Angelina Klein – Reservistin und Studentin der Humanmedizin

Angelina Klein – Reservistin und Studentin der Humanmedizin

  • Menschen
  • Reserve
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Seit 2017 ist Stabsgefreiter Angelina Klein Reservistin bei der Bundeswehr. Den ersten Schritt zur Bundeswehr machte sie mit ihrer Entscheidung für 23 Monate Freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Die erste Hürde, die Allgemeine Grundausbildung, begann im Oktober 2014 im Lazarettregiment 11 in Seeth im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Die Reservistin Angelina Klein in Uniform

Reservistin Stabsgefreiter Angelina Klein unterstützt das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz.

Bundeswehr / Andreas Weidner

Die darauffolgenden 20 Monate verbrachte Klein im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz im Bereich Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, um dort weitere Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln.

Viele Erkenntnisse aus dem Akut- und Notfallkrankenhaus kann die gebürtige Bad Kreuznacherin für ihr Studium in der Humanmedizin, das sie im Oktober 2016 an der Universität Greifswald begonnen hat, nutzen und weiter ausbauen.

Als Reservistin beim Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Seit 2016 unterstützt Stabsgefreiter Klein als Reservistin das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, einem von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Innerhalb der vergangenen drei Jahre kamen so insgesamt 169 Dienstleistungstage in dem Lehrkrankenhaus der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz für Patientinnen und Patienten zusammen.

Ihre Arbeit umfasst eine Vielzahl abwechslungsreicher Tätigkeiten. Klein unterstützt das ärztliche Personal bei Verbandswechseln, Blutentnahmen sowie bei der Assistenz bei Operationen.

Eine Reservistin behandelt eine Patientin und löst ein Pflaster vom Bauch der Patientin.

Der tägliche Dienst von Stabsgefreiter Klein im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz.

Bundeswehr / Andreas Weidner


Auch bei wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Mikropartikelstudie sowie der Laparostoma, einer künstlich hergestellten Verbindung zwischen Bauchhöhle und Außenwelt, hat Klein unterstützt. Abgerundet wird die vielseitige Tätigkeit mit Unterstützung des Teams auf Station bei notwendigen administrativen Arbeiten, die für die Patientensicherheit unverzichtbar sind.

So sieht die 28-Jährige ihre Zeit als Reservistin als optimale Verknüpfung zwischen ihrem zivilen Studium und den praktischen Erfahrungen innerhalb des Reservistendienstes im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Sie beschreibt es als „hervorragende Lehre in einem Haus der Maximalversorgung“. Ein ausschlaggebender Punkt ist für Klein die Kompetenzerweiterung im Umgang sowohl mit zivilen als auch militärischen Patientinnen und Patienten.

Motivation und Ziele

Ihr Medizinstudium in der Regelstudienzeit zu absolvieren, sei ihr vorrangiges Ziel.

Weiterhin möchte Klein der Bundeswehr treu bleiben. Eine mögliche Option wäre für sie nach dem Studium aus der Reserve in den aktiven Dienst des Zentralen Sanitätsdienstes zurückzukehren, um dann als Chirurgin bei der Bundeswehr zu arbeiten und eine sehr gute Facharztausbildung zu durchlaufen.

Reservistin Angelina Klein geht in Uniform über den Flur des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.

Für Stabsgefreiter Angelina Klein ist der Weg das Ziel.

Bundeswehr / Andreas Weidner

Die Motivation, die Klein immer wieder überzeugt, ihren fordernden Dienst in der Reserve zu leisten, ist einfach erklärt: „Mich begeistert die Arbeit in der Abteilung und freue mich gleichzeitig, Kameradinnen und Kameraden wiederzusehen. Auch ist es für mich die Gelegenheit, Veränderungen in der Bundeswehr mitzuerleben und neue Perspektiven zu entdecken.“, so die Doktorandin in der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie und Rehabilitative Medizin der Universitätsmedizin Greifswald. 

Angelina Klein, Stabsgefreiter
Dass ich zur Bundeswehr gegangen bin, war die beste Entscheidung in meiner beruflichen Laufbahn. Kameradschaft zu erleben und als angehende Medizinerin erste Eindrücke einer erstklassigen medizinischen Betreuung zu sammeln.

Als angehende Medizinerin ist Klein sehr wichtig, dass niemand auf der Welt Hunger leiden muss und medizinisch gut versorgt ist. Dazu passt auch ihr Lebensmotto: „Der Weg ist das Ziel und stets optimistisch nach vorne schauen“. 

von Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr 

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