden Euro beinhaltet die Planung, den Bau sowie den technischen Betrieb der Gebäude. Die ersten sollen bereits Mitte 2027 stehen. Insgesamt setzen sieben Auftragnehmer die geforderten Leistungen um.
Zufriedene Gesichter: Die Vertragspartner für das Bauprogramm G-CAP Inland Stufe 1 nach der Vertragsunterzeichnung am 27. August 2026 in Bonn
Bundeswehr/Marcus RottDas Bauprogramm ist für die Bundeswehr von großer Bedeutung. Daher wurde auch die Vertragsunterzeichnung in einen feierlichen Rahmen gesetzt. Für die Bundeswehr unterzeichnete der Präsident des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) Roland Börger die Verträge. In seiner Rede betonte er: „Es wird sehr deutlich, mit welcher infrastrukturellen Herausforderung wir konfrontiert sind. Im Wissen, dass wir diese Aufgabe bisher zielstrebig gemeistert haben, gilt es nun, das Vorhaben erfolgreich zum Abschluss zu bringen.“
Der Leiter der Hauptabteilung Aufwuchs im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), Alexander Götz, unterstrich die Besonderheiten: „Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der heute das größte Bauprogramm auf den Weg geht. Von der Idee bis zur heutigen Vertragsunterzeichnung sind nur 14 Monate vergangen. Wir realisieren ein echtes Stück Zeitenwende.“
von Gabriele Drebenstedt E-Mail schreiben