Luftwaffe

Dinieren im Zeichen der Auslandseinätze

Dinieren im Zeichen der Auslandseinätze

  • Objektschutzregiment der Luftwaffe
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Schortens
Lesedauer:
2 MIN

„20 Jahre Objektschutz im Einsatz“ ‒ Unter dieses Motto stellte Oberst Marc Vogt, Kommandeur des Objektschutzregimentes der Luftwaffe „Friesland“, die 24. Ausgabe des Frieslandmahls. Als Festredner berichteten drei ehemalige Kommandeure des Regiments von ihren Erfahrungen mit den Objektschützern im Auslandseinsatz.

Vier Herren mit Fliege: Oberst Marc Vogt, Oberstleutnant Robert Mielke, Oberst Michael Fleper, Oberstleutnant Peter Schwarz.

Bereit für das Frieslandmahl: Oberst Marc Vogt und die drei Festredner: Oberstleutnant Robert Mielke, Oberst Michael Fleper und Oberstleutnant Peter Schwarz (v. l.)

Bundeswehr/Phurin Chapha

EPA und Minenfeld als Dekoration

Schon beim Betreten des Casinos entstand ein gewisses Einsatzflair. Vor dem Haupteingang waren Sandsackbarrieren sowie ein Wolf und ein Dingo geparkt. Die ausgestellte Einmannpackung (EPA), ein Minenfeld vor der Leinwand, lebensgroße Puppen im Kampfanzug und die Tischdekorationen mit Patronenhülsen taten ein Übriges. Auch das Fünf-Gänge-Menü passte mit Elementen aus Afghanistan, Mali und dem Kosovo dem Einsatzmotto an.

Auf einer Sandfläche, abgegrenzt mit gefüllten Säcken, sind Minenattrappen aufgebaut.

Einsatzflair, passend zum Motto des Abends dekoriert: Vor der Leinwand war ein Minenfeld aufgebaut …

Bundeswehr/Phurin Chapha
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… und direkt vor dem Saal erwartete die 185 Gäste eine ausgepackte Einmannpackung (EPA)

Bundeswehr/Phurin Chapha

Einsätze tief in der DNA verwurzel

„Einsätze prägen diesen Verband bis heute. Die Einsätze sind das ‚Leitmotiv‘, der ‚rote Faden‘ dieses Regiments. Sie prägen das Selbstverständnis und den Alltag unserer Frauen und Männer. Der Einsatz ist vermutlich wie in kaum einen anderen Verband unserer Streitkräfte tief in unserer DNA verwurzelt“, sagte Oberst Vogt. Besonders betonte er die Unterstützung durch die gesamte Region. „Die Wahrnehmung und Wertschätzung, die wir unter anderem bei jedem Abschlussappell vor einem Einsatz erfahren, ist hervorzuheben.“

Einsatzerfahrungen aus erster Hand

Die drei Festredner zeigten sich äußerst stolz auf ihre Einsatzerfahrungen mit den Objektschützern. Oberstleutnant Peter Schwarz, der die ersten infanteristischen Kräfte der Objektschützer in den Einsatz führte, schilderte unter anderem seine Erfahrungen im Kosovo des Jahres 1999: „Der Schutz wurde nur durch das gewährleistet, was wir am Körper trugen.“ Oberst i.G.im Generalstabsdienst Michael Fleper berichtete über seinen Einsatz in Kabul und von der „ganz anderen Welt“, die er dort erlebte. Er verlegte Ende 2002 das gesamte Spektrum an Fähigkeiten des Verbandes nach Afghanistan. Oberstleutnant Robert Mielke führte als damals stellvertretender Bataillonskommandeur Infanterie, Pioniere und Kampfmittelbeseitiger in den Einsatz nach Masar-i Scharif, um einen Flugplatz aufzubauen.

Kulinarischer Höhepunkt für 185 Gäste

Der Höhepunkt des Abends war das Fünf-Gänge-Menü, durch das Major a. D.außer Dienst Olaf Tutay die 185 Gäste in bewährter Form führte. Als „Mann mit der Glocke“ erläuterte er Details zu jedem einzelnen Gang. Sechs Köche hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um etwas Besonderes zu kreieren. Den Gästen wurde Kabuli-Salat mit Sambosa und Limetten-Vinaigrette serviert, danach Serbische Bohnensuppe, Wolfsbarschfilet auf Linsen-Hirse-Gemüse an Tomaten-Chili-Chutney, Entenbrustgulasch mit Grillkartoffeln an sautiertem Gemüse und Safran-Jus sowie geschichteter Joghurt und Ferni mit Obst und Nuss-Variationen.

Auf einem Teller steht ein Glas mit geschichtetem Joghurt und Nussstückchen, daneben liegen Johannisbeeren und Feigen.

Süß und exotisch: Zum Dessert gab es geschichteten Joghurt und Ferni mit Obst und Nussvariationen

Bundeswehr/Phurin Chapha

Tradition seit mehr als 20 Jahren

Das Frieslandmahl wurde 1995 vom damaligen Jagdbombergeschwader 38 „Friesland“ ins Leben gerufen. Die Veranstaltung ist unter anderem ein „Dankeschön“ an die Region für die uneingeschränkte Verbundenheit der Bevölkerung zum Standort Schortens. Das Frieslandmahl hat sich in der Region zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt entwickelt.




von Mario Gerhardt