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Luftwaffe

Sofort auf Spannung – Luftwaffe übt in Litauen

Flugabwehrraketengruppe 61
Das Radar auf dem Wiesel in seiner Stellung auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade.

Das Radar auf dem Wiesel in seiner Stellung auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade.

Bundeswehr/Sarah Schulte

Üben gehört zum täglichen Handwerk für Soldatinnen und Soldaten aller Nationen. Doch „IRON WOLF 2019“ ist für die 80 Soldatinnen und Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 61 aus Todendorf alles andere als Routine. Das gemeinsame Ziel ist die Erhöhung der Präsenz und Sicherheit an den Ostgrenzen der NATONorth Atlantic Treaty Organization.

Plötzlich ein Geräusch, Bewegung im Vorfeld. Die beiden Soldaten, die gerade noch nahezu unsichtbar in Ihrer Stellung lagen, sind sofort auf Spannung. Während Hauptgefreiter Lukas F. mit dem Feldstecher das gepanzerte Fahrzeug im Vorfeld beobachtet, schultert Hauptgefreiter Pascal S. die Panzerfaust. Eine gespannte Stille liegt über der Stellung des Alarmpostens. „Alles ok, nur ein Observer-Fahrzeug“, unterbricht Lukas F. die Stille, und meldet die Beobachtung an seinen Gruppenführer Hauptfeldwebel Christian E., der nur ca. 200 Meter entfernt in seinem Eagle-V-Führungsfahrzeug am Funk sitzt.

Großübung in Litauen

Wir sind in Pabrade, ca. 40 Kilometer nordöstlich der litauischen Hauptstadt Vilnius. Hier, unweit der Grenze nach Weißrussland, findet die Übung „IRON WOLF 2019“ statt. Hauptfeldwebel Christian E. und seine Soldaten der Aufklärungsgruppe „B“ gehören zur 3. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 61 aus dem Schleswig-Holsteinischen Todendorf. Die rund 80 Soldatinnen und Soldaten sind mit ihrem leichten Flugabwehrsystem und dem Luftraumüberwachungsradar vor Ort. Letzteres gehört am Heimatstandort zur Stabs- und Versorgungsstaffel der FlaRakGrp 61, und wird im Rahmen von Einsätzen und Übungen bei Bedarf der 3. Staffel unterstellt. Geführt wird die Staffel, in Todendorf genauso wie hier in Pabrade, von Major M.

Der Waffenträger des leichten Flugabwehrsystems getarnt

Der Waffenträger des leichten Flugabwehrsystems in der Weite des Truppenübungsplatzes Pabrade.

Bundeswehr/Sarah Schulte

Ebenfalls mit in Litauen ist der stellvertretende Kommandeur der FlaRakGrp 61, Major R.  „Wir sind ein Teil der Enhanced Forward Presence-Battlegroup“ (eFPenhanced Forward Presence-BGBrigadegeneral), erklärt der Major. Der Schwerpunkt der Übung sei das gemeinsame Trainieren von Verfahren und Abläufen im multinationalen Rahmen. 

NATONorth Atlantic Treaty Organization – Gemeinsam verteidigen

Neben Deutschland und der Gastgeber-Nation nehmen zahlreiche weitere NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitgliedsstaaten, unter anderem die Niederlande, Belgien oder Polen an der Übung teil. Und warum in Litauen? „Gerade die östlichen Bündnisstaaten wie Polen oder die baltischen Staaten haben angesichts der veränderten politischen Lage in den vergangenen Jahren ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis“, so Major R. 

Dem tragen auch die europäischen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner signifikant dadurch Rechnung, dass sie ihre Präsenz an den Ostgrenzen des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnisses erhöht haben. „Die Teilnahme an dieser Übung ist ein Beitrag der Luftwaffe zu diesem Engagement der NATONorth Atlantic Treaty Organization“, so Major R.  

Die eFPenhanced Forward Presence-BGBrigadegeneral LTULithuania ist eines von vier Bataillonen im Rahmen der verstärkten Vorne-Präsenz der NATONorth Atlantic Treaty Organization an den Ostgrenzen des Bündnisgebietes. Für diese Battlegroup hat Deutschland die Federführung übernommen, und ist daher ständig mit Truppenteilen in Litauen stationiert. Im Rahmen der Übung IRON WOLF 2019, in die die efP-BGBrigadegeneral LTULithuania voll integriert ist, wurde die FlaRakGrp 61 an die Battlegroup angeflanscht. Nicht zum ersten Mal, denn bereits 2017 und 2018 waren die Todendorfer in den Wäldern nahe der Grenze zu Weißrussland ein Teil von „Iron Wolf“.


von Klaus Sattler
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