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Heute ist...
Bundeswehr

…der 20. Juli.

Am 20. Juli 1944 unternahm der Wehrmachtsoffizier Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler. Geplant worden war dieses Attentat von einem Kreis von Offizieren, zu denen unter anderem auch Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben gehörte. Sie wollten damit dem Leiden der deutschen Bevölkerung, dem Sterben deutscher Soldaten und dem Unrecht, das Hitler über die Völker der Welt gebracht hatte, ein Ende setzen.

Hitler musste sterben. Denn nur so konnten die deutschen Soldaten und die Angehörigen der Verwaltung von ihrem Eid auf den „Führer“ entbunden werden und sich aktiv an einem Neuanfang beteiligen. Es gab keinen anderen Weg. Hitler überlebte das Attentat leicht verletzt, der Umsturzversuch schlug fehl. Unter den mehr als 200 später Hingerichteten waren neben Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auch Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, 19 Generäle, 26 Oberste, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef des Reichskriminalpolizeiamts.

Die Väter der Bundeswehr haben daraus gelernt. Wir Soldatinnen und Soldaten leisten unseren Eid nicht auf eine Person, sondern auf unser Land, auf unser Recht und die Freiheit unseres Volkes. Wir sind Staatsbürger in Uniform, unser Handeln ist an Recht und Gesetz gebunden und Befehl und Gehorsam sind klare Grenzen gesetzt. Auch als Soldaten und Soldatinnen können wir unser Land und seine politischen Prozesse aktiv mitgestalten. Unsere soldatische Werteordnung und unsere gemeinsame Führungskultur, die Innere Führung, sind darauf ausgerichtet. Wir gewinnen durch die Ausgestaltung der Inneren Führung Motivation und Legitimation für unser Handeln – und das stärkt uns in der Erfüllung unseres Eides.

von Axel Woile

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"Heute ist ..."

ist die neue Kalenderblatt-Kolumne des Zentrums Innere Führung. Regelmäßig werden wir Sie über Jahres- und Gedenktage mit Bezug zur Inneren Führung informiert halten.

Dass wir gerade heute am 20. Juli diese neue Reihe starten, ist kein Zufall: Das Zentrum Innere Führung liegt als Dienststelle selbst im sogenannten „Widerstandsviertel“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz. Ausgehend von der „von-Witzleben-Straße“ wurden 16 weitere Straßen rund um das Hauptgebäude des Zentrums nach zivilen und militärischen Widerstandskämpferinnen und -kämpfern benannt. Symbolisch liegt das Zentrum somit mitten in der Gesellschaft, umgeben vom sichtbaren Erinnern an radikale Bekenntnisse zum eigenen Gewissen.

Eingehendere Beschäftigung mit dem „Widerstandsviertel“ rund um das Zentrum Innere Führung bietet das neue Angebot zum „Widerstandsweg“ – ein Lehr- und Lernpfad mit 19 Stationen, der Hintergrundinformationen zu den Namensgebern der Straßen, zeitgeschichtlichen Kontext, eine Auswahl an Zitaten sowie weiterführende Literaturempfehlungen bietet. Gruppen können beigefügte Leitfragen zum Einstieg in die Diskussion nutzen.

Jahres- und Gedenktage auf einen Blick